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Auf Österreichs Pensionisten kommt im November eine zusätzliche Belastung zu, nachdem bereits fixiert wurde, dass die Pensionserhöhung 2027 für viele geringer ausfallen wird. Erstmals müssen nämlich auch Ruheständler die e-Card-Gebühr bezahlen – eine Abgabe, die bisher nur Arbeitnehmer betroffen hat. Ausgenommen bleiben lediglich Bezieher der Ausgleichszulage.
Damit trifft die neue Regelung mehr als zwei Millionen Pensionisten in Österreich. Die Gebühr wird laut Dachverband der Sozialversicherungsträger gemeinsam mit der Pension für November 2026 eingehoben und gilt bereits für das Jahr 2027. Auch die Pensionsversicherungsanstalt bestätigt, dass der Betrag voraussichtlich direkt von der November-Pension abgezogen wird.
Mit dem Pensionsrechner für 2027 auf Finanz.at kann die Höhe der neuen Bezüge nach der Pensionserhöhung online berechnet werden. Die steuerliche Entlastung durch die teilweise Abschaffung der kalten Progression ist dabei nicht berücksichtigt, da diese noch nicht bekanntgegeben wurde.
Erhöhung voraussichtlich im November
Konkret geht es heuer um 26,85 Euro. Die e-Card-Gebühr war erst im Vorjahr massiv erhöht worden – von 13,80 Euro auf 25 Euro. Für 2026 steigt sie nun nochmals leicht an, diesmal regulär über die sogenannte Aufwertungszahl.
Pensionserhöhung unter der Inflation
Für viele Pensionisten kommt die Belastung zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Schon jetzt sorgen die Sparmaßnahmen der Regierung für Diskussionen. Die Pensionserhöhung wird für viele im kommenden Jahr unter der Inflation bleiben, außerdem wurde bereits der Krankenversicherungsbeitrag für Pensionisten angehoben. Das kostet Betroffene je nach Pensionshöhe teils mehrere hundert Euro pro Jahr zusätzlich.
Besonders spürbar dürfte die e-Card-Gebühr deshalb werden, weil Pensionisten ihre doppelte Pension bereits im Oktober erhalten. Anders als Arbeitnehmer, die die Belastung meist mit dem Weihnachtsgeld im November kompensieren, erfolgt der Abzug bei Pensionisten erst einen Monat später – ohne zusätzliche Sonderzahlung.
Die Regierung argumentiert mit der angespannten Budgetlage. Im Zuge des Doppelbudgets sucht Finanzminister Markus Marterbauer derzeit weitere Milliarden an Einsparungen. Pensionisten gehören dabei erneut zu den Gruppen, die einen Beitrag zur Budgetkonsolidierung leisten sollen.

