Richter verdienen in Österreich ein unterschiedlich hohes Gehalt je Anstellung und Berufserfahrung. Das Einstiegsgehalt beträgt im Durchschnitt 2.600 Euro pro Monat. Das mittlere Einkommen liegt bei etwas über 80.000 Euro jährlich und die Spitzengehälter bei rund 100.000 Euro brutto im Jahr.

Richter gehören zu den Berufen mit dem höchsten Ansehen. Sie richten über Straftaten und fällen Urteile. Damit haben Sie einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft und stehen in großer Verantwortung. Damit Sie unabhängig richten werden Sie als Beamte beschäftigt. Innerhalb der Bundesbediensteten genießen Sie einige Privilegien. So können Sie zum Beispiel nicht einfach versetzt werden. Ebenfalls sind Sie nicht absetzbar und Ihr Handeln ist stets weisungsunabhängig.

Im Zusammenhang mit dem Beamtentum ist das Gehalt vorbestimmt und an Hand der typischen Besoldungsstufen erkennbar. Doch wie hoch ist das Gehalt eines Richters genau und wovon wird dieses beeinflusst? Hier erfahren Sie, wie hoch das Einkommen eines Richters ist.

Um Ihr Gehalt zu berechnen, können Sie den Gehaltsrechner verwenden.

Das Einstiegsgehalt des Richters

In vielen Teilen herrscht das Vorurteil, dass Richter automatisch mit einem hohen Gehalt rechnen können. Dieses Vorurteil trifft nicht ganz zu. Zwar verdienen Richter zum Anfang keinen Hungerlohn, reich werden Sie allerdings auch nicht. Zum Einstieg müssen Sie sich in weiten Teilen mit einem Bruttolohn von 2.600 Euro im Monat zufriedengeben.

Im Laufe der Berufszeit kann dieses Gehalt gesteigert werden. Neben den Dienstjahren, die zu einer automatischen Aufstockung des Einkommens führen, spielt auch die genaue Tätigkeit eine Rolle. Richter an einem Bezirks- oder Landesgericht verdienen deutlich weniger als Ihre Kollegen auf Bundesebene. In der Bundesverwaltung zum Beispiel ist das Einkommen durchschnittlich um 563 Euro brutto höher.

Das Durchschnittsgehalt eines Richters in Österreich

Es gibt einige Faktoren, die für das Gehalt eines Richters in Österreich wesentlich sind. Daher ist eine exakte Angabe, selbst trotz öffentlichen Besoldungsstufen, nur schwer möglich. Es kann jedoch gesagt werden, dass Richter im Durchschnitt zwischen 2.730 Euro und 4.500 Euro brutto im Monat verdienen.

Im Laufe der Dienstjahre steigt das Gehalt stark an und kann sich am Ende der Dienstzeit sehen lassen. Zu Beginn ist der Verdienst aber noch relativ niedrig. So gab ein Viertel der Richter an, dass Sie nur knapp über 60.000 Euro brutto in Österreich verdienen würden. Das mittlere Einkommen liegt bei etwas über 80.000 Euro während in der Spitze knapp 100.000 Euro brutto im Jahr erreicht werden.

Wonach richtet sich das Gehalt

Da Richter als Beamte tätig sind, wird deren Gehalt über die vorgeschriebenen Gehaltsstufen ermittelt. Insgesamt gibt es neun Gehaltsstufen, nach denen die Richter klassifiziert werden. Dies ist unter anderem von deren Berufserfahrung und dem Tätigkeitsbereich abhängig. Innerhalb der neun Gehaltsstufen gibt es zwischen drei und fünf verschiedene Gehaltsgruppen.

Festgesetzt wird das Gehalt der Richter nur in drei bestimmten Positionen. Der Präsident des Oberlandesgerichtes, der Vizepräsident des Obersten Gerichtshofes und der Präsident des Obersten Gerichtshofes erhalten eine festgeschriebene Summe. Diese beträgt etwas unter 12.000 Euro brutto im Monat. Alle anderen Richter werden nach den vorgeschriebenen Gehaltsstufen bezahlt.

Der Vergleich zum Anwaltseinkommen

Lange schon wird bemängelt, dass das Gehalt der Richter in Österreich nicht ausreichend hoch sei. So ist bei einer 60-Stunden-Woche, die bei aufwendigen Verfahren durchaus vorkommen können, nur ein Stundenlohn von 12,70 Euro erwartbar. Für Richter, die eine sehr komplexe Ausbildung durchlaufen und einen stressigen und verantwortungsvollen Arbeitsalltag haben, scheint dieses niedrige Gehalt nicht angemessen.

Im Vergleich dazu würden Anwälte im gleichen Zeitraum einen Tarif von über 600.000 Euro verlangen. Hier liegt also eine große Diskrepanz zwischen den Tarifen der Anwälte und den öffentlichen Einkommen der Richter.

Das Gehalt der Richter in Deutschland liegt auf einem ähnlichen Niveau. Auch hier regt sich Unmut über die Bezahlung, bislang wurde das Gehalt sowohl auf österreichischer, als auch auf deutscher Seite nicht angepasst.

Somit ist der Anwaltsberuf in vielen Fällen lukrativer. Dafür haben Richter eine bessere Jobsicherheit und mit dem Beamtenstatus andere Vorteile, wie zum Beispiel eine höhere Pension.

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