Weniger Lohnsteuer zahlen: Das kann man jetzt absetzen

In diesem Jahr können Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, aber auch jene Personen mit geringem Einkommen, die wenig oder keine Lohnsteuer zahlen, die Steuerlast deutlich reduzieren und Geld zurückbekommen. Das ist etwa durch erhöhte Absetzbeträge, höhere Familienleistungen oder erweiterte Spendenabsetzbarkeiten möglich. Eine Übersicht findet man hier auf Finanz.at.

25.06.2024, 07:00 Uhr von
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Bildquelle: Canva / Euro
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Mit der neuen App reicht man in wenigen Minuten den Steuerausgleich ein und holt heuer durchschnittlich bis zu 1.000 Euro vom Finanzamt zurück.
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Die meisten Menschen in Österreich haben ihre Arbeitnehmerveranlagungen für das Jahr 2023 bereits durchgeführt und viel Geld vom Finanzamt zurückbekommen. Im Durchschnitt holt man sich heuer mit dem Lohnsteuerausgleich mehr als 1.000 Euro an zu viel bezahlter Lohnsteuer retour. Auch für das heurige Jahr gibt es wieder diverse Steuerreduktionen und Absetzbarkeiten, die die Höhe der Lohnsteuer deutlich reduzieren können.

Eine Übersicht, was man im Jahr 2024 steuerlich abschreiben kann, findet man hier auf Finanz.at:

Absetzbeträge

Die Absetzbeträge, wie etwa der Unterhaltsabetzbetrag, der erhöhte Verkehrsabsetzbetrag, der Alleinerzieher- oder Alleinverdienerabsetzbetrag und Co. werden für das heurige Jahr erneut valorisiert. Nachdem sie im Vorjahr bereits um 5,2 Prozent erhöht wurden, steigen sie heuer aufgrund der hohen Inflation im Vorjahr um 9,9 Prozent an.

Absetzbetrag 2023 2024
Alleinverdienerabsetzbetrag 520 Euro
2. Kind: +184 Euro
3. Kind & weitere: +232 Euro
571,48 Euro
2. Kind: +202,22 Euro
3. Kind & weitere: +254,97 Euro
Alleinerzieherabsetzbetrag 520 Euro
2. Kind: +184 Euro
3. Kind & weitere: +232 Euro
571,48 Euro
2. Kind: +202,22 Euro
3. Kind & weitere: +254,97 Euro
Kinderabsetzbetrag 61,79 Euro 67,78 Euro
Mehrkindzuschlag 21,19 Euro 23,25 Euro
Pensionistenabsetzbetrag 868 Euro
Erhöhter Betrag: 1.278 Euro
953,93 Euro
Erhöhter Betrag: 1.404,52 Euro
Verkehrsabsetzbetrag 421 Euro
Erhöhter Betrag: 726 Euro
Zuschlag: 684 Euro
462,68 Euro
Erhöhter Betrag: 797,87 Euro
Zuschlag: 751,72 Euro
Unterhaltsabsetzbetrag 31,00 bis 62,00 Euro 34,07 Euro bis 68,14 Euro

Familienbonus Plus

Der Familienbonus Plus wird für das heurige Jahr 2024 erhöht - und zwar für Kinder über 18 Jahren. Für sie beträgt der Bonus 700 Euro pro Jahr und Kind bzw. 58,34 Euro bei monatlicher Anwendung im Rahmen der Lohnabrechnung. Für Kinder unter 18 Jahren liegt er auch heuer wieder bei 2.000 Euro jährlich bzw. 166,68 Euro monatlich. Er kann also auch für 2024 entweder direkt monatlich geltend gemacht werden und somit steuermindernd wirken oder erst bei der Arbeitnehmerveranlagung ab 2025 rückwirkend.

Auch bei geringem oder gar keinem Lohnsteueraufkommen kann man von höheren Beträgen profitieren. Der Kindermehrbetrag wird für 2024 ebenfalls von bisher 550 auf 700 Euro pro Jahr und Kind angehoben. Dieser Betrag wird als Negativsteuer bei der Veranlagung im Folgejahr geltend gemacht.

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Pendlerpauschale

Die Pendlerpauschale wird heuer wieder für das gesamte Kalenderjahr nach der ursprünglichen Regelung und Höhe gewährt. Sie kann ebenfalls bereits unterjährig bei der monatichen Lohnabrechnung oder im Folgejahr rückwirkend geltend gemacht werden.

In den beiden letzten Jahren wurden die Beträge als Entlastung gegen die Teuerung teilweise deutlich erhöht. Diese Erhöhung entfällt 2024, weshalb ArbeitnehmerInnen je nach Voraussetzungen wieder zwischen 372 und maximal 3.672 Euro pro Jahr zustehen - exklusive Pendlereuro.

Werbungskosten

Um für das Jahr 2024 die Werbungskosten in voller Höhe absetzen zu können und nichts zu vergessen, sollten alle relevanten Belege - etwa für Arbeitsmittel, Arbeitskleidung, Fort- und Weiterbildungen und Co. - unbedingt aufgewahrt werden. So können sie bei der Arbeitnehmerveranlagung ab 2025 steuermindernd geltend gemacht werden. Wichtig ist, dass sie sich erst steuersenkend auswirken können, wenn sie den Betrag von 132 Euro pro Jahr (Werbungskostenpauschale) übersteigen.

Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen, wie etwa Krankheitskosten, können ebenfalls wieder im Folgejahr rückwirkend beim Lohnsteuerausgleich berücksichtigt werden.

Homeoffice

Für das heurige Jahr kann ab 2025 ebenfalls rückwirkend die Homeoffice-Pauschale geltend gemacht werden. Pro Homeoffice-Tag werden so automatisch drei Euro pauschal anerkannt - höchstens jedoch für 100 Tage pro Jahr. Das ergibt einen Jahresbetrag von 300 Euro. Zusätzlich können auch etwa ergonomische Büromöbel bis zu 300 Euro abgeschrieben werden. Das ergibt einen Maximalbetrag von 600 Euro als Werbungskosten.

Kirchenbeitrag und Spenden

Der Kirchenbeitrag ist für das heurige Jahr in Höhe von 600 Euro steuerlich absetzbar. Der Betrag wurde gegenüber den Vorjahren um 200 Euro angehoben. Damit kann die Höhe der Lohnsteuer also nochmal deutlich reduziert und die Steuergutschrift im Folgejahr erhöht werden.

Auch Spenden an bestimmte Organisationen oder Vereine können wieder in Höhe von 10 Prozent des Jahreseinkommens abgeschrieben werden. Durch die Neuregelung der Spendenabsetzbarkeit von Vereinen können dabei heuer deutlich mehr Beträge berücksichtigt werden. So können nun theoretisch Spenden an alle gemeinnützigen Vereine - auch Musik- oder Sportvereine - abgeschrieben werden, sofern diese Vereine einen Spendenabzugsbescheid beantragt haben.

Zusätzlich dazu gibt es auch heuer erstmals die neue Freiwilligenpauschale von bis zu 3.000 Euro pro Jahr steuerfrei.

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Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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