29.10.2019, 12:34 Uhr | von | Arbeitnehmer

Gestern Abend, 28.10.2019, gab es in der fünften Runde der Metaller-Verhandlungen einen Durchbruch. Der Mindestlohn steigt auf 2.000 Euro und die Löhne bzw. Gehälter werden um durchschnittlich 2,7 % erhöht.

Metaller-Lohnverhandlungen: Fairer Abschluss
Bild: pixabay.com / rawpixel

Nach langen Verhandlungen gab es bei der gestrigen, fünften Runde der Lohnverhandlungen der Metaller überraschend eine Einigung. Ab 1. November erhalten die rund 130.000 Beschäftigten in der metalltechnischen Industrie eine Erhöhung der Löhne und Gehälter von durchschnittlich 2,7 %. Es gibt eine Staffelung nach Beschäftigungsgruppen.

Der Mindestlohn beziehungsweise das Mindestgrundgehalt, welches im Kollektivvertrag geregelt ist, wird von 1915 € auf 2000 € brutto monatlich erhöht. Außerdem wurde eine Steigerung der Zulagen um 2,6 %, eine Diätensteigerung um 2 % und eine Lehrlingsentschädigungssteigerung von 2,7 % vereinbart. Es gab aber auch weitere Ergebnisse, die erzielt wurden. So können etwa Jubiläumsgelder von Beschäftigten ab April 2020 in bezahlte Freizeit umgewandelt werden. Hierbei kann der Verbrauch individuell vereinbart werden.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer einigten sich im Vorjahr nach sieben Verhandlungsrunden auf eine durchschnittliche Erhöhung von 3,5 %, die Gewerkschaft forderte zum damaligen Zeitpunkt 5 %.

Am Ende der elfstündigen Verhandlung zeigte sich die Gewerkschaft sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Außerdem ist von einem fairen Abschluss die Rede. Aber nicht nur die Arbeitnehmer bzw. die Gewerkschaft, sondern auch die Arbeitgeber waren mit dem Ergebnis zufrieden. Von Seiten der Arbeitgeber heißt es, dass man froh ist, einen Abschluss zu erzielen. Außerdem wäre das Gesamtpaket vertretbar. Die Arbeitnehmer-Vertreter hatten schon im Voraus für den Falle einer Nichteinigung eine österreichweite Betriebsversammlung geplant.

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Richard Baidinger
Email: rb@finanz.at
Redakteur, Ressort Wirtschaft und Finanzen
Experte für Wirtschaft und Finanzen
Redaktion | Kontakt | Wien
Richard Baidinger ist Experte und Redakteur für Bank- und Finanzwirtschaft aus Wien.

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