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Die Europäische Zentralbank setzt ihren Kurs der geldpolitischen Stabilität fort. Der EZB-Rat hat in seiner letzten Sitzung zu Jahresbeginn abermals beschlossen, den Leitzins unverändert zu belassen. Der Einlagensatz bleibt damit zum fünften Mal in Folge bei 2,0 Prozent - dieses Niveau hält er bereits seit Juni 2025. Banken erhalten diesen Zinssatz, wenn sie überschüssige Liquidität bei der Notenbank parken. Auch der Hauptrefinanzierungssatz, zu dem sich Geschäftsbanken Geld von der EZB leihen können, verharrt bei 2,15 Prozent.
Zusätzlich sinkt die Inflation in der Eurozone auf 1,7 Prozent und damit dem niedrigsten Wert seit April 2021. Das Festhalten am Zinsniveau von 2,0 Prozent bringt also vorerst wenig Auswirkungen auf die Kredit- und Sparzinsen in Österreich.
Hier gibt es aktuell noch hohe Sparzinsen in Österreich
Unter den höchsten Zinsangeboten findet man aktuell die KOMMUNALKREDIT INVEST. Die Kommunalkredit Austria AG bietet ihren Kundinnen und Kunden mit ihrem Sparprodukt durch die aktuelle Zinserhöhung bis zu 2,30 Prozent. Abhängig von der Laufzeit gibt es seit Februar zwischen 1,75 Prozent bei sechs Monaten und 2,30 Prozent p.a. ab 36 Monaten. Damit liegt der Zinssatz sogar über der heimischen Inflation von zuletzt 2,0 Prozent im Januar 2026.
Bis zu 2,30 Prozent Zinsen p.a. - ab 36 Monaten Laufzeit ab 10.000 Euro. Flexibles Tagesgeldkonto ebenfalls erhältlich.
Auch andere Institute bieten ihren Kundinnen und Kunden weiterhin attraktive Zinsen auf Sparbücher an. So gibt es bei der Santander derzeit im Neukundenangebot für das Tagesgeld immerhin noch 2,250 Prozent p.a. Auch die DADAT liegen bei ihren Sparprodukten noch bei 2,25 Prozent. Vor allem Online-Sparprodukte bieten meist höhere Zinssätze p.a., als herkömmliche Banken.
Noch vor der Teuerungskrise galt das Sparbuch für viele Jahre als Relikt längst vergangener Zeiten. Zinsen gab aufgrund des zeitweise negativen Zinsniveaus - bis auf wenige Ausnahmen - praktisch nirgends in Österreich. Seit der Zinserhöhung hat sich dieses Blatt wieder stark gewendet.
Leitzins bleibt weiter unverändert
Während man nun wiederholt den Leitzins unverändert bei 2,0 Prozent belässt, dämpft EZB-Präsidentin Christine Lagarde zuletzt noch Erwartungen an eine rasche Lockerung. Die Inflationsaussichten seien angesichts eines volatilen globalen politischen Umfelds unsicherer als üblich. Man wolle sich daher nicht vorschnell festlegen.
Ein zusätzlicher Faktor ist der starke Euro. Die Gemeinschaftswährung war zuletzt zeitweise über 1,20 US-Dollar gestiegen und notierte damit so hoch wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr. Aktuell liegt der Kurs bei rund 1,18 Dollar. Ein stärkerer Euro verbilligt Importe und kann die Inflation weiter drücken. Gleichzeitig belastet er die exportorientierte Wirtschaft im Euroraum.
Lagarde betonte, die EZB verfolge kein konkretes Wechselkursziel. Dennoch sei der Euro für Wachstum und Preisentwicklung von Bedeutung und werde genau beobachtet. Sollte die Aufwertung die Inflation stärker als erwartet dämpfen oder die Konjunktur bremsen, könnte das den Druck auf die Notenbank erhöhen, erneut einzugreifen. Vorerst bleibt es jedoch bei der Linie: abwarten, beobachten – und die Zinsen bei 2,0 Prozent belassen.
Mehr Informationen: Sparzinsen

