10.11.2019, 12:40 Uhr | von | Arbeitnehmer

Im Vergleich zum Vorjahr gab es zum 31. Oktober 2019 weniger Jugendliche, die eine Lehre begonnen haben, als im Vorjahr.

Aktuelle Zahlen der Wirtschaftskammer zeigen, dass im heurigen Jahr weniger Jugendliche in Österreich im Vergleich zum Vorjahr eine Lehre begonnen haben. Zum 31. Oktober 2019 gab es in Österreich 34.497 Lehrlinge im ersten Lehrjahr. Dies entspricht einem Minus von 1,8 % im Vergleich zum Vorjahr. In der Regel beginnen die meisten 15-jährigen nach den Sommerferien ihre Ausbildung.

Ein besonders großer Rückgang war im Bereich des Tourismus mit einem Minus von 10,5 % auf nur 2.951 Lehranfänger zu verzeichnen. In der überbetrieblichen Lehrausbildung sank die Zahl auf 2.865 Lehrling im ersten Ausbildungsjahr, dies entspricht einem Minus von 14,2 %. In der Industrie hingegen konnte man ein Plus von 2,3 % verzeichnen, 4.657 Lehranfänger wurden hier gezählt. Lässt man die überbetrieblichen Lehrausbildungen außer Acht, so beträgt das Minus um 0,5 % weniger.

Die Rückgänge der Lehrlingszahlen werden seitens der Wirtschaftskammer mit dem Fachkräftemangel, welcher sich nun auch auf dem Lehrlingsmarkt durchschlagen soll, erklärt. So erklärt der WKÖ Lehrlingsexperte Alfred Freundlinger, das Unternehmen vermehrt nach jungen Leuten für offene Lehrstellen suchen, diese jedoch nicht besetzen können. Dies ist oftmals der Fall, da die geforderten Qualifikationen mit dem Angebot nicht übereinstimmen. Die Arbeiterkammer hingegen kam zu einem anderen Ergebnis. Ihnen zufolge bekommen rund 22.000 Jugendliche trotz der Suche nach einer Lehrstelle keine.

aktualisiert: 10.11.2019, 12:42 Uhr
Richard Baidinger
Email: rb@finanz.at
Redakteur, Ressort Wirtschaft und Finanzen
Experte für Wirtschaft und Finanzen
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Richard Baidinger ist Experte und Redakteur für Bank- und Finanzwirtschaft aus Wien.

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