Einigung fix: Neues Modell bringt bis zu 10 Prozent mehr Pension

Das neue Modell der Zusatzpension ist nun fix und soll laut Berechnungen bis zu 10 Prozent mehr Geld im Alter bringen. Wer davon profitiert und weitere Details findet man hier auf Finanz.at.

13.07.2026, 07:00 Uhr von
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Bildquelle: Finanz.at (Montage) / Euro

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Die Bundesregierung will die betriebliche Altersvorsorge deutlich ausbauen. Mit einer Reform der Abfertigung Neu sollen künftig alle Arbeitnehmer die Möglichkeit erhalten, ihre Abfertigung in eine lebenslange Zusatzpension umzuwandeln – auch wenn der Arbeitgeber bisher keine Pensionskasse anbietet.

Das entsprechende Maßnahmenpaket wurde bereits im Ministerrat beschlossen und soll nun vom Nationalrat behandelt werden. Ziel ist es, die zweite Säule des österreichischen Pensionssystems zu stärken und die Altersvorsorge breiter aufzustellen.

Mehr Auswahl bei der Veranlagung

Im Mittelpunkt der Reform steht die Abfertigung Neu. Arbeitgeber zahlen dabei laufend Beiträge in eine betriebliche Vorsorgekasse ein. Das angesparte Kapital wird veranlagt und ist derzeit durch eine Kapitalgarantie abgesichert.

Nach Ansicht der Regierung schränkt diese Garantie jedoch die Ertragschancen ein, weil das Geld besonders vorsichtig investiert werden muss.

Künftig sollen Beschäftigte deshalb zwischen zwei Modellen wählen können. Wer möchte, kann weiterhin bei der bisherigen Variante mit Kapitalgarantie bleiben. Alternativ soll ein neues Veranlagungsmodell mit höheren Ertragschancen zur Verfügung stehen. Dieses investiert stärker am Kapitalmarkt und bietet langfristig höhere Renditechancen, ist allerdings auch mit größeren Wertschwankungen verbunden. Wer keinen Wechsel beantragt, bleibt automatisch im bisherigen Modell.

Bis zu zehn Prozent höhere Pension möglich

In den österreichischen Vorsorgekassen liegen derzeit rund 22 Milliarden Euro. Dieses Vermögen soll künftig stärker für die Altersvorsorge genutzt werden.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) geht davon aus, dass Beschäftigte ihre Nettopension durch das neue Modell langfristig um rund zehn Prozent erhöhen könnten, wie die Tageszeitung „Heute“ berichtet. Wie hoch der tatsächliche Vorteil ausfällt, hängt allerdings unter anderem von der Entwicklung der Kapitalmärkte, der Dauer der Veranlagung und den individuellen Einzahlungen ab. Vor allem jüngere Arbeitnehmer könnten von längeren Veranlagungszeiträumen profitieren.

Information

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Lebenslange Auszahlung statt Einmalbetrag

Ein weiterer zentraler Bestandteil der Reform betrifft die Auszahlung der Abfertigung. Künftig soll das angesparte Kapital freiwillig in eine Pensionskasse übertragen werden können.

Dadurch kann aus der bisherigen Einmalzahlung eine lebenslange monatliche Zusatzpension werden. Diese Möglichkeit soll künftig allen Arbeitnehmern offenstehen – unabhängig davon, ob ihr Arbeitgeber bisher eine betriebliche Pensionskasse eingerichtet hat.

Nach Angaben der Bundesregierung soll damit erstmals ein flächendeckender Zugang zu einer zusätzlichen betrieblichen Pension geschaffen werden.

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aktualisiert: 13.07.2026, 07:00 Uhr
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Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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