Pensionen: Voraussetzungen für 500-Euro-Bonus beschlossen

Die Pensionserhöhungen ab 2023 wurden endgültig beschlossen. Dabei wurde auch die Anrechnung der Bonuszahlungen an die Sozialhilfe geregelt. Ab März 2023 werden erneut bis zu 500 Euro extra an PensionistInnen ausgezahlt.

27.10.2022, 07:15 Uhr von
Pension
Bildquelle: Finanz.at / Pension

Neben der Erhöhung der Pensionen und Ausgleichszulage ab kommendem Jahr, wurde auch die Anrechnung des 500-Euro-Pensionsbonus an die Sozialhilfe endgültig beschlossen.

500 Euro Bonus zusätzlich zur Pensionserhöhung

BezieherInnen kleiner und mittlerer Pensionen werden ab 2023 eine Pensionserhöhung über dem gesetzlichen Anpassungsfaktor von 5,8 Prozent erhalten. Der dafür notwendige Beschluss wurde vergangene Woche auch abschließend im Bundesrat bestätigt. Dabei wurde auch eine Sozialversicherungsnovelle beschlossen, die sich auf die Auszahlung des 500-Euro-Bonus für PensionistInnen im März 2023 auswirkt.

Die Ausgleichszulage - umgangssprachlich also die Mindestpension - wird auf 1.110 Euro erhöht. Das geschieht unter anderem durch eine zusätzliche Pauschal-Erhöhung von 20 Euro pro Monat. Der monatliche Betrag steigt insgesamt also auf 7,74 Prozent - exklusive Pensionsbonus im März, der für Pensionen unter 1.667 Euro 30 Prozent einer Brutto-Monatspension beträgt.

Diese Zahlung ist einerseits steuer- und abgabenfrei und darf andererseits auch nicht auf die Sozialhilfe angerechnet werden und diese damit schmälern.

Information

Die Erhöhung der Pensionen ab 2023, sowie steuerliche Entlastungen durch die Senkung der Lohnsteuer und Abschaffung der kalten Progression können mit dem Pensionsrechner berechnet werden.

Wer zwischen 1.667 Euro bis 2.000 Euro Bruttopension monatlich erhält, bekommt den vollen Bonus von 500 Euro im März ausgezahlt. Für Pensionen darüber wird der Bonus linear reduziert bis er ab 2.500 Euro monatlich gänzlich entfällt. Monatliche Brutto-Pensionen über einem Betrag von 5.670 Euro werden mit einem fixen Betrag von 329 Euro erhöht und damit nach oben gedeckelt.

Sozialhilfe wird nicht geschmälert

Zudem wurde im Bundesrat endgültig klargestellt, dass der im Juli 2022 beschlossene Teuerungsausgleich von bis zu 500 Euro für kleine und mittlere Pensionen - ArbeitnehmerInnen haben auf den Teuerungsabsetzbetrag ab 2023 im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung erstmals Anspruch - nicht auf die Sozialhilfe angerechnet wird. Die Höhe der Sozialhilfe wird demnach durch diesen Bonus nicht reduziert.

Mehr Informationen: Pension

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Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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