In Bezug auf das Sparen gibt es viele verschiedene Formen. Alle diese haben verschiedene Eigenschaften und unterscheiden sich nicht nur bei den Sparzinsen, also der Betrag, den man für das Anlegen von Geld bei einer Bank bekommt, sondern auch durch verschiedene Laufzeiten, Konditionen und dergleichen.

Es kann der Fall sein, dass man eine Anschaffung tätigen will und für diese monatlich einen gewissen Betrag auf die Seite legen möchte, um diese später einmal tätigen zu können. Es kann aber auch sein, dass man einen höheren Betrag auf einmal auf ein Sparprodukt einzahlt und sein Geld angelegt wissen möchte.

Ein Vergleich der Konditionen ist bestimmt sinnvoll, damit man sich aus einem Portfolio verschiedener Anbieter und Produkte das Produkt, welches am besten zu einem selbst passt, etwa weil es die meisten Sparzinsen bietet, auswählen kann.

Wissenswerte Informationen zu Sparzinsen

In Österreich gibt es wie bereits erwähnt viele verschiedene Sparformen, welche im Anschluss in aller Kürze aufgelistet und erklärt sind.

Tagesgeldkonto:

Bei einem solchen kann man als Kunde flexibel Geldeinzahlungen und -auszahlungen vornehmen. Man kann daher etwa monatlich einen fixen Betrag zur Seite legen oder auch einfach nur das überweisen, was man am Ende des Monats an Geld noch übrighat. Man kann aber bei Geldbedarf jederzeit Geld vom Konto abheben. Das Tagesgeldkonto hat nämlich nicht wie das Sparbuch eine Bindung und daher gibt es auch keine Kündigungsfristen, die beachtet werden müssen.

Spar-Card (Sparkarte):

Mit einer Sparkarte kann man als Kunde in der Regel dieselben Vorzüge wie mit einem Tagesgeldkonto genießen. Die Ein- und Auszahlungen können somit flexibel gestaltet werden. Ferner bekommt man bei dieser Sparvariante aber auch eine Art Bankkarte, mit der man im Foyer der jeweiligen Bank Geld beheben und Kontoauszüge drucken lassen kann. Man kann also eine Sparkarte mit einem zweiten Girokonto vergleichen. Zu beachten gilt es jedoch, dass im Zuge einer Sparkarte Kontoführungsgebühren anfallen können. Ein Vergleich im Voraus kann sich lohnen.

Sparbuch:

Diese weisen oftmals eine Bindungsfrist auf, es gibt mittlerweile jedoch auch Sparbuchvarianten, bei denen man flexibel Geld ein- und auszahlen kann. Bei einem Sparbuch mit Bindung legt man zu Beginn der vereinbarten Laufzeit einen einmaligen Betrag an, der dann auf dem Sparbuch liegen bleibt und verzinst wird. Die Zinsen für klassische Sparbücher sind in der momentanen Wirtschaftslage jedoch alles andere als attraktiv.

Eine vorzeitige Kündigung kann für den Kunden durchaus Nachteile mit sich bringen, da das Geld dann mit einem geringeren Zinssatz als vereinbart verzinst wird. Ein vorheriger Vergleich mit einem Tagesgeldkonto ist auf alle Fälle empfehlenswert, da diese derzeit mehr Zinserträge bringen als das klassische Sparbuch.

Termingeldkonto:

So werden Sparbücher, die über einen bestimmten Zeitraum bis zu einem bestimmten Stichtag bespart werden, genannt. Es gibt eine Bindungsfrist – eine Kündigung ist somit vor einem gewissen Termin nicht vorgesehen. Besteht dennoch der Bedarf einer vorzeitigen Kündigung, weil man etwa dringend Geld benötigt und dieses nirgendwo anders herbekommt, so wird das Guthaben nur mit einem Mindestzinssatz verzinst. Daher kann man als Kunde in diesem Fall eher nicht so gut aussteigen. Zum Termingeld wird übrigens auch das Festgeld gezählt.

Festgeldkonto:

Diese Form der Anlage wird zu den Termingeldern gezählt. Das Geld ist hier über einen bestimmten Zeitraum gebunden, einen Ertrag erhält man in der Regel erst nach Ablauf der Bindungsfrist oder am vereinbarten Termin. Kündigt man das Festgeldkonto nicht rechtzeitig, so wird es entweder inklusive der Sparzinsen weiter angelegt oder auf das angegebene Referenzkonto rücküberwiesen. Ein fixer Zinssatz ist hier üblich.

Bonussparen:

Hier werden laufend monatliche Einzahlungen in Form eines Fixbetrages eingezahlt. Dies geschieht in der Regel durch Erteilung eines Dauerauftrages. Die Sparzinsen sind bei dieser Anlageform grundsätzlich variabel, sie sind also vom aktuellen Marktzinsumfeld abhängig. Je länger man sein Geld in Form des Bonussparens anlegt, desto höher ist jedoch die Verzinsung angesetzt. Die Bindungsfrist startet nach jeder Einzahlung – diese Eigenschaft ähnelt dem gebundenen Sparbuch. Ein vorzeitiges Abheben des Geldes ist bei dieser Sparform grundsätzlich nicht vorgesehen. Erfolgt dies dennoch, dann wird die Einlage nur mit dem Mindestzinssatz verzinst.

Kapitalsparbuch:

Dieser Begriff steht bei den Banken in der Regel für langfristigere Veranlagungen. Die Sparzinsen, die man für seine Einlage erhält, sind fix und das einhergehende Risiko ist sehr gering. Häufig gibt es im Zusammenhang mit den Sparzinsen ein Zinsstaffelsystem. Darunter versteht man, dass man innerhalb der Laufzeit beim Erreichen von bestimmten Zeitpunkten einen höheren Zinssatz pro Jahr versprochen bekommt. Es gibt eine Zinsbindung, die Laufzeit an sich ist jedoch aber nicht vorgeschrieben und kann mit der Bank verhandelt werden. Dennoch gilt, dass die Sparzinsen umso höher werden, je länger man sein Geld veranlagt.

Prämiensparen:

Diese Art der Anlage ähnelt im Zusammenhang mit den Eigenschaften sehr dem Bonussparen. Auch hier werden Einzahlungen getätigt und Geld angespart, die Einzahlung ist jedoch variabel gestaltet und verläuft in der Regel quartalsweise. Aber auch die monatliche Einzahlung ist grundsätzlich möglich.

Die Laufzeit beträgt in der Regel etwa vier oder mehr Jahre und die Verzinsung ist variabel. Eine vorzeitige Kündigung führt dazu, dass man nicht die versprochenen Sparzinsen bekommt, sondern dass die Einlage nur mit dem Mindestzinssatz verzinst wird. Daher sollte man darauf achten, diese Sparvariante nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn man sich sicher ist, das Geld für eine bestimmte Zeit nicht zu benötigen. Kann man sich darüber nicht sicher sein, so sollte man sich um eine andere Anlageart umsehen.

Man kann also beobachten und erkennen, dass Sparzinsen in grundsätzlich jedem Anlageprodukt eine Rolle spielen und vertreten sind. Legt man Geld an, entkommt man ihnen grundsätzlich nicht, was durchaus nichts Schlechtes ist.

Geld anlegen mit niedrigen Zinsen - Optionen für Anleger

Die Zinsen für eine lukrative Geldanlage sind derzeit eher niedrig. Welche Optionen haben Anleger in Zeiten von Niedrigzinsen, um ihr Geld gut anzulegen?

Der Handel mit Aktien ist eine Form der Geldanlage, die gewisse Vorkenntnisse und Erfahrungen voraussetzt, um erfolgreich zu investieren. Hier findet man alle Informationen zum Risiko im Aktienhandel, Tipps zu Gebühren und Kosten für Anfänger, sowie die Auswahl der Wertpapiere für das eigene Depot.

Aufgrund der niedrigen Zinsen werden alternative Spar- und Investmentanlagen immer beliebter. Dazu gehört auch der Aktienmarkt, wobei es allerdings immer ein Auf und Ab an der Börse gibt. Doch auf lange Sicht gesehen, bieten Aktien als Investment eine realistische Aussicht auf hohe Erträge. Doch ist das Geschäft mit den Wertpapieren nicht ganz einfach, denn es gibt viele Merkmale und Punkte die beachtet werden müssen, damit am Ende auch ein Gewinn bei herausspringt.

Gebühren

Grundsätzlich fallen beim Kauf von Aktien über Broker Gebühren an. Ebenso können bei bestimmten Anbietern sogenannte Depotführungskosten (Gebühren) anfallen. Jedoch werden diese Kosten zurzeit immer weiter verringert, um die Eröffnung und Führung eines Aktiendepots attraktiver zu machen. Achten Sie bei der Auswahl Ihres Brokers also auch auf die anfallenden Gebühren für den Aktienhandel!

Risikobereitschaft

Um in Aktien zu investieren bedarf es einer gewissen Risikobereitschaft. Da die Wertpapiere der Firmen an der Börse gehandelt werden, ist ein ständiges Auf und Ab der Kurse vorhanden. Zudem ist es wichtig einen langen Atem zu besitzen, denn eine Investition in Aktien braucht eine gewisse Zeit, um von den Gewinnen zu profitieren. Neben zum Teil hohen Erträgen, kann es allerdings auch zu deutlichen Verlusten kommen. Für den Aktienhandel sind daher gute Nerven ganz wichtig.

Bei dieser Art von Geldanlage spielt vor allem die Seriosität eine wichtige Rolle. Daher lohnt es sich auf jeden Fall auch einen Blick in andere Länder zu riskieren. Besonders die politischen und wirtschaften Rahmenbedingungen in Europa, Asien und den USA spielen im Bereich der Aktien oftmals eine entscheidende Rolle. Häufig können selbst kleinste politische Entscheidungen zu deutlichen Veränderungen am Aktienmarkt kommen. Hier kommt es vor allem auf Perspektiven an, denn nur wenn Firmen und Unternehmen Wachstumspotenzial haben, kann der Aktienkurs dauerhaft ansteigen.

Solides Grundwissen

Um in Aktien zu investieren, sollte ein solides Grundwissen vorhanden sein. Zwar gibt es viele Anbieter die eine fundierte Beratung anbieten, doch trägt am Ender der Aktieninhaber die Entscheidungen. Auch Börsenspezialisten bieten keine Garantie auf hohe Erträge, zwar verfügen sie über eine hohe Erfahrung und können in Krisenzeiten schnell die richtigen Entscheidungen treffen, doch auch sie können sich „verspekulieren“. Die Grundlage vom Aktienhandel stellt eine genaue Analyse und Beobachtung der wirtschaftlichen Lage dar. Viele Unternehmen sind heute ein „Gobal Player“ und bieten ihre Produkte weltweit auf den Märkten an.

Die Geldsumme, welche in Aktien investiert werden soll, muss gut überlegt sein. Zwar bietet die Börse Aussichten auf hohe Gewinne, doch kann im schlimmsten Fall das ganze Geld auch futsch sein. Auf keinen Fall, sollte im Vorfeld ein Kredit aufgenommen werden, um das Kapital dann zu investieren. Das eingesetzte Geld sollte „übrig“ sein und nicht an anderer Stelle plötzlich fehlen.

Broker als Verwalter

Um Aktien zu kaufen oder verkaufen wird ein Broker benötigt. Dieser führt die Aufträge im Namen des Kunden aus. So kann zum Beispiel im Vorfeld festgelegt werden, welche Art von Aktien ins das Depot aufgenommen werden sollen. Zudem können Kurshöhen benannt werden, wann gekauft oder verkauft werden soll. Broker sind Profis im Bereich des Wertpapierhandels, die sich den ganzen Tag mit der Börse beschäftigen. Sie verfügen über konkretes Wissen über den Welthandel und können schnelle Entscheidungen treffen, welche sich positiv für das Investment auswirken. Ein Aktienhandel sollte daher von Profis durchgeführt werden, denn für Laien wäre es ein reines Spekulationsgeschäft mit hohen Risiken.

Alle Pro- und Contra-Argumente für Aktieninvestments als Geldanlage im Überblick:

Vorteile

  • Als Aktieninhaber profitiert man gleich zweimal von einer Aktie. Denn zum einen sorgen Kurssteigerungen für einen höheren Wert und zum anderen schütten die Unternehmen bei starken Geschäftszahlen eine Dividende pro Aktie aus. Im Schnitt bieten Aktien eine höhere Renditechance als konventionelle Anlagenformen, wie zum Beispiel Tages- oder Festgeld. Als Aktionär ist man auch Teilhaber an einem Unternehmen und hat auf der Hauptversammlung ein Stimmrecht. So kann eine Mitbestimmung an der Führung von der Firma vorgenommen werden. Je mehr Aktien im eigenen Besitz sind, desto höher fällt am Ende das Stimmrecht aus.

Nachteile

  • Bei schlechten Nachrichten oder Zahlen vom Unternehmen fallen die Aktienkurse. Geht eine Firma Pleite, droht im schlimmsten Fall sogar ein Totalverlust. Aktien haben zudem keine feste Form der Rendite, wie zum Beispiel eine Festgeldanlage. Die erzielte Rendite ist ausschlaggebend von den Kursen der Aktie und der Dividendenausschüttung. Diese Ereignisse können von Jahr zu Jahr stark schwanken. Seit dem Jahr 2009 gibt es keine steuerlichen Vorteile mehr, denn sämtliche Gewinne, die an der Börse erzielt werden, unterliegen der Abgeltungssteuer.

Weitere Tipps zum Handeln von Aktien und Wertpapieren finden Sie hier:

Worauf muss man achten?

Entscheidungen in Bezug auf Aktienanlagen sollten nicht einfach aus Tipps oder Empfehlungen stammen, hier ist es wichtig auf Analysen und Bewertungen zu setzen. Zwar gibt es viele konservative Wertentwicklungen, die für die Jahre hinweg stabil verlaufen, doch kommen immer wieder neue Unternehmen auf den Markt, wo ein regelrechter Hype entsteht und es ein hohes Kurspotential gibt. Hier ist immer Vorsicht geboten, denn gerade in recht jungen Bereichen kann es schnell zu einem Totalverlust kommen. Da die Börse ständigen Schwankungen ausgesetzt ist, sind sowohl die Lage vom Unternehmen, wie auch die wirtschaftliche Situation sehr wichtig.

Es ist auf jeden Fall sehr hilfreich sich mit dem allgemeinen Aktienmarkt auseinander zu setzen. Besonders Meldungen von Unternehmen in Bezug auf wirtschaftliche Bilanzen und zukünftige Entscheidungen sind wichtig. Auch Zukunftsperspektiven für Wachstum und neue Märkte können Aktienkurse beflügeln. Das Geld sollte vor allem in Unternehmen investiert werden, die auf gesunden Beinen stehen und in Branchen tätig sind, die eine Zukunft haben. Dagegen sind Unternehmen in einer Krise ein hoher Risikofaktor. Am besten ist es die Anlageform in Aktien zu streuen und in unterschiedliche Bereiche zu investieren. So wird das Risiko bei einem möglichen Verlust deutlich verringert.