Der Familienbonus Plus soll ab dem Jahre 2019 Familien, die ohnehin bereits durch die Zahlung von Steuern und die Kindererziehung für eine Zukunft des Landes einiges leisten, entlastet werden. Menschen, die arbeiten und gleichzeitig Kinder haben, sollen unterstützt werden. Der Familienbonus Plus ist hierbei ein Ergebnis der aktuellen Steuerreform.

Mit dem Familienbonus Unterstützung sollen in etwa 950.000 Familien und 1.600.000 Kinder von der Steuer in der Höhe von bis 1,5 Milliarden Euro befreit werden. So stellt der Familienbonus Plus die größte Unterstützungsmaßnahme dar, die es bisher gab.

Im Grunde handelt es sich bei dem Familienbonus um einen Steuerabsetzbetrag. Mit anderen Worten wird durch diesen die Steuerlast um 1.500 Euro pro Kind und Jahr direkt reduziert. Familien erhalten diesen im Allgemeinen solange, wie auch Familienbeihilfe für das betreffende Kind bezogen wird. Wird das Kind 18 Jahre alt, so steht der Familie immer noch ein Familienbonus zu, dieser ist jedoch auf 500 Euro pro Jahr und Kind reduziert. Dieser steht einem jedoch nur dann zu, wenn für das Kind auch weiterhin noch Familienbeihilfe bezogen wird. Alleinerziehende oder Alleinverdienende, die nur ein geringes Einkommen haben, bekommen in Zukunft einen Kindermehrbetrag in Höhe von maximal 250 Euro pro Jahr und Kind.

Bestimmungen und Regelungen zum Familienbonus

Im Nachfolgenden werden die grundlegenden Informationen über den Familienbonus Plus geklärt:

Deckelung bei Familienbonus Plus

Es wird im Zusammenhang mit dem Familienbonus Plus keinen Deckel geben. Begrenzt wird dieser nämlich nur einerseits durch die Höhe der eigenen Einkommenssteuer und der gesetzlich maximalen Höhe von 1.500 Euro pro Jahr und Kind bis zum 18. Lebensjahr und dem Maximalbetrag von 500 Euro pro Jahr und Kind nach Vollendung des 18. Lebensjahres. Müsste also eine Person, die zwei Kinder von bis zu 18 Jahren hat, 3.000 Euro Lohnsteuer bezahlen, so würde diese Person keine Einkommenssteuer mehr bezahlen müssen, da sie zu 100% von der Einkommenssteuer befreit sein würde (3.000 Euro – 2 * 1.500 Euro = 0 Euro).

Höhe des Gehalts

Grundsätzlich kann man den Familienbonus Plus schon bereits ab dem ersten Steuereuro beziehen, natürlich nicht in voller Höhe. Den Maximalbetrag kann ab einem monatlichen Bruttoeinkommen von mindestens zirka 1.700 Euro – wenn ein Kind in der Familie lebt – bezogen werden.

Aufteilung zwischen Ehepartner und Partner

(Ehe-)Partner können sich einigen, ob entweder einer der beiden den gesamten Familienbonus bezieht oder ob dieser in einem Verhältnis von 50% zu 50% aufgeteilt wird.

Anspruch auf Familienbonus Plus

Bei der Inanspruchnahme des Familienbonus Plus kann man im Allgemeinen zwischen zwei Varianten wählen. Dieser kann nämlich entweder über die Lohnverrechnung 2019 – also durch den Arbeitgeber – oder im Zuge der Steuererklärung bzw. Arbeitnehmerveranlagung 2019 (die Auszahlung wäre 2020) in Anspruch genommen werden. Wählt man erstere Variante, so muss man dies beim Arbeitgeber mit einem ausgefüllten Formular ab Dezember 2018 beantragen. Ansonsten gibt es eine Beilage im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung bzw. Steuererklärung, die man ausfüllen muss.

Kinder im Ausland

Nur Kindern, die im Inland leben, steht der Familienbonus Plus in der gesetzlichen Höhe zu. Für Kinder, die im EU bzw. EWR-Raum und in der Schweiz leben, wird der Familienbonus indexiert, also an das Preisniveau angepasst und ausbezahlt. Für all jene Kinder, die nicht im Inland oder im EU-/EWR-Raum oder der Schweiz leben, gibt es auch keinen Familienbonus Plus.

Geringverdiener und nicht steuerzahlende Eltern

Wie bereits erwähnt, soll der Familienbonus Plus zur Entlastung der Steuer dienen. So entfällt der zu zahlende Steuerbetrag bei geringverdienenden Eltern zur Gänze, wenn der zu zahlende Steuerbetrag kleiner ist, als der Familienbonus, den man erhält. Es gibt auch den Kindermehrbetrag, der bereits oben beschrieben wurde. Dieser steht jedoch Personen, die seit mindestens 11 Monaten oder anders gesagt 330 Tagen Arbeitslosengeld oder Mindestsicherung beziehen, nicht zu.

Menschen mit Behinderungen

Es gibt durch das Inkrafttreten des Familienbonus Plus und dessen Regelungen keinerlei Schlechterstellung oder Benachteiligungen für Menschen mit Behinderung bzw. Eltern von Kindern mit Behinderungen. Wie bereits erwähnt ist der Anspruch auf den Familienbonus mit dem Anspruch auf Familienbeihilfe verknüpft. So kann den Eltern von Kindern mit Behinderungen zukünftig nicht nur der Bezug von Familienbeihilfe, sondern ferner auch der des Familienbonus zustehen. Der erhöhte Familienbeihilfenanspruch bleibt hierbei weiterhin bestehen.

Familienbonus Plus bei getrenntlebenden Eltern

Wenn die Eltern eines Kindes getrennt leben, so kann der Familienbonus Plus von der erziehungsberechtigten Person oder von der Person, die Unterhaltszahlungen leistet bezogen werden – auch hier ist eine Aufteilung des Bezugs möglich. Hier gilt dasselbe, wie bereits oben unter dem Punkt der Aufteilung des Familienbonus angeführt war.