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Nach drei intensiven, aber konstruktiven Verhandlungsrunden ist der neue Kollektivvertrag fix. Die Gewerkschaften GPA und vida einigten sich mit dem Verein karitativer Arbeitgeber auf einen Abschluss für die Jahre 2026 und 2027. Der Vertrag gilt österreichweit für mehr als 40 gemeinnützige Organisationen – von Pflege und Behindertenarbeit über Obdachlosenhilfe bis hin zum Bildungsbereich – und betrifft rund 17.000 Beschäftigte.
Kern des Abschlusses ist eine Gehaltserhöhung von 2,6 Prozent auf die kollektivvertraglichen Gehälter, Zulagen und Zuschläge mit 1. April 2026. Überzahlungen bleiben davon unberührt, erhöht werden ausschließlich die KV-Werte. Mit 1. Jänner 2027 sollen die Einkommen erneut steigen, zumindest um 2,3 Prozent, wobei die tatsächliche Höhe an die Inflationsentwicklung gekoppelt ist. Der Pflegebonus von 135,50 Euro brutto pro Vollzeitmonat wird für weitere zwei Jahre verlängert.
Weitere Verbesserungen
Neben den finanziellen Punkten enthält der Abschluss mehrere Verbesserungen im Rahmenrecht, die teilweise bereits ab 01. Januar 2026 gelten. Eltern von Kindern mit Behinderung, für die erhöhte Familienbeihilfe bezogen wird, erhalten künftig eine zusätzliche Woche Pflegefreistellung. Zeiten des Präsenzdienstes werden bei Neueintritten als Vordienstzeiten angerechnet.
Lehrlinge in der „Lehre mit Matura“ bekommen fünf Tage bezahlte Freistellung. Ab 2027 wird zudem eine neue Gehaltsstufe eingeführt, die langjährig Beschäftigten einen zusätzlichen Biennalsprung ermöglicht.
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400-Euro-Bonus und mehr Gehalt
Auch in anderen Branchen steigen die Einkommen bereits früher. In der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie erhalten rund 4.500 Beschäftigte ab 01. Februar 2026 ein Plus von 3,2 Prozent auf die monatlichen Ist- und Mindestbezüge. Zusätzlich wurde eine Einmalzahlung von 400 Euro brutto vereinbart, alternativ kann ein zusätzlicher freier Tag gewählt werden. Die Entscheidung darüber ist bis Mitte März zu treffen, die Auszahlung der Prämie erfolgt im September. Verhandelt wurde dieser Abschluss von der Gewerkschaft PRO-GE.
Auch für die rund 25.000 Beschäftigten der österreichischen Elektrizitätsversorgungsunternehmen wird es einen 400-Euro-Prämie noch in diesem Jahr geben. Finanz.at hat bereits berichtet.
Unterm Strich bringt der aktuelle Verhandlungszyklus spürbare Verbesserungen bei Arbeitsbedingungen und moderate Einkommenszuwächse. Große Sprünge bleiben zwar aus, dafür schaffen die Abschlüsse Planungssicherheit und greifen teils schon in den kommenden Monaten.
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