Der Bundeskanzler der Republik Österreich verdient ein Gehalt von monatlich 21.889 Euro brutto. Das entspricht einem Nettogehalt von 11.544,64 Euro pro Monat 14-mal jährlich. Die Sonderzahlungen werden quartalsweise ausbezahlt.

Das Gehalt des Bundeskanzlers der Republik Österreich

Der Bundeskanzler ist der Chef der Regierung und erhält dafür vom Staat einen gesetzlich geregelten Lohn. Anders als bei normalen Arbeitnehmern erhält dieser jedoch anstatt 14 Monatsgehälter 16. Der monatliche Bezug des österreichischen Bundeskanzlers beträgt 21.889 Euro brutto. Dies entspricht einem Nettobezug von 11.544,64 Euro. Das Urlaubs- und Weihnachtsgeld wird quartalsweise, also alle vier Monate, ausbezahlt und beträgt 19.010,02 Euro (Urlaubsgeld) und 16.990,36 Euro (Weihnachtsgeld). So ergibt sich ein jährlicher Bezug von 306.446 Euro brutto oder 174.536 Euro netto.

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Vergleich mit anderen Staats- und Regierungschefs

Damit liegt der österreichische Bundeskanzler beim Verdienst vor der deutschen Bundeskanzlerin (225.840 Euro brutto/Jahr), und der amerikanische Präsident liegt mit 331.473 Euro brutto (395.000 Dollar) nur knapp darüber. Grundsätzlich werden Politikergehälter anhand statistischer Faktoren wie der Größe der Bevölkerung und der Höhe der Wirtschaftsleistung bestimmt.

Die Bezüge der österreichischen Politiker werden anhand eines Ausgangsbetrags (Verdienst eines Nationalratsabgeordneten) in Prozent berechnet. Dabei wird das Salär eines einfachen Nationalratsabgeordneten mit 100 Prozent beziffert. Der österreichische Bundeskanzler verdient demnach 250 Prozent des Gehalts eines Nationalratsabgeordneten. Das höchste Salär wird an den Bundespräsidenten mit 280 Prozent ausbezahlt. Im Vergleich dazu erhält ein Landeshauptmann 200 Prozent des Ausgangswertes und ein Bundesratsmitglied nur 50 Prozent.

Zusätzlich zum staatlichen Lohn steht es aber der jeweiligen Partei frei, seine Abgeordneten zusätzlich zu bezahlen. Dies kommt in der Regel dann vor, wenn parteiintern zusätzliche Ämter wahrgenommen werden, die staatlich nicht honoriert werden. Als Beispiel für einen Empfänger einer Zuzahlung kann man Christian Kern ansprechen. Er bekam von der SPÖ rund 6.100 Euro monatlich zugezahlt, da er Parteichef war, im Nationalrat aber als einfacher Abgeordneter galt. Durch die Zuzahlung bekam er das gleiche Gehalt wie sein damaliger geschäftsführender Klubobmann Andreas Schieder.

Zusätzlich zum eigentlichen Verdienst gebührt einem Abgeordneten (sowie auch dem Bundeskanzler) eine nach oben gedeckelter Vergütung für alle Auslagen, die er zur Ausübung seines Mandats bezahlen muss. Dazu gehören zum Beispiel Fahrtkosten, Bürokosten oder Aufenthaltskosten.

Selbst wenn der Bundeskanzler der Ansicht ist, dass er zu viel verdient, darf er nicht auf einen Teil seines Lohns verzichten. In Österreich gibt es das sogenannte Verzichtsverbot, wonach Politiker nicht auf Gelder laut dem Bundesgesetz verzichten dürfen.

Wie in jedem Sektor werden auch die Bezüge der Politiker jährlich angehoben. Die Anhebung des Salärs orientiert sich dabei meist an der durchschnittlichen Anhebung der österreichischen Pensionen. Der Nationalrat hat jedoch die Möglichkeit, die Politikergehälter nicht anzuheben. Von dieser Möglichkeit hat er in der Vergangenheit auch schon Gebrauch gemacht.

Im letzten Abschnitt dieses Artikels werden die Gehälter der wichtigen Regierungschefs aller Welt kurz porträtiert. Neben den Gehältern für den österreichischen, deutschen und amerikanischen Regierungschef wird noch das Gehalt vom russischen und vom chinesischen Präsidenten beleuchtet, und als Abschluss wird noch der Verdienst des Präsidenten von Südkorea ermittelt.

Der russische Präsident verdient nach offiziellen Angaben 114.710 Euro im Jahr. Das entspricht einem monatlichen Einkommen von 9559,17 Euro. Der chinesische Präsident verdient hingegen nur 17.500 Euro pro Jahr. Dies entspricht einem monatlichen Gehalt von 1458,33 Euro. Am Ende des Rankings befindet sich der südkoreanische Präsident. Er verdient nur 172 Euro jährlich. Das entspricht einen Tageslohn von 66 Cent. Die Gehälter ausländischer Politiker sind aber immer im Verhältnis zu den dort vorherrschenden wirtschaftlichen Bedingungen und vor allem im Verhältnis zum Durchschnittslohn des Landes zu sehen.