Beim Steuerausgleich holt man sich heuer durchschnittlich mehr als 1.000 € zurück. Mit der neuen App gelingt das in wenigen Minuten. Jetzt App herunterladen!
Ab dem 01. Januar 2026 müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Wien mit spürbar weniger Nettogehalt rechnen. Grund dafür ist die Erhöhung des Wohnbauförderungsbeitrags, die Teil des Sparkurses der Stadt Wien ist.
Auch aufgrund der höheren Sozialversicherungsbeiträge ab 2026 werden viele Arbeitnehmer - unabhängig ihres Wohnortes - weniger Netto erhalten. Und das trotz der erneuten, teilweisen Abschaffung der kalten Progression. Finanz.at hat berichtet, wer und ab welchem Gehalt man davon betroffen sein wird.
Zudem steigt das Service-Entgelt für die e-card ab 2026 von derzeit 13,80 Euro auf 25,00 Euro. Die Einhebung wird jedoch bereits am 15. November 2025 fällig und reduziert somit das November-Gehalt der Beitragspflichtigen, wie u.a. die ÖGK berichtet.
Höherer Gehaltsabzug
Derzeit beträgt der Beitrag 0,5 Prozent des Bruttogehalts für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Ab Jänner 2026 steigt er für Wienerinnen und Wiener auf 0,75 Prozent – also um die Hälfte. Damit fließen künftig rund 200 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich in die Stadtkassa.
Die Anpassung betrifft alle regulär Beschäftigten in Wien. Laut Berechnungen bedeutet das:
- bei 2.000 Euro brutto: rund 60 Euro weniger im Jahr
- bei 3.000 Euro brutto: etwa 90 Euro weniger
- bei 3.500 Euro brutto: rund 105 Euro weniger
- bei 5.000 Euro brutto: ca. 150 Euro weniger
- bei der Höchstbeitragsgrundlage (6.450 Euro): rund 184 Euro weniger jährlich
Das neue Netto-Gehalt 2026 nach Erhöhung der Grenzwerte der Lohnsteuertabelle (Abschaffung der kalten Progression) und der SV-Beiträge aufgrund der Aufwertungszahl kann mit dem Brutto-Netto-Rechner auf Finanz.at für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich bereits jetzt berechnet werden. Darin werden die Lohnsteuersenkung, SV-Beiträge und Absetzbeträge ab kommendem Jahr bereits berücksichtigt.
Teil des Wiener Sparkurses
Die Maßnahme ist Teil der geplanten Budgetkonsolidierung, mit der Finanzstadträtin Barbara Novak (SPÖ) bis 2026 rund zwei Milliarden Euro einsparen will. Neben dem höheren Wohnbauförderungsbeitrag werden auch Gebühren, Parkkosten und Öffi-Tickets teurer.
Ausnahmen
Nicht betroffen sind:
- Lehrlinge
- Geringfügig Beschäftigte
- Freie Dienstnehmer
- Hausbesorger
- Beschäftigte in der Land- und Forstwirtschaft
Die gesetzliche Grundlage bildet das Wohnbauförderungsbeitragsgesetz 2018, das den Ländern die Erhebung dieser lohnabhängigen Abgabe erlaubt.
Damit steht fest: 2026 wird für Wiener Arbeitnehmer ein Jahr mit mehr Abgaben und weniger Netto – ein weiterer Schritt im harten Sparkurs der Stadt.
Mehr Informationen: Brutto-Netto-Rechner

