Mindestens 1.022 Euro mehr pro Jahr: Neue Gehaltserhöhung für Zehntausende ab April

Mehr als zehntausend ArbeitnehmerInnen erhalten ab April 2026 mehr Gehalt. Mindestens sind über 1.000 Euro pro Jahr möglich. Wie viel das netto bedeutet und weitere Details findet man hier auf Finanz.at.

12.03.2026, 07:00 Uhr von
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Bildquelle: Finanz.at (Montage) / Euro

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Für die mehr als 10.000 Beschäftigten in österreichischen Privatkliniken gibt es bald mehr Geld. Arbeitgeber und Gewerkschaften haben sich nach fünf Verhandlungsrunden auf einen neuen Kollektivvertrag für die Branche geeinigt. Der Abschluss gilt für die Mitarbeiter der privaten Krankenanstalten in ganz Österreich und tritt mit 01. April 2026 in Kraft.

Die Gehälter und Zulagen steigen ab diesem Zeitpunkt grundsätzlich um drei Prozent. Für Einkommen bis 3.750 Euro brutto pro Monat gilt die volle Erhöhung von drei Prozent. Bei höheren Gehältern fällt das Plus etwas geringer aus: Hier beträgt die Steigerung 2,75 Prozent, mindestens jedoch 73 Euro pro Monat.

Die Höhe des neuen Netto-Gehalts und einer Gehaltserhöhung kann mit dem Brutto-Netto-Rechner für 2026 auf Finanz.at berechnet werden.

Auch Verbesserungen von Arbeitsbedingungen

Neben der Gehaltserhöhung bringt der neue Kollektivvertrag auch Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen. Unter bestimmten Voraussetzungen erhalten Beschäftigte künftig einen Rechtsanspruch auf Altersteilzeit sowie auf das Modell der Teilpension, das einen gleitenden Übergang in den Ruhestand ermöglichen soll.

Auch für das Jahr 2027 gibt es bereits eine Vereinbarung. Ab April 2027 sollen Gehälter und Zulagen um 85 Prozent der rollierenden Inflation angehoben werden. Damit soll eine gewisse Planungssicherheit für Beschäftigte und Arbeitgeber geschaffen werden.

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"Intensive Gespräche"

Der Abschluss kam erst nach intensiven Gesprächen zustande. Insgesamt wurde mehr als zwölf Stunden verhandelt, bevor die Arbeitgeberseite im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung dem Ergebnis zustimmte. Laut Stefan Günther, Vizepräsident und Verhandlungsführer des Verbands der Privatkrankenanstalten, sei der Kompromiss angesichts der unterschiedlichen wirtschaftlichen Situationen der Einrichtungen nicht einfach gewesen. Die Zustimmung der Arbeitgeber sei diesmal auch nicht mehr einstimmig ausgefallen, da die Finanzierung für manche Einrichtungen zunehmend schwieriger werde.

Trotzdem wertet die Branche den Abschluss als wichtiges Signal gegenüber den Beschäftigten im Gesundheitsbereich, deren Arbeit angesichts steigender Anforderungen und Personalmangels zunehmend im Fokus steht.

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Mehr Informationen: Brutto-Netto-Rechner

Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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