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Für rund 16.500 Beschäftigte im Baunebengewerbe gibt es einen neuen Kollektivvertrag. Die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) konnte sich mit den Arbeitgebern auf eine Lohnerhöhung von 3,5 Prozent einigen. Nach Angaben der Gewerkschaft profitieren davon unter anderem Beschäftigte im Fliesenlegergewerbe.
Ein Facharbeiter in der Bauindustrie erhält durch den Abschluss künftig rund 1.690 Euro mehr Bruttoeinkommen pro Jahr. Fliesenleger können mit einem jährlichen Plus von rund 1.550 Euro rechnen.
Die Höhe des neuen Netto-Gehalts und einer Gehaltserhöhung kann mit dem Brutto-Netto-Rechner für 2026 auf Finanz.at berechnet werden.
Die Gewerkschaft spricht von einem wichtigen Abschluss angesichts der weiterhin hohen Lebenshaltungskosten. Jeder Euro mehr im Geldbörsel der Beschäftigten stärke nicht nur die Kaufkraft der Arbeitnehmer, sondern komme auch deren Familien zugute.
Positiv hebt die GBH auch den Verlauf der Verhandlungen hervor. Diese seien von Offenheit, Fairness und gegenseitigem Respekt geprägt gewesen. Das zeige, dass die Sozialpartnerschaft auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten funktioniere.
Weitere Einigungen seit kurzem fix
Der Abschluss reiht sich in eine Serie neuer Kollektivverträge ein, die in den vergangenen Wochen erzielt wurden, wie Finanz.at berichtet hat. Erst kürzlich konnten sich auch die Sozialpartner in der Chemischen Industrie auf einen neuen KV einigen. Dort erhalten rund 50.000 Beschäftigte rückwirkend ab 1. Mai 2026 eine Erhöhung der Ist-Löhne und Ist-Gehälter um 1,8 Prozent, maximal jedoch 100 Euro pro Monat. Zusätzlich wurde eine Einmalzahlung von 300 Euro beziehungsweise alternativ ein zusätzlicher freier Tag vereinbart.
Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und Mindestgehälter in der Chemischen Industrie steigen um zwei Prozent, ebenso die Lehrlingseinkommen. Darüber hinaus wurde eine zusätzliche Woche Pflegefreistellung für Eltern von Kindern mit Behinderung beschlossen. Lehrlinge erhalten künftig außerdem Prämien von 150 Euro bei ausgezeichnetem beziehungsweise 100 Euro bei gutem Erfolg bei der Lehrabschlussprüfung.
Während der Abschluss im Baugewerbe vergleichsweise rasch erzielt werden konnte, waren in der Chemischen Industrie insgesamt acht Verhandlungsrunden sowie Betriebsversammlungen, Warnstreiks und befristete Streiks notwendig, bevor sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf einen Kompromiss einigen konnten.

