Fast 1.700 Euro weniger Pension - Schutzklausel gefordert

Hunderttausende PensionistInnen könnten in den nächsten beiden Jahren jeweils bis zu 1.700 Euro verlieren. Diese Pensionsfalle wird durch die aktuell hohe Inflation verursacht. Die Opposition erhöht nun den Druck auf das Sozialministerium. Alle Details findet man hier auf Finanz.at.

25.07.2023, 07:00 Uhr von
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Wie berichtet, könnte die "Pensionsfalle" einen Verlust von bis zu 1.700 Euro pro Jahr bringen. Die SPÖ erhöht daher nun den Druck auf die Regierung, hierbei endlich eine Lösung zu beschließen. Sie spricht sogar in diesem Zusammenhang sogar von einem "Pensionsraub". Seitens Sozialministerium möchte man das Problem bis Herbst aus der Welt schaffen.

Pro Jahr treten rund 100.000 Menschen in Österreich ihre Pension an. Dabei kommt es für viele aufgrund der aktuell noch hohen Inflation zu einer "Falle", die sich auf die Höhe der Pensionsbezüge auswirkt. Schätzungen der Arbeiterkammer ergeben, dass PensionistInnen bis zu 1.700 Euro pro Jahr verlieren könnten.

Verlust durch rückwirkende Aufwertung

Die Ursache für diesen Verlust ist, dass die auf das Pensionskonto einbezahlten Beitrage deutlich geringer aufgewertet werden. Diese Aufwertung geschieht jährlich rückwirkend, da die Inflationshöhe vorab nicht bekannt ist. Dieser Vorgang kann jedoch mehrere Jahre in Anspruch nehmen, sodass die Aufwertung nicht der aktuell hohen Inflation, sondern einem deutlich niedrigerem Wert entspricht.

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Wer 2024 oder 2025 seine oder ihre Pension antritt, erhält diese Aufwertung möglicherweise auf Grundlge eines niedrigeren Wertes vor der aktuellen Teuerungskrise. Die Bruttolöhne sind erst mit 2023 aufgrund der hohen Inflation um 8,2 Prozent gestiegen.

Zeitpunkt des Pensionsantritts entscheidend

So kann bereits ein um einen Monat späterer Pensionsantritt (01. Januar 2024 statt 01. Dezember 2023) einen Unterschied von fast sechs Prozent in der Aufwertung der Pensionsbezüge verursachen, wie die Krone errechnet. Die SPÖ fordert daher eine "Schutzklausel", die die Pensionsansprüche für das heurige Jahr mit 5,6 Prozent und für 2024 mit 9,5 Prozent aufwertet.

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Daniel Herndler
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Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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