Autofahren wird erneut teurer - Diese Kosten steigen jetzt deutlich an

Das Autofahren und der öffentliche Verkehr wird 2026 für viele erneut teurer. Was sich alles ändert und wie hoch die Mehrbelastung ausfallen wird, findet man hier auf Finanz.at.

17.01.2026, 07:30 Uhr von
KFZ
Bildquelle: Finanz.at / KFZ

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Seit Jahresbeginn 2026 wird Mobilität in Österreich erneut teurer. Autofahrer wie auch Öffi-Nutzer müssen mit höheren Fixkosten rechnen. Gleichzeitig gibt es punktuelle steuerliche Entlastungen, vor allem für Pendler. Der Mobilitätsclub ÖAMTC fasst die wichtigsten Änderungen zusammen.

Vignette steigt, Klebevignette läuft aus

Die Autobahn Vignette wird 2026 inflationsbedingt teurer. Für Pkw kostet die Jahresvignette künftig 106,80 Euro, für Motorräder 42,70 Euro. Auch die 10-Tages- und 2-Monats-Vignetten verteuern sich entsprechend. 2026 ist zudem das letzte Jahr mit der klassischen Klebevignette – ab 2027 wird ausschließlich die digitale Variante angeboten.

Öffentlicher Verkehr deutlich teurer

Auch bei den Öffis ziehen die Preise an. Das österreichweite Klimaticket steigt mit Jahresbeginn von 1.300 auf 1.400 Euro. Regionale Klimatickets folgen diesem Trend. Besonders stark fällt die Erhöhung in Wien aus: Die Jahreskarte der Wiener Linien kostet künftig 467 Euro, in der digitalen Variante 461 Euro. Damit wird der öffentliche Verkehr für viele Pendler spürbar teurer.

Höhere Steuern für neue Autos

Für bereits zugelassene Fahrzeuge ändert sich an der motorbezogenen Versicherungssteuer nichts. Wer jedoch 2026 ein neues Auto anmeldet, muss in vielen Fällen tiefer in die Tasche greifen. Bei neuen Verbrennern steigt die Steuer meist um rund 35 Euro pro Jahr. Bei Plug-in-Hybriden können strengere Abgas- und CO2-Werte zu höheren Abgaben führen. Für Elektroautos bleibt die seit April 2025 geltende Besteuerung unverändert.

NoVA-Anstieg und weniger Rückerstattung

Auch die Normverbrauchsabgabe (NoVA) steigt mit Jahreswechsel für viele Neuwagen – abhängig vom CO2-Ausstoß. Elektroautos und die meisten Plug-in-Hybride bleiben weiterhin NoVA-befreit. Eine Übergangsregelung gilt für früh Entschlossene: Wer bis 1. Dezember 2025 einen Kaufvertrag abschließt und das Fahrzeug bis spätestens 1. April 2026 übernimmt, zahlt noch die niedrigeren NoVA-Sätze von 2025.

Ab Mitte 2026 wird zudem die Rückerstattung der NoVA beim Weiterverkauf oder Export stark eingeschränkt. Sie ist dann nur noch für Fahrzeuge mit höchstens vier Jahren Erstzulassung möglich.

Die neue Höhe der NoVA kann mit dem NoVA-Rechner für 2026 auf Finanz.at berechnet werden.

CO2-Preis bleibt, Pendler profitieren

Unverändert bleibt 2026 der CO2-Preis von 55 Euro pro Tonne. An der Zapfsäule bedeutet das weiterhin rund 16,5 Cent pro Liter Diesel und etwa 15 Cent pro Liter Benzin an CO2-Abgabe.

Entlastungen gibt es hingegen für Berufstätige mit Arbeitsweg: Der Verkehrsabsetzbetrag steigt auf 496 Euro pro Jahr. Zusätzlich wird der Pendlereuro deutlich erhöht. Künftig werden pro Kilometer zwischen Wohn- und Arbeitsort sechs Euro von der Lohnsteuer abgezogen – unabhängig davon, ob mit Auto oder Öffis gependelt wird.

Strom für das Firmen-E-Auto

Für Arbeitnehmer mit E-Firmenwagen bleibt das Laden zu Hause steuerlich begünstigt. Arbeitgeber können 2026 weiterhin einen pauschalen Stromkostenersatz leisten – konkret 32,806 Cent pro Kilowattstunde, steuerfrei.

Unterm Strich bringt 2026 für Autofahrer höhere laufende Kosten bei Vignette, Neuwagen und vielfach auch beim öffentlichen Verkehr. Entlastungen gibt es vor allem über das Steuersystem – sie federn die Mehrbelastungen ab, gleichen sie aber nicht vollständig aus.

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aktualisiert: 17.01.2026, 07:30 Uhr
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Mehr Informationen: NoVA-Rechner

Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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