Die Arbeitnehmerveranlagung – oder auch Lohnsteuerausgleich – steht jedem Arbeitnehmer in Österreich zu. Warum jeder Arbeitnehmer sie unbedingt machen sollte und wie man sie schnell und unkompliziert selbst erstellen kann, zeigen wir euch heute Schritt für Schritt in diesem Video. Los geht’s!

Die Lohnsteuer wird in Österreich so berechnet, als würde man das ganze Jahr über gleich viel verdienen. Durch einen Jobwechsel oder ein schwankendes Gehalt innerhalb eines Jahres kann das jedoch dazu führen, dass man zu viel Lohnsteuer an das Finanzamt abführt. Und das will nun wirklich niemand. Mit dem Lohnsteuerausgleich kann man sich dieses Geld vom Finanzamt wieder zurückholen. Und das sollte man auch. Laut Schätzungen erhalten Arbeitnehmer durchschnittlich zwischen 200 und 500 Euro pro Jahr zurück.

Aber auch für Arbeitnehmer, die aufgrund ihres niedrigen Einkommens keine Lohnsteuer bezahlen, kann sich ein Steuerausgleich lohnen. Denn jeder Arbeitnehmer kann bestimmte Ausgaben und Kosten von der Steuer absetzen und so einen Teil vom Staat zurückbekommen.

In diesem Video erklären wir, wie man Schritt für Schritt seine Arbeitnehmerveranlagung – also den Steuerausgleich – durchführt und sich so sein Geld vom Finanzamt zurückholt.

Ganz kurz gesagt, funktioniert das so: Man ruft im Internet die Seite finanzonline.at auf, öffnet das das notwendige Formular oder druckt es aus, schickt es ausgefüllt an das Finanzamt und bekommt sein Geld überwiesen.

Aber sehen wir uns die einzelnen Schritte dazu etwas genauer an.

Das Ausfüllen von Anträgen für Behörden ist immer eine mühsame Angelegenheit. Vor allem auch die vielen verschiedenen Formulare, die man dazu häufig benötigt. Da kann einem schon mal der Kragen platzen. Dazu kommt der mühsame Gang zum zuständigen Finanzamt und oftmals lange Wartezeiten.

Aber das muss nicht sein: Wir empfehlen den Steuerausgleich online durchzuführen. Das spart Zeit, kann von zuhause aus erledigt werden und geht oftmals schneller, da die Formulare bereits in elektronischer Form beim Amt eingehen.

Anträge beim Finanzamt werden über die Plattform www.finanzonline.at im Internet erledigt. Das Formular L1, das für die Arbeitnehmerveranlagung notwendig ist, sowie alle eventuellen Zusatzformulare – etwa L1k und L1ab – sind direkt auf finanzonline.at verfügbar. Die Links dazu findest du auch in der Beschreibung dieses Videos.

Die Anmeldung erfolgt entweder mit der Handy-Signatur, seinen persönlichen Zugangsdaten oder der Bürgerkarte anmelden. Sind diese Zugangsdaten nicht mehr auffindbar, kann man sie direkt beim Finanzamt anfordern.

Aber wann ist der Lohnsteuerausgleich überhaupt möglich?

Den Steuerausgleich kann man in Österreich immer maximal fünf Jahre rückwirkend beantragen. Um den Antrag einzubringen muss der Jahreslohnzettel des Arbeitgebers beim Finanzamt vorliegen. Das muss bis spätestens Ende Februar des Folgejahres geschehen.

Wichtig vorab ist, dass man alle Rechnungen von Ausgaben, die für den Beruf notwendig sind, aufbewahrt. Auch Reisekostenabrechnungen sollten gesammelt werden. Diese können später steuerlich abgeschrieben werden, um das Geld zurückzubekommen.

Was kann man nun beim Steuerausgleich abschreiben?

Die Liste der möglichen Abschreibposten zur Steuerreduktion ist lang. Dazu zählen der Alleinverdiener- und Alleinerzieherabsetzbetrag, der Mehrkindzuschlag, das Pendlerpauschale, der Zusatzbetrag der Krankenversicherung für mitversicherte Angehörige, Pflichtversicherung bei geringfügig beschäftigten Arbeitnehmern oder Werbungskosten.

Ebenfalls abschreibbar sind Freibeträge, der Unterhaltsabsetzbetrag, der Familienbonus und außergewöhnliche Belastungen. Sehen wir uns nun diese Kosten genauer an.

Um den Unterhaltsabsetzbetrag und den Familienbonus Plus beantragen zu können, wir das Formular L1k benötigt. Das wird als Zusatz zum Formular L1 beigefügt.

Für außergewöhnliche Belastungen, etwa bei einer Behinderung, bei Kindern mit Behinderungen oder Krankheitskosten die teilweise oder komplett abschreibbar sind, wird das Formular L1ab ausgefüllt. Ein Link für genauere Informationen findet sich in der Beschreibung unter dem Video.

Was sind Werbungskosten?

Als Werbungskosten bezeichnet man alle Ausgaben, die für den Arbeitnehmer beruflich notwendig sind. Sie fallen bei so gut wie jedem Arbeitnehmer an. Daher gibt es in Österreich eine sogenannte Werbungskostenpauschale von 132 Euro pro Jahr, die jeder Arbeitnehmer automatisch beantragen kann.

Werbungskosten können etwa die Arbeitskleidung, Internet oder Handy, Fachliteratur – also Bücher – oder ein Computer oder Notebook sein. Sie müssen jedoch tatsächlich für die Ausübung des Berufs notwendig sein.

Übersteigen die Kosten einer Anschaffung die Grenze von 400 Euro bzw. 800 Euro ab 2020, müssen sie über die Dauer der Abnutzung abgeschrieben werden. Bei einem neuen PC etwa sind das drei Jahre. Wird das Wirtschaftsgut im zweiten Halbjahr – also nach dem 30. Juni – angeschafft, kann in diesem Jahr nur die Hälfte der Summe abgeschrieben werden. Ein Link für weitere Details ist ebenfalls in der Beschreibung hinterlegt.

Auch die Kosten für ein Arbeitszimmer bzw. Büro kann man steuerlich absetzen. Diese Werbungskosten setzen sich aus den Mietkosten, den Betriebskosten, den Einrichtungsgegenständen und den Finanzierungskosten zusammen. Ist das Arbeitszimmer ein Teil des gesamten Wohnraums, werden die Kosten aliquot berechnet.

Alleinerzieher oder Alleinverdiener erhalten pro Jahr einen Absetzbetrag zur Steuerreduktion. Bei einem Kind steht dem Arbeitnehmer ein Betrag von 494 Euro zu, bei zwei Kindern 669 Euro. Für jedes weitere Kind wird der Betrag um 220 Euro erhöht. Details zu den Voraussetzungen findet man auf finanz.at – ein Link ist in der Video-Beschreibung zu finden.

Familien oder Elternteile können auch einen Mehrkindzuschlag bei drei oder mehr Kindern erhalten. Dieser wird über die Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht und beträgt pro Monat 20 Euro pro Kind.

Das Pendlerpauschale steht im Grunde jedem Arbeitnehmer in Österreich zu und kann auch über den Lohnsteuerausgleich beantragt werden. Allerdings gilt das nur, wenn es nicht schon monatlich über die Lohnverrechnung beim Dienstgeber geschehen ist. Die Höhe hängt dabei von der Distanz zwischen der Arbeitsstätte – also dem Büro beispielsweise - und dem Wohnort ab. Zudem ist entscheidend, ob öffentliche Verkehrsmittel für den Arbeitsweg zumutbar sind.

 

Kommen wir zu den Sonderausgaben. Auch sie können bei der Veranlagung steuerlich abgesetzt werden und somit dem Arbeitnehmer Geld sparen. Sonderausgaben sind bestimmte private Ausgaben, wie etwa freiwillige Personenversicherungen, Spenden und auch Kirchenbeiträge bis 400 Euro. Welche Spendenorganisationen dafür infrage kommen und welche Kosten noch als Sonderausgaben gelten, findet man online auf Finanz.at zum Nachlesen.

Beim Lohnsteuerausgleich kann auch ein Freibetragsbescheid angegeben werden. Dieser Freibetragsbescheid sorgt dafür, dass man Monat für Monat weniger Lohnsteuer bezahlt, weil die Ausgaben bereits bei der monatlichen Lohnverrechnung über den Arbeitgeber berücksichtigt werden. Aber Achtung: das sollte man nur tun, wenn man über mehrere Jahre gleich hohe Werbungskosten, außergewöhnliche Belastungen und Sonderausgaben hat. Andernfalls zahlt man zu wenig Lohnsteuer und erhält eine Nachforderung vom Finanzamt.

Seit 2017 führt das Finanzamt mit der antragslosen Arbeitnehmerveranlagung den Lohnsteuerausgleich für alle Arbeitnehmer in Österreich automatisch durch. So kann nun wirklich niemand mehr darauf vergessen, sich sein Geld vom Finanzamt zurück zu holen. Allerdings geht das nur, wenn kein eigener Antrag bis 30. Juni des Folgejahres beim Amt eingeht. Dabei werden die Werte der letzten Jahre zur Abschreibung herangezogen.

Es gibt jedoch Ausnahmen für die automatische Veranlagung: wenn man sich in der Pflichtveranlagung befindet, muss der Steuerausgleich selbst erledigt werden, und zwar ebenfalls bis zum 30. Juni des Folgejahres.

Das ist jedoch nur notwendig, wenn folgendes zutrifft:

  • Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit bezogen werden, die keinem Lohnsteuerabzug unterliegen und den Betrag von 730 € im Jahr überschritten haben.
  • Monatlich ein zu hohes Pendlerpauschale berechnet wurde.
  • Man einen steuerfreien Kinderbetreuungszuschuss vom Arbeitgeber erhalten hat, obwohl die Voraussetzungen dafür nicht gegeben waren.
  • Man österreichischer Abgeordneter zum Europäischen Parlament ist.
  • Man gemeinsam mit dem Arbeitgeber die abzuführende Lohnsteuer vorsätzlich verkürzt hat.

Details dazu findet man auch auf Finanz.at zum Nachlesen.

Um das maximale aus seinem Steuerausgleich herauszuholen und wirklich alle abschreibbaren Kosten und Ausgaben abzusetzen, sollte man sich jedoch die zehn Minuten pro Jahr nehmen und das Formular selbst ausfüllen und einreichen.

Wie lange dauert nun die Bearbeitung des Steuerausgleichs, wenn man ihn dem Finanzamt geschickt hat?

Grundsätzlich hat das Finanzamt bis zu sechs Monate Zeit, um den Antrag abzuarbeiten. In der Regel ist die Bearbeitungsdauer jedoch deutlich kürzer. Es kann jedoch gerade zum Jahresbeginn zu längeren Wartezeiten kommen, da im Frühjahr besonders viele Arbeitnehmer ihren Steuerausgleich durchführen wollen. Wird der Antrag online eingebracht, liegt er jedoch bereits in elektronischer Form vor und kann oftmals deutlich schneller bearbeitet werden.

Ich hoffe wir konnten nun alle offenen Fragen zum Lohnsteuerausgleich klären. Alle Informationen und Formulare findet man auch online auf www.finanz.at und der Website des Finanzministeriums.

Wir wünschen dir alles Gute für deinen Steuerausgleich und informiere dich gerne weiter über dieses oder andere Themen auf Finanz.at!

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Ein Lohnsteuerausgleich ist möglich, sobald der Jahres Lohnzettel des Arbeitgebers beim Finanzamt aufliegt. In der Regel geschieht das zwischen Januar und Februar im darauffolgenden Jahr. Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet den Jahreslohnzettel bis Ende Februar einzureichen.

Eine Arbeitnehmerveranlagung kann bis zu maximal fünf Jahre rückwirkend berechnet und jederzeit beim Finanzamt oder online durchgeführt werden. Seit Jahresbeginn wird in Österreich die antragslose Arbeitnehmerveranlagung automatisch durchgeführt. Infomieren Sie sich über die Voraussetzungen und Durchführung des Steuerausgleiches!

Steuerausgleich beim Finanzamt durchführen

Ihre Lohnsteuer wird berechnet, als hätten Sie das ganze Jahr über jeden Monat gleich viel verdient. Hat Ihr Einkommen jedoch geschwankt - etwa aufgrund eines Jobwechsels - zahlt sich eine Veranlagung (Lohnsteuerausgleich) in jedem Fall aus.

Antragslose Arbeitnehmerveranlagung

Die antragslose Arbeitnehmerveranlagung (Steuerausgleich) erfolgt seit 2017 auch ohne Antrag und somit automatisch durch das Finanzamt. Hierzu muss kein Formular mehr eingereicht werden. Die zu viel bezahlte Lohnsteuer wird vom Finanzministerium ohne Antrag auf das Konto überwiesen.



Wann erfolgt eine antragslose Arbeitnehmerveranlagung?

Ein Lohnsteuerausgleich ohne Antrag bzw. Formular erfolgt dann automatisch, wenn in den Vorjahren keine Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen eingereicht wurde. Außerdem erfolgt sie erst, wenn bis Ende Juni keine Veranlagung für das Vorjahr durchgeführt wurde. Es müssen lohnsteuerpflichtige Einkünfte vorliegen.

Ist eine Pflichtveranlagung vorgesehen oder sind zwei Dienstverhältnisse parallel aufrecht gewesen, kann der Steuerausgleich für dieses Jahr nicht antragslos durchgeführt werden. In diesem Fall müssen Sie das Formular L1 beim Finanzamt einreichen. Lesen dazu diesen Text weiter!

Wenn Sie mit der antragslosen Veranlagung nicht einverstanden sind, können Sie den automatischen Steuerbescheid innerhalb der Frist ablehen und durch einen manuell durchgeführten Steuerausgleich ersetzen.

Arbeitnehmerveranlagung mit Antrag

Wichtiger Hinweis! Berechnen Sie Ihren Lohnsteuerausgleich immer vorab unverbindlich online auf finanzonline.bmf.gv.at. Wenn sich herausstellt, dass Sie etwas nachzuzahlen haben, können Sie anschließend darauf verzichten für dieses Jahr den Steuerausgleich durchzuführen.

Hier finden Sie alle Informationen und Anleitungen, wie Sie Ihren Ausgleich online durchführen: FinanzOnline. Holen Sie sich Ihr Geld durch den Steuerausgleich vom Finanzamt zurück!

Man kann 2020 also den Lohnsteuerausgleich für 2019, 2018, 2017, 2016 und 2015 machen und sich so Steuern zurückholen und Geld sparen.

Lohnsteuertabelle 2019 nach Jahreseinkommen:

  • ein Einkommen bis 11.000 €0 % Steuern
  • ein Einkommen von 11.000 € bis 18.000 €25 % Steuern
  • ein Einkommen von 18.000 € bis 31.000 €35 % Steuern
  • ein Einkommen von 31.000 € bis 60.000 €42 % Steuern
  • ein Einkommen von 60.000 € bis 90.000 €48 % Steuern
  • ein Einkommen von 90.000 € bis 1.000.000 €50 % Steuern
  • ein Einkommen über 1.000.000 €55 % Steuern

Weitere Informationen zur Lohnsteuertabelle finden Sie hier!

So wird der Steuerausgleich gemacht:

  • Jahreslohnzettel liegt dem Finanzamt vor.
  • Online die Summe der Rückerstattung oder Nachzahlung ausrechnen.
  • Formular online oder direkt beim Amt ausfüllen und einreichen.
  • Geld auf das Steuerkonto ausgezahlt bekommen (oder nachzahlen).

Für Selbstständige und Freiberufler kommt keine antragslose Arbeitnehmerveranlagung in Frage, da sie ohnehin in die Pflichtveranlagung fallen. Sie müssen eine Einkommensteuererklärung jährlich einreichen.

Steuererklärung in Österreich

Die Einkommensteuererklärung in Österreich muss von jedem Selbstständigen und Freiberufler jährlich beim Finanzamt eingereicht werden. Auch alljene Arbeitnehmer und Arbeiter müssen eine Steuererklärung einreichen, wenn sie vom Finanzamt dazu aufgefordert werden (§ 42 Abs 1 Z 1 Einkommensteuergesetz – EStG). Darin wird der Lohnsteuerausgleich bereits berücksichtigt.

Geld vom Finanzamt & Steuern sparen – Lohnsteuerausgleich für Arbeitnehmer

Ein Lohnsteuerausgleich lohnt sich fast immer! So holen Sie sich Ihr Geld vom Finanzamt zurück:

Pflichtveranlagung und Antragsveranlagung

Pflichtveranlagung bedeutet, dass Sie durch mehrere Bezüge dazu verpflichtet sind eine Arbeitnehmerveranlagung durchzuführen. Das bedeutet, Sie müssen im Folgejahr für das vorherige Jahr einen Lohnsteuerausgleich per Pflichtantrag durchführen.

Antragsveranlagung ist im Gegensatz dazu freiwillig. Sie können selbst entscheiden, ob Sie eine Arbeitnehmerveranlagung beim Finanzamt einbringen und durchführen möchten.

Wichtig: Machen Sie zuerst online einen Test-Antrag, um vorab zu berechnen, wie viel Geld Sie zurückbekommen oder zahlen würden. Sollten Sie mehr Geld zahlen müssen, als Sie zurückbekommen würden, sollten Sie für dieses Jahr auf die freiwillige Arbeitnehmerveranlagung verzichten. So sparen Sie Geld beim Finanzamt!

Steuerausgleich so schnell wie möglich!

Sie haben fünf Jahre für einen Steuerausgleich Zeit, doch sollten Sie nicht so lange warten. Das zuständige Finanzamt und Bundesministerium für Finanzen in Österreich haben sechs Monate Zeit für die Bearbeitung Ihres Antrags. Das bedeutet, je früher Sie den Antrag zum Lohnsteuerausgleich einbringen, desto eher bekommen Sie Ihr Geld.

Für den Ausgleich der Steuer können bei der Arbeitnehmerveranlagung Sonderausgaben, Werbungskosten und außergewöhnliche Belastungen angegeben und eingebracht werden. Damit wird die Steuer minimiert bzw. zurückbezahlt.

Formulare

Hier finden Sie alle notwendigen Formulare für den Steuerausgleich: Formular und Ausfüllhilfe

Welche Formulare brauche ich für den Lohnsteuerausgleich?

Für Ihren Steuerausgleich (Arbeitnehmerveranlagung) benötigen Sie das Formular L1. Für weitere Absetzbeträge oder Zusatzbeträge, wie Kinder oder ähnliches, benötigen Sie unter Umstände weitere Formulare. Diese finden Sie online in Ihrem Steuerkonto oder beim Finanzamt ausliegend.

Lohnsteuerausgleich-Formular online ausfüllen oder herunterladen unter service.bmf.gv.at. Sie können Ihren Steuerausgleich auch direkt mit einem Formular online unter finanzonline.gv.at durchführen.

  • Arbeitnehmerveranlagung: Formular L1
  • Außergewöhnliche Belastungen: Formular L1ab
  • Kinderfreibeträge, Unterhalt szahlungen, Belastungen mit Kindern: Formular L1k
  • Internationale Sachverhalte: Formular L1i

Dauer der Arbeitnehmerveranlagung

Alle Informationen zur Dauer der Durchführung und Auszahlung finden Sie hier:

Wie lange hat das Finanzamt Zeit meinen Steuerausgleich zu bearbeiten?

Nach dem man den Antrag gestellt bzw. die Steuererklärung eingereicht hat, stellt man sich zurecht die Frage "Wie lange braucht das Finanzamt für die Bearbeitung der Steuererklärung?" bzw. "Wie lange warte ich auf meinen Bescheid?". Alle Anträge und Bescheide, die beim Amt eingehen, werden der Reihe nach abgearbeitet. Das bedeutet, dass etwa zwischen Januar und März besonders lange Wartezeiten zu erwarten sind, da hier die meisten Anträge eingebracht werden.

Wichtig: Das Finanzamt hat bis zu sechs Monate Zeit um den Antrag bzw. die Steuererklärung zu bearbeiten.

Finanz online: Lohnsteuerausgleich online machen

Sie können die Arbeitnehmerveranlagung auch online unter finanzonline.bmf.gv.at durchführen und müssen nicht extra persönlich bei Ihrem Finanzamt erscheinen.

Berechnung

So berechnen Sie die Höhe der Rückzahlung bzw. Nachzahlung beim Steuerausgleich in Österreich:

Einkommensteuer & Lohnsteuerausgleich berechnen!

Wenn Sie vorab wissen möchten, wie viel Lohnsteuer Sie pro Jahr an das Finanzamt bezahlt haben, können Sie den Einkommensteuer-Rechner und Brutto-Netto-Rechner von finanz.at verwenden.

Mit dem Einkommensteuerrechner kann die zu zahlende Einkommensteuer vorab berechnet werden:

Einkommensteuerrechner
Brutto-Einkommen (jährlich):

Alle Angaben sind ohne Gewähr auf ihre Richtigkeit!

Einkommensteuer berechnen

So berechnen Sie die Steuer auf Ihr Brutto-Jahreseinkommen:

  • Tragen Sie Ihr jähliches Brutto-Einkommen ein.
  • Klicken Sie auf "berechnen".
  • Sie erhalten die Summe der fälligen Einkommensteuer.

Brutto-Netto Rechner für Ihre Lohnsteuer

Berechnen Sie jetzt Ihr Gehalt bzw. Ihren Lohn und die Lohnsteuer online!

Antrag zum Steuerausgleich zurückziehen

Innerhalb eines Monats nach Einreichung der Arbeitnehmerveranlagung kann der Antrag beim Finanzamt zurückgezogen werden, wenn das Ergebnis des Einkommensteuerbescheids für Sie negativ sein sollte und es sich um einen freiwilligen Antrag handelt. Das bedeutet, wenn Sie Einkommensteuer an das Finanzamt zahlen müssten, können Sie innerhalb eines Monats in Berufung gehen. Handelt es sich um einen Pflichtantrag, so müssen Sie die Einkommensteuer nachzahlen.

Jahreslohnzettel fehlt – was tun?

Ist der Jahreslohnzettel vom Arbeitgeber nicht bis Ende Februar dem Finanzamt übermittelt worden, können Sie keinen Lohnsteuerausgleich durchführen. Das kann vorkommen, wenn der Arbeitgeber beispielsweise in der Zwischenzeit Insolvent beantragt hat. In diesem Fall ist der zuständige Masseverwalter im Rahmen des Insolvenzverfahrens dafür zuständig Ihren Jahreslohnzettel zu übermitteln.

Kommt Ihr Arbeitgeber oder der zuständige Masseverwalter dieser Pflicht nicht nach, sollten Sie zunächst den Arbeitgeber oder Masseverwalter daran erinnern. Wird der Lohnzettel weiterhin nicht eingereicht, müssen Sie das Finanzamt darüber schriftlich informieren. Nun kann das Finanzamt die weiteren Maßnahmen ergreifen und Ihnen Ihren Lohnzettel für das genannte Jahr selbst erstellen, sodass Sie Ihren Lohnsteuerausgleich durchführen können.

Bei einem Ausgleich der Lohnsteuer wird Ihr Verdienst über das gesamte Jahr so berechnet, als hätten Sie jeden Monat gleich viel verdient. Sollten Sie innerhalb des Jahres Ihren Job / Arbeitgeber gewechselt haben oder eine Lohnerhöhung oder Gehaltserhöhung erhalten haben, wird die Steuer neu berechnet. In diesem Fall zahlt sich ein Ausgleich beim Finanzamt aus!

In der Regel erhält man durch den Steuerausgleich eine Lohnsteuergutschrift, die direkt auf Ihr Konto überwiesen wird. Sollten Sie neben Ihrem Arbeitnehmer-Verhältnis eine Selbstständigkeit ausüben und haben diese dem Finanzamt gemeldet, wird Ihnen die Steuergutschrift auf Ihrem Steuerkonto gutgeschrieben. Sie können frei entscheiden, ob Sie die Gutschrift bis zur Einkommensteuervorauszahlung für das nächste Jahr auf Ihrem Steuerkonto lassen oder das Geld auf Ihr Konto überwiesen werden soll.

Lohnsteuerausgleich – was kann ich abschreiben?

Folgende Ausgaben können Sie bei Ihrer Arbeitnehmerveranlagung geltend machen:

Alle Informationen zu Freibeträgen in Österreich finden Sie hier!

Machen Sie jetzt Ihren Lohnsteuerausgleich – früher Jahresausgleich – direkt online oder begeben Sie sich persönlich zu Ihrem Finanzamt! Steuerfrei sind zudem das verrechnete Kilometergeld mit 0,42 Euro, das Arbeitslosengeld und die Familienbeihilfe.

Rückerstattung bei Zahnspangen

Die Kosten für Zahnspangen - ob für Kinder oder erwachsende Menschen - können in der Arbeitnehmerveranlagung ebenfalls eingereicht und damit rückerstattet werden. Diese Fallen dabei unter sogenannte "außergewöhnliche Belastungen". Dabei können die gesamten Kosten der Zahnspange im vergangenen Kalenderjahr berücksichtigt und geltend gemacht werden.

Lohnsteuerausgleich 2019 für fünf Jahre machen!

Spätestens im März 2020 können Sie Ihren Jahresausgleich (Steuerausgleich) beim Finanzamt für die letzten fünf Jahre durchführen. 2020 kann demnach der Steuerausgleich für 2019, 2018, 2017, 2016 und 2015 durchgeführt werden. Wenn Sie keinen Antrag einreichen, wird - wie bereits beschrieben - die antragslose Veranlagung durchgeführt.

Wenn Sie Hilfe bei Ihrem Lohnsteuerausgleich benötigen, wenden Sie sich an einen professionellen Finanzamt Wien

Wichtige Information: Aufgund der Corona-Krise sollten Sie sich nicht direkt zum Finanzamt begeben. Führen Sie Ihren Steuerausgleich via FinanzOnline digital durch. Bei Fragen können Sie sich von Montag bis Freitag zwischen 08:00 und 17:00 Uhr telefonisch unter 050 233 790 bei der eingerichteten Hotline des Finanzamts melden.

Auf FinanzOnline können Sie den Lohnsteuerausgleich direkt online durchführen. Beantragen Sie Ihre Zugangsdaten zum Login unter finanzonline.bmf.gv.at.


Tipps zum Lohnsteuerausgleich: Was bedeutet Arbeitnehmerveranlagung?

Definition: Arbeitnehmerveranlagung (kurz ANV) bezeichnet die Durchführung eines Steuerausgleichs in Österreich beim Finanzamt. Mittels Formular können Absetzbeträge und Freibeträge geltend gemacht werden, wodurch sich die Lohnsteuer für das veranlagte Jahr je Arbeitnehmer verändert (reduziert oder erhöht).

Viele Parteien haben immer wieder in ihrem Wahlprogramm eine Steuersenkung als Versprechen an die Wähler. Meist sind das jedoch nur leere Wahlprogramm-Versprechen, die man auf der Parteiwebsite findet. Die letzte Steuerreform fand im Januar 2016 statt.

Häufige Fragen und Antworten


Wie kann ich den Lohnsteuerausgleich durchführen?

Die Arbeitnehmerveranlagung wird in Österreich automatisch für jeden Arbeitnehmer durchgeführt. Besteht eine Pflichtveranlagung für den Arbeitnehmer, so muss der Lohnsteuerausgleich selbst manuell eingereicht werden. Das kann mittels Formular L1 und Zusatz beim Finanzamt oder über FinanzOnline durchgeführt werden.


Lohnsteuerausgleich – was kann ich abschreiben?

Unter anderem können folgende Aufwände können abgesetzt werden: Alleinverdiener- und Alleinerzieherabsetzbetrag - Kinderzuschlag, Unterhaltsabsetzbetrag, Mehrkindzuschlag, Kinderfreibetrag, Pendlerpauschale , Pflichtversicherungsbeiträge aufgrund einer geringfügigen Beschäftigung, Freibeträge für Werbungskosten, Freibeträge für Sonderausgaben, Freibeträge für außergewöhnliche Belastungen, Freibeträge für Amtsbescheinigungen und Opferausweise oder Spenden.


Wo findet man die Formulare für den Steuerausgleich?

Das Formular L1 und alle zusätzlichen Formulare zur Arbeitnehmerveranlagung findet man direkt beim jeweiligen Finanzamt oder im Internet auf FinanzOnline. Alle Informationen dazu findet man auf Finanz.at.


Jahreslohnzettel fehlt – was tun?

Kommt Ihr Arbeitgeber oder der zuständige Masseverwalter dieser Pflicht nicht nach, sollten Sie zunächst den Arbeitgeber oder Masseverwalter daran erinnern. Wird der Lohnzettel weiterhin nicht eingereicht, müssen Sie das Finanzamt darüber schriftlich informieren.

Aktuelle Nachrichten:

Schlagzeilen und News:

Lohnsteuerausgleich ab jetzt für 2019 möglich

09.01.2020 | Steuern

Ab jetzt ist der Lohnsteuerausgleich auch für 2019 möglich. Der Familienbonus kann dabei erstmals beantragt werden. Für die Arbeitnehmerveranlagung ist das Vorliegen des Jahreslohnzettels notwendig.

Nur noch heute: Arbeitnehmerveranlagung für 2014 durchführen

31.12.2019 | Steuern

Noch heute, dem 31. Dezember 2019, können Arbeitnehmer in Österreich ihre Arbeitnehmerveranlagung für das Jahr 2014 durchführen. Ab 01. Januar 2020 ist der Lohnsteuerausgleich auch für das Jahr 2019 möglich.

Lohnsteuerausgleich für das Jahr 2014 nur noch bis 31. Dezember möglich

04.12.2019 | Steuern

Noch bis 31. Dezember können Arbeitnehmer in Österreich ihre Arbeitnehmerveranlagung für das Jahr 2014 durchführen. Ab 2020 ist der Lohnsteuerausgleich auch für das Jahr 2019 möglich.




Daniel Herndler
Autor:
Chef-Redaktion | Ressorts: Finanzen, Steuern und Wirtschaft
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte als Finanzexperte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
Email: dh@finanz.at | Twitter: @DanielHerndler
Stand: 22.03.2020, 20:20 Uhr