Höhere Familienbeihilfe - So viel Geld bekommt man pro Kind

Die Valorisierung der Sozialleistungen wird ab 2023 in Kraft treten. Damit werden Leistungen, wie die Familienbeihilfe, Krankengeld, die Studienbeihilfe und weitere Beträge zukünftig jährlich an die Inflationshöhe angepasst. Die neue Höhe der Familienbeihilfe wird zwischen rund 120 Euro und 174 Euro pro Kind liegen.

16.09.2022, 08:45 Uhr von
Familie
Bildquelle: Finanz.at / Montage / Familie

Wie die Bundesregierung am Mittwoch im Ministerrat vereinbart hat, wird nun die angekündigte Valorisierung der Sozialleistungen gemeinsam mit der Abschaffung der kalten Progression im Nationalrat beschlossen werden.

Information

Einen Entlastungsrechner zur Abschaffung der kalten Progression ab 2023 findet man hier auf Finanz.at.

Die Sozialleistungen sollen jährlich um die volle Höhe der Inflation des Vorjahres steigen. Für die erste Anpassung soll dafür ab Januar 2023 die Inflation von Juli 2021 bis Juni 2022 herangezogen werden. Diese beträgt im Durchschnitt 5,24 Prozent. Damit würden laut geplanter Gesetzesvorlage nach Ministerratsbeschluss die entsprechenden Leistungen um eben diesen Wert ansteigen.

Erhöhung der Familienbeihilfe ab 2023

Konkret bedeutet das, dass beispielsweise die Familienbeihilfe von derzeit (je nach Alter) 114,00 Euro bis 165,10 Euro auf zukünftig 119,97 Euro bis 173,75 Euro ansteigen wird. Für eine Familie mit zwei Kinder im Alter von 12 und 14 Jahren bedeutet das ab 2023 einen monatlichen Mehrbetrag von 15,56 Euro monatlich.

Höhe der Familienbeihilfe pro Monat

Alter des Kindes 2022 2023 *
ab Geburt 114 Euro 119,97 Euro
ab 3 Jahren 121,90 Euro 128,29 Euro
ab 10 Jahren 141,50 Euro 148,91 Euro
ab 19 Jahren 165,10 Euro 173,75 Euro

Geschwisterstaffelung

Bei zwei oder mehr Kindern mit Anspruch auf die Familienbeihilfe wird zusätzlich eine Geschwisterstaffelung pro Kind ausgezahlt. Diese wird ebenso an die Inflationshöhe valorisiert werden.

Geschwisterstaffel 2022 2023 *
2 Kinder 7,10 Euro 7,47 Euro
3 Kinder 17,40 Euro 18,31 Euro
4 Kinder 26,50 Euro 27,89 Euro
5 Kinder 32,00 Euro 33,68 Euro
6 Kinder 35,70 Euro 37,57 Euro
7 Kinder + 52,00 Euro 54,72 Euro

* Berechnung basierend auf Inflation von 5,24 % für 07/21 bis 06/22 - Angaben ohne Gewähr.

Familienbonus steigt um 500 Euro

Ab 30. September wird der Familienbonus auf 2.000 Euro erhöht. Er steigt damit vorgezogen um 500 Euro pro Kind und Jahr. Diese Maßnahme ist ein Teil der öko-sozialen Steuerreform und tritt aufgrund der Teuerung nun früher als geplant in Kraft. Damit werden Familien zusätzlich entlastet.

Wird der Familienbonus unterjährig bei der Lohnverrechnung berücksichtigt, so wird der Mehrbetrag für das Jahr 2022 aufgerollt. Andernfalls kann er rückwirkend ab 2023 beim Lohnsteuerausgleich beantragt werden.

Noch mehr Geld beim Steuerausgleich!
Mit taxefy holen sich ArbeitnehmerInnen durchschnittlich 748 Euro pro Jahr vom Finanzamt zurück.
taxefy App

Valorisierung aller Sozialleistungen

Auch andere Sozialleistungen, wie das Krankengeld, Reha- und Umschulungsgeld, aber auch die Studienbeihilfe und weitere Familienleistungen, wie der Mehrkindzuschlag und der Kinderabsetzbetrag werden jährlich an die Inflationsrate angeglichen. Das entsprechende Bundesgesetz soll nun dem Nationalrat zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Information

Alle Informationen zur Abschaffung der kalten Progression ab 2023 inkl. Entlastungsrechner findet man hier auf Finanz.at.

Mehr Informationen: Familienbeihilfe

News in Steuern
Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
Buchhaltungssoftware
Kostenlos Rechnungen, Angebote und mehr erstellen mit der Software von Finanz.at!