Als Anwalt verdient man in Österreich je nach Anstellung unterschiedlich viel. Ein Anwalt mit wenig Berufserfahrung in einer kleinen Kanzlei verdient etwa rund 122.000 Euro brutto pro Jahr. Kanzleipartner oder erfahrene Anwälte verdienen mit bis zu 700.000 Euro jährlich deutlich mehr.

Möchte man Anwalt oder Richter werden muss man das sogenannte Staatsexamen machen. Das 1. Staatsexamen kommt nach dem 5-jährigen Jura Studium, das zweite folgt, nach einer zweijährigen Praxis in verschieden Kanzlei, danach ist man aber ein richtiger Jurist und kann Anwalt oder Richter werden. Diese beiden Staatsexamina sind schwierige Prüfungen, an denen viele der Bewerber scheitern.

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Wie viel verdient ein Jurist?

Als Einsteiger, nachdem 5-jährigen Jura Studium verdienen Juristen im Durchschnitt ab ca. 2000 € brutto, ein oberes Ende liegt bei etwa 4000 € brutto im Monat, in Einzelfällen kann sogar dieses überboten werden. Als Topjurist sind sogar Millionenbeträge jährlich möglich.

Anwälte in Kanzleien

Am schlechtesten verdienen Anwälte am Land, diese sind meist wenig spezialisiert und haben oft nur eine geringe Anzahl an Kunden, weshalb solche Kanzleien oft Konkurs anmelden müssen. In der Stadt ist durch die höhere Nachfrage ein Vielfaches mehr zu holen als am Land. Nicht nur der Ort der Kanzlei, sondern auch die Spezialisierung und Größe machen viel aus.

So verdient ein Jurist in einer kleinen Kanzlei nach über 5 Jahren Berufserfahrung gerade einmal 122.000 € brutto im Jahr. Während ein Anwalt nach derselben Zeit in einer Großkanzlei im Schnitt 219.000 € brutto bekommt. Besonders gut geht es den sogenannten Partner in Großkanzleien, diese verdienen im Durchschnitt knapp 700.000 € jährlich, nach oben hin ist natürlich noch weit mehr möglich. Sechsstellige Beträge sind bei den Topjuristen gar keine Seltenheit und das nach nur wenigen Jahren Berufserfahrung.

Weiters lässt sich sagen, dass je spezialisierter ein Jurist ist, umso mehr Geld bekommt er für seine Arbeit.

Juristen im öffentlichen Dienst

Juristen im öffentlichen Dienst stehen, mit einem Einstiegsgehalt von über 30 000 € jährlich, den Juristen in Kanzleien um nichts nach. Auch hier sind die Möglichkeiten sehr groß, als Richter am Obersten Gerichtshof bekommt man weit mehr als 100 000 € jährlich. Gerade auch als Staatsanwalt kann man mit wenig Berufserfahrung weit über 10 000 € brutto im Monat verdienen.

Juristen in Rechtsabteilungen

Auch gut verdienen kann man als Jurist in der Rechtsabteilung eines großen Unternehmens, mit einem Anfangsverdienst von im Schnitt 32 000 €. Nach wenigen Jahren Erfahrung erhöht sich dieser Verdienst drastisch und liegt nach etwa 10 Jahren bei über 100 000 € im Jahr. Als Chefjurist in einer Rechtsabteilung eines Großkonzerns ist sogar ein Gehalt in Millionenhöhe möglich.

Nun stellt sich die Frage lohnt sich die schwere Ausbildung, für das was man dann am Schluss bekommt?

Die Antwort ist eindeutig Ja, denn man übertrifft schon mit seinem Einstiegsgehalt das österreichische Durchschnittsgehalt, welches bei 27 000 € liegt. Da das Gehalt nach oben eigentlich nur sehr wenig Grenzen hat, ist es die Investition in sich selbst, mit einem Jurastudium, auf jeden Fall wert. Vor allem nach wenigen Jahren Berufserfahrung sind 10 000 € und mehr als Jurist keine Seltenheit, deshalb stellt sich hier die Frage, warum werden wir nicht alle Juristen?

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