Teuerung zum Jahresende: Dezember bringt wieder neue Preiserhöhungen

Österreich steckt weiterhin in einer Teuerungskrise. Die Inflation lag zuletzt mit 4,0 Prozent deutlich über dem EU-Schnitt. Ab Dezember steigen nun erneut viele Preise, die private Haushalte belasten werden. Alle Details findet man hier auf Finanz.at.

02.12.2025, 10:00 Uhr von
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Bildquelle: Finanz.at (Montage) / Euro

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Die Serie an Preissteigerungen reißt zum Jahresende nicht ab. Nachdem bereits im Sommer zahlreiche staatliche Gebühren deutlich angehoben worden waren und im August auch das Klimaticket teurer wurde, bleibt die Teuerung hoch.

Im Oktober lag die Inflationsrate in Österreich bei 4,0 Prozent, für den November wird ein ähnlich hoher Wert erwartet – eine Schnellschätzung steht noch aus. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember ziehen nun auch die nächsten großen Posten nach.

Zusätzlich werden aufgrund der weiterhin hohen Heizkosten viele Haushalte bei den nun kälteren Temperaturen abermals finanziell belastet. Erst vor wenigen Wochen hat ein neuer Bericht der AK gezeigt, dass auch viele Lebensmittelpreise noch immer deutlich teurer sind als noch vor einem Jahr. Finanz.at hat berichtet.

ÖBB erhöht Preise

Ab 14. Dezember 2025 erhöhen die ÖBB die Preise für Standard-Tickets. Im Schnitt verteuert sich das Zugfahren in Österreich um 3,5 Prozent. Der Bahnkonzern begründet den Schritt mit dem erweiterten Angebot ab dem Fahrplanjahr 2026, vor allem durch die Inbetriebnahme der Koralmbahn, die schnellere und häufigere Verbindungen bringen soll. Am bestehenden Preissystem ändert sich nichts: Früh buchen bleibt die günstigste Option, Online-Tickets sind weiterhin billiger als Käufe am Schalter, und auch Sparschiene-Angebote sollen weiterhin verfügbar bleiben.

Vignette wird abermals teurer

Auch Autofahrer müssen sich auf höhere Kosten einstellen. Die Vignette steigt 2026 um 2,9 Prozent, weil die Preise an den Verbraucherpreisindex angepasst werden. Gleichzeitig wird 2026 das letzte Jahr sein, in dem die klassische Klebevignette erhältlich ist – ab 2027 wird es in Österreich nur noch die digitale Variante geben. Für Pkw kostet die Jahresvignette künftig 106,80 Euro, eine Tagesvignette 9,60 Euro. Die 10-Tages-Vignette schlägt mit 12,80 Euro, die Zwei-Monats-Vignette mit 32 Euro zu Buche. Für Motorräder liegt die Jahresvignette künftig bei 42,70 Euro, die Tagesvignette bei 3,80 Euro.

So viel kostet die Vignette in Österreich 2026 im Detail:

Für Autos (bzw. zweispurige Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht):

  • Tagesvignette: 9,60 Euro
  • 10-Tages-Vignette: 12,80 Euro
  • 2-Monats-Vignette: 32 Euro
  • Jahresvignette: 106,80 Euro

Für Motorräder (einspurige Fahrzeuge):

  • Tagesvignette: 3,80 Euro
  • 10-Tages-Vignette: 5,10 Euro
  • 2-Monats-Vignette: 12,80 Euro
  • Jahresvignette: 42,70 Euro

Unterm Strich setzt sich damit ein Trend fort, den viele Haushalte bereits das ganze Jahr spüren: Mobilität wird laufend teurer – auf der Schiene ebenso wie auf der Straße. Ab Januar 2026 warten auch bereits die nächsten Preissteigerungen auf private Haushalte in Österreich. Finanz.at hat berichtet.

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Mehr Informationen: Inflation

Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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