Für einen Anspruch auf den Absetzbetrag müssen bestimmte Voraussetzungen in Zusammenhang mit dem jährlichen Einkommen beziehungsweise der Höhe der Pension auf den Antragsteller bzw. Pensionisten zutreffen. Die Voraussetzungen auf den erhöhten Pensionistenabsetzbetrag sind dabei noch umfassender. Hierbei wird auch der Partner in die Berücksichtigung miteinbezogen.

Höhe

Der Pensionistenabsetzbetrag wird in Österreich automatisch jedem Pensionisten mit einem steuerpflichtigen Einkommen von jährlich weniger als 25.000 Euro gewährt. Der Absetzbetrag vermindert sich gleichmäßig bei Bezügen zwischen 17.000 und 25.000 Euro auf 0 Euro. Der Betrag wird damit „eingeschliffen“. Er beträgt maximal 400 Euro jährlich pro Pensionisten.

Erhöhter Pensionistenabsetzbetrag

Ein erhöhter Pensionistenabsetzbetrag beträgt statt 400 Euro pro Kalenderjahr maximal 764 Euro. Folgende Voraussetzungen müssen für einen Anspruch auf den erhöhten Pensionistenabsetzbetrag in Österreich zutreffen:

  • Die jährlichen steuerpflichtigen Einkünfte betragen höchstens 25.000 Euro.
  • Der Begünstigte lebt mindestens sechs Monate in einer eingetragenen Partnerschaft oder in einer Ehe.
  • Die Einkünfte des Partners oder der Partnerin übersteigen 2.200 Euro pro Jahr nicht.
  • Der Pensionist oder die Pensionistin, die den Antrag stellt, hat keinen Anspruch auf einen Alleinverdienerabsetzbetrag .

Antrag

Ein Antrag auf den Pensionistenabsetzbetrag ist nicht notwendig. Der erhöhte Absetzbetrag von 764 Euro muss jedoch mittels Formular E30 beim Finanzamt beantragt beziehungsweise beansprucht werden.

Das Formular E30 wird gemeinsam mit dem Formular L1 zur Arbeitnehmerveranlagung entweder elektronisch via FinanzOnline übermittelt oder in Papierform direkt beim zuständigen Finanzamt oder der pensionsauszahlenden Stelle in Österreich eingebracht.

Negativsteuer

Der Pensionistenabsetzbetrag wird bei einer Negativsteuer in Österreich nicht beachtet.

Aktueller Stand: 08/2019 - Autor: