Beim Steuerausgleich holt man sich heuer durchschnittlich mehr als 1.000 € zurück. Mit der neuen App gelingt das in wenigen Minuten. Jetzt App herunterladen!
Hohe Lebenshaltungskosten rücken das Einkommen für viele Beschäftigte stärker denn je in den Fokus. Ein aktueller Gehaltscheck zeigt nun, in welchen Branchen in Österreich besonders gut verdient wird – und wo die regionalen Spitzen liegen.
Grundlage der Auswertung ist der jüngste Gehaltsreport der Arbeitgeberbewertungsplattform Kununu, für den mehr als 91.000 Gehaltsangaben von Vollzeitbeschäftigten ausgewertet wurden. Berücksichtigt wurden Meldungen zwischen Januar und Dezember 2025, inklusive Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
Hier werden die höchste Gehälter gezahlt
An der Spitze der Branchen liegt erneut die IT. Mit einem durchschnittlichen Bruttojahres Gehalt von 62.673 Euro hebt sich der Sektor klar vom österreichweiten Schnitt ab, der bei 51.185 Euro liegt. Bereits im Vorjahr führte die IT das Ranking an, damals allerdings noch mit knapp unter 59.000 Euro. Die Gehälter sind damit innerhalb eines Jahres deutlich gestiegen.
Hinter der IT folgen weiterhin das Bankwesen und der Energiesektor. Bankenangestellte kommen im Schnitt auf 58.660 Euro brutto pro Jahr, Beschäftigte im Energiebereich auf 58.231 Euro. Beide Branchen bleiben damit zwar unter der 60.000-Euro-Marke, zählen aber weiterhin zu den bestbezahlten Bereichen des Landes. Neu in den Top fünf sind Forschung und Entwicklung mit 57.695 Euro sowie der Maschinenbau mit durchschnittlich 56.699 Euro. Diese beiden Bereiche haben damit Medizin/Pharma und Beratung/Consulting aus den Spitzenrängen verdrängt.
Die Höhe des Netto-Gehalts kann mit dem Brutto-Netto-Rechner für 2026 auf Finanz.at berechnet werden.
Mit der neuen Steuer-App kann man in wenigen Minuten den Steuerausgleich einreichen und sich die Gutschrift vom Finanzamt zurückholen. Durchschnittlich sind über 1.000 Euro möglich. Jetzt App herunterladen und starten!
Einkommen nach Berufsgruppen
Ein Blick auf einzelne Berufsgruppen zeigt allerdings ein noch deutlicheres Bild. Am höchsten fallen die Einkommen bei Ärztinnen und Ärzten aus, die im Schnitt auf mehr als 95.000 Euro brutto pro Jahr kommen. Dahinter folgen Softwarearchitektinnen und Softwarearchitekten mit rund 82.500 Euro. Ebenfalls weit oben liegen Manager, Product Owner sowie Key Account Manager, die allesamt deutlich über 70.000 Euro jährlich verdienen.
Auch regional gibt es spürbare Unterschiede. Auf Ebene der Bundesländer liegen Wien, Vorarlberg und Oberösterreich an der Spitze. In Wien beträgt das durchschnittliche Jahresgehalt 53.293 Euro, knapp dahinter folgen Vorarlberg mit 52.740 Euro und Oberösterreich mit 51.461 Euro. Salzburg bleibt mit knapp unter 50.000 Euro bereits etwas zurück. Im Städtevergleich führt allerdings nicht die Bundeshauptstadt, sondern Linz: Dort liegen die Durchschnittsgehälter mit 53.330 Euro minimal über jenen Wiens. Es folgen Villach, Graz und die Stadt Salzburg.
Neben Branche und Standort spielt auch die Unternehmensgröße eine zentrale Rolle. Am besten zahlen laut Auswertung Betriebe mit 1.000 bis 10.000 Beschäftigten, wo im Schnitt rund 55.800 Euro brutto pro Jahr erreicht werden. Kleine Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitenden liegen mit etwa 49.100 Euro deutlich darunter.
Berufserfahrung hat großen Einfluss auf Gehaltshöhe
Ein weiterer starker Einflussfaktor ist die Berufserfahrung. Berufseinsteigerinnen und -einsteiger mit bis zu drei Jahren Erfahrung verdienen durchschnittlich rund 42.700 Euro. Nach sechs bis zehn Jahren steigt das Einkommen auf etwa 52.600 Euro, mit mehr als zehn Jahren Berufserfahrung auf knapp 57.800 Euro. Kommt Personalverantwortung hinzu, erhöht sich das Gehalt im Schnitt um weitere 8.600 Euro pro Jahr.
Besonders stark fällt dieser Effekt im Bankwesen aus. Dort steigt das Einkommen vom Einstieg bis zu mehr als zehn Jahren Berufserfahrung um rund 41 Prozent. Mit Führungsverantwortung kann sich das Gehalt sogar um fast 60 Prozent erhöhen. Branchenübergreifend liegt der Einkommenszuwachs durch Personalverantwortung bei etwa 27 Prozent.
Unverändert groß bleibt hingegen die Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern. Frauen kommen laut Gehaltscheck im Schnitt auf 45.699 Euro brutto jährlich, Männer auf 54.424 Euro. Der Gender-Pay-Gap liegt damit bei rund 16 Prozent und zeigt sich über alle Karrierestufen hinweg – vom Berufseinstieg bis zur Führungsposition. Fachleute sehen in der geplanten Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie eine Chance, diese Lücke zu verkleinern. Entscheidend wird jedoch sein, wie konsequent Politik und Unternehmen die neuen Vorgaben umsetzen.
Die Höhe des Netto-Gehalts kann mit dem Brutto-Netto-Rechner für 2026 auf Finanz.at berechnet werden.
Mehr Informationen: Gehalt

