Spritpreisbremse wird verlängert & reduziert - Steuerentlastung fällt geringer aus

Die Spritpreisbremse wird nochmals verlängert, fällt jedoch geringer aus als bisher. Das liegt vor allem an den gesunkenen Spritpreisen. Die Steuerentlastung für Menschen in Österreich nimmt dadurch ab. Alle Details findet man hier auf Finanz.at.

02.07.2026, 07:00 Uhr von
Tankstelle
Bildquelle: Canva / Finanz.at (Montage) / Tankstelle

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Die Spritpreisbremse bleibt auch im Juli bestehen. Allerdings wird die Entlastung für Autofahrer deutlich geringer ausfallen als zuletzt. Die Mineralölsteuer (MÖSt) wird ab Juli nur noch um 0,8 Cent je Liter gesenkt. Im Juni betrug die Steuerreduktion noch 1,7 Cent pro Liter.

Die im April eingeführte Maßnahme wird jeweils nur für einen Monat per Verordnung verlängert. Mit Ende Juni wäre sie ausgelaufen, nun gilt sie auch im Juli weiter.

Sinkende Spritpreise reduzieren die Steuerentlastung

Der Grund für die kleinere Entlastung liegt in den zuletzt deutlich gefallenen Treibstoffpreisen. Die Höhe der MÖSt-Senkung richtet sich nach den zusätzlichen Mehrwertsteuereinnahmen des Staates, die durch steigende Kraftstoffpreise entstehen. Fallen die Preise wieder, sinken auch diese Mehreinnahmen – und damit die Höhe der Steuersenkung.

Zum Start der Spritpreisbremse im April wurde die Mineralölsteuer noch um fünf Cent pro Liter gesenkt. Im Mai verringerte sich die Entlastung auf zwei Cent, im Juni auf 1,7 Cent und ab Juli bleiben schließlich noch 0,8 Cent je Liter übrig.

Preis-runter-Garantie bleibt bestehen

Nicht mehr verlängert wurde hingegen die Begrenzung der Gewinnmargen von Mineralölunternehmen. Diese zweite Säule der Spritpreisbremse hatte die Bundesregierung bereits im Juni aufgehoben.

Weiter bestehen bleibt allerdings die sogenannte Preis-runter-Garantie. Tankstellen müssen sinkende Einkaufspreise weiterhin an ihre Kunden weitergeben. Diese Regelung gilt nach derzeitiger Planung bis Ende August.

Kraftstoffpreise deutlich gesunken

An den Tankstellen macht sich die Entspannung inzwischen bemerkbar. Zuletzt kostete ein Liter Diesel im österreichischen Durchschnitt 1,699 Euro, für Superbenzin wurden durchschnittlich 1,648 Euro bezahlt.

Im Vergleich zum Juni sind die Preise damit deutlich gesunken. Diesel verbilligte sich um rund 14 Cent je Liter, Superbenzin um etwa zehn Cent.

Noch größer fällt der Unterschied zu den Höchstständen Ende März aus. Nach Berechnungen des VCÖ kostet Diesel mittlerweile rund 54 Cent weniger pro Liter. Bei Superbenzin beträgt der Preisrückgang rund 26 Cent.

Ob die Spritpreisbremse auch nach Juli verlängert wird, hängt weiterhin von der Entwicklung der Kraftstoffpreise und den daraus resultierenden Steuereinnahmen ab.

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Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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