Das sollten Sie als Arbeitnehmer in Österreich wissen:

Regelungen, Hilfe und Tipps

Informieren Sie sich jetzt zu allen Themen rund um Ihre Arbeit und Regelungen, wie Überstunden, Urlaubsanspruch, Pflegeurlaub, Karenzgeld, Elternzeit, Kündigung und Fristen und vieles mehr.

Überblick

Grundsätzlich versteht man unter einer Abfertigung, dass ein Arbeitgeber im Zuge der Auflösung eines Dienstverhältnisses unter Umständen eine Abfertigung, also einen Geldbetrag, an den Arbeitnehmer bezahlen muss.
Die Abfertigung ist im Prinzip ein anderer Begriff für die Mitarbeitervorsorge. Der Arbeitgeber ist gesetzlich dazu verpflichtet, 1,53% vom Bruttogehalt an eine zuvor vereinbarte Vorsorgekasse einzubezahlen. In der Regel befindet sich im Dienstvertrag ein Absatz zu diesem Thema, der sich insbesondere der Frage danach widmet, welche Kasse gewählt wird.
Durch die Altersteilzeit haben vor allem ältere Arbeitnehmer die Möglichkeit, sich langsam, aber sicher aus dem Berufsleben zurückzuziehen. Mit der Altersteilzeit kann also mit anderen Worten ein langsamer, gleitender Übergang zum Pensionsantritt geschaffen werden. Dies ist einerseits der Fall, weil nicht jeder bis zum Antritt der Pension Vollzeit arbeiten möchte, andererseits dient diese Möglichkeit dazu, dass sich auch der Arbeitnehmer darauf einstellen und daran gewöhnen kann, nicht mehr Vollzeit zu arbeiten.
Ein Jobwechsel bzw. der Wechsel des Arbeitgebers ist nicht immer einfach und in den seltensten Fällen sofort möglich. In der Regel muss zuerst eine Kündigung ausgesprochen werden. Erst nach Ablauf der gesetzlichen oder im Arbeitsvertrag vereinbarten Kündigungsfrist kann das Arbeitsverhältnis endgültig beendet werden.
Ein Arbeitsunfall liegt in Österreich vor, wenn der Unfall im Rahmen der beruflichen Tätigkeit beziehungsweise deren Ausübung erfolgt. Dazu zählt auch der Weg zur und von der Arbeit nach Hause. Er ist von privaten Unfällen in der Freizeit und Verkehrsunfällen zu unterscheiden.
Arbeitszeitaufzeichnung (auch Stunden- oder Zeitaufzeichnung genannt) ist für alle Arbeitnehmer in Österreich gesetzlich vorgeschrieben. Dabei muss die täglich Arbeitszeit, alle Pausen, sowie der Anfangs- und Endzeitpunkt des Arbeitstages schriftlich dokumentiert werden.
Wenn ein Arbeitsverhältnis beendet wird, hat der Arbeitnehmer ein Anspruch darauf, ein Arbeitszeugnis ausgehändigt zu bekommen. Das ist ganz unabhängig davon, in welcher Form – ob durch einvernehmliche Auflösung, durch Selbstkündigung oder sogar durch fristlose Entlassung – das Arbeitsverhältnis beendet worden ist.
Dem österreichischen Mutterschutzgesetz geschuldet gibt es in Zusammenhang mit Dienstverhältnissen sogenannte Beschäftigungsverbote. Dabei handelt es sich um den tatsächlichen Ausschluss bestimmter Arbeiten, die besonders für werdende Mütter ein Risiko darstellen.
Bei der Jobsuche beziehungsweise bei der Bewerbung um eine freie Stelle kann einiges falsch gemacht werden. Im folgenden Text werden einige Tipps und Tricks für einen erfolgreichen Bewerbungsprozess vom Bewerbungsschreiben bis hin zum Vorstellungsgespräch gegeben.
Eine Bildungskarenz unterliegt in Österreich der Vereinbarung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, wenn dieser zuvor sechs Monate durchgehend beim selben Arbeitgeber beschäftigt war. Sie ermöglicht eine Freistellung im bestehenden Arbeitsverhältnis für Weiterbildungen und dauert mindestens zwei Monate. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Bildungskarenz.
Unter der Elternteilzeit versteht man im Allgemeinen den Anspruch auf Herabsetzung der bisherigen Arbeitszeit oder die Änderung der Lage dieser, welche gesetzlich geregelt ist. Man muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um überhaupt Anspruch auf Elternteilzeit zu haben, außerdem hängt dieser auch von der Größe des Betriebes und der Zeit, die man bereits in diesem tätig ist, ab.
In Österreich gibt es eine gesetzliche Regelung, die den Fahrtkostenersatz regelt. Dieses hält alle gültigen Bestimmungen fest, die Sozialversicherung betreffen. Das sind im Genauen Auflagen zu Unfall-, Kranken- und Pflegeversicherung, als auch Pension und weiteren Leistungen und Rechten. Betroffen sind davon generell alle Dienstnehmer und Lehrlinge. Lediglich Selbstständige zählen nicht dazu. Voraussetzung ist ein gültiger Wohnsitz in Österreich.
Gehaltsabrechnung und Lohnzettel: Mit Lohnzettel (Gehaltsabrechung) wird in Österreich der Nachweis des jährlichen, bei einem Dienstgeber verdienten Gehaltes bezeichnet, welcher in Form eines speziellen Formulars an die steuerlichen Behörden übermittelt wird.
Mutterschutz (Karenz) in Österreich: Die Voraussetzungen und der Anspruch auf das Karenzgeld in Österreich gelten grundsätzlich für jeden Arbeitnehmer gleichermaßen. Dafür gibt es verschiedene Karenzmodelle. Die Höhe des KBG wird je Modell berechnet.
Ein Kollektivvertrag ein Arbeitsvertrag, der grundsätzlich für alle Arbeitnehmer einer bestimmten Branche gilt. Er kann nach Absprache nur zum Vorteil für den Arbeitnehmer erweitert, bzw. geändert werden, aber nicht zu dessen Nachteil. Der Kollektivvertrag steht in der Rangordnung allerdings unter dem Gesetz. Das bedeutet, dass gesetzliche Bestimmungen, wie die Maximalarbeitszeit, nicht durch den Kollektivvertrag überschritten werden dürfen.
Der Krankenstand für Arbeitnehmer in Österreich: was man im Krankenstand unternehmen darf und was nicht und wie man als Arbeitnehmer damit umgehen sollte erfahren Sie hier.
Die Kündigungsfristen für Angestellte und Arbeiter in Österreich liegen in der Regel zwischen sechs Wochen und fünf Monaten. Je nach Kollektivvertrag und Beschäftigungsdauer (Dienstjahren) kann die Frist bei Arbeitnehmer unterschiedlich ausfallen. Unternehmen und Angestellte können diese auch selbst vereinbaren.
Unter anderem hat der Staat die Aufgabe zugesprochen bekommen, für den Schutz von werdenden Müttern zu sorgen. Nicht zuletzt deswegen gibt es in Österreich viele Bestimmungen den Mutterschutz betreffend. Hier finden Sie alle Informationen zu Dauer, Kündigungsschutz und Anspruch auf Mutterschutz in Österreich.
In Österreich haben Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen einen Anspruch auf Pflegefreistellung, die in einem privatrechtlichen Arbeitsverhältnis beschäftigt sind. Es handelt sich hierbei um keinen ganz normalen Urlaubsanspruch. Vielmehr geht man hier von einem Fall der sogenannten Dienstverhinderung aus einem sehr wichtigen persönlichen bzw. privaten Grund aus. Hierbei wird auch weiterhin ein Entgelt bezahlt.
Pflegeurlaub in Österreich: Besteht seitens Arbeitnehmer kein Anspruch auf eine weitere Pflegefreistellung, so kann dieser einen Pflegeurlaub beantragen und konsumieren. Jedem Arbeitnehmer steht ein Pflegeurlaub von maximal er gesamten Arbeitszeit einer Woche in einem ganzen Arbeitsjahr zur Verfügung.
Sabbatical oder das Sabbatjahr ist ein bestimmtes Arbeitszeitmodell für einen längeren Sonderurlaub. In Österreich gibt es verschiedene Modelle für ein Sabbatical. Es unterliegt keiner gesetzlichen Regelungen, sondern ist von einem Übereinkommen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber abhängig.
Unter Sachbezügen verstehen sich sogenannte Sachleistungen, die seitens des Arbeitgebers dem jeweiligen Arbeitnehmer entweder kostenfrei oder auch vergünstigt zur Verfügung bereitgestellt werden. Im Genaueren sind darunter beispielsweise der Dienstwagen, welcher auch für den privaten Gebrauch verwendet werden darf, zu verstehen. Aber auch eine Dienstwohnung kann kostenfrei dem Arbeitnehmer zur Verfügung gestellt werden.
Im Allgemeinen stellt Taggeld eine Aufwandsentschädigung dar. Diese soll zur Deckung von Dienstnehmerausgaben dienen, die im Zuge einer Dienstreise anfallen. Im Nachfolgenden werden Ausgaben aufgelistet, die mit dem Taggeld gedeckt werden und wie diese jeweils steuerlich zu berücksichtigen sind.
Teilzeitarbeit (Teilzeit) bedeutet, dass Arbeitnehmer eine kürzere Arbeitszeit mit ihrem Arbeitgeber vereinbart haben, als gesetzlich (40 Wochenstunden) oder im Kollektivvertrag (etwa 37,5 Wochenstunden) vorgesehen ist. Diese Vereinbarung der Teilzeitarbeit (beispielsweise von 40 Stunden auf 25 Stunden pro Woche) muss schriftlich erfolgen.
Im Allgemeinen versteht man unter Überstunden, wenn die Normalarbeitszeit von 40 Wochen- bzw. 8 Tagesarbeitsstunden überschritten wird. Es kann aber auch sein, dass die Wochen- und Tagesarbeitsstunden im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten anders aufgeteilt sind.
Man bekommt als unselbstständig tätige Person fünf Wochen pro Arbeitsjahr bezahlten Urlaub zugesprochen. Dieses Arbeitsjahr beginnt wiederum mit dem Tag, an dem man in dem jeweiligen Unternehmen angefangen hat zu arbeiten.
Unter einem Werkvertrag versteht man per Definition einen Vertrag, in dem der Werkvertragsnehmer (Werkunternehmer) dem Auftraggeber (Werkbesteller) ein Werk schuldet. Der Werkvertragsnehmer ist dabei zwingend selbstständig und freiberuflich tätig.
Unter Wochengeld versteht man den Ersatz für das Einkommen. Man darf während der Zeit, in der man Wochengeld bekommt, keine andere Beschäftigung nebenbei annehmen bzw. ausüben. Wochengeld bekommen in der Regel Frauen, die Arbeitnehmerinnen oder freie Dienstnehmerinnen sind.
In Österreich gelten unterschiedliche Zuverdienstgrenzen für Arbeitnehmer, Pensionisten, Arbeitslose oder Studenten. Das sollten Sie dazu wissen!

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Fachkräftemangel immer akuter: Kosten für Österreichs Wirtschaft bei 2,5 Milliarden Euro

14.06.2019 | Wirtschaft

Der Fachkräftemangel wird in Österreich immer akuter. Heimische Unternehmen in Gastronomie & Hotellerie, dem Bau und Baunebengewerbe und dem Metallgewerbe sind besonders stark betroffen. Die Wirtschaftskammer beziffert den entgangenen Wachstumseffekt mit rund 2,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Aktueller Stand: 06/2019 - Autor: