Bis zu 700 Euro mehr & höherer Bonus: So hoch fällt das neue Pflegegeld jetzt aus

Trotz dem Aussetzen der Valorisierung einiger Leistungen, wie etwa der Familienbeihilfe, wird seit 01. Januar 2026 das Pflegegeld um die rollierende Inflationsrate erhöht. Mehr als 2.214 Euro pro Monat sind zukünftig möglich. Der Bonus steigt um 43,20 Euro pro Jahr. Weitere 1.000 Euro extra als Pflege- und Betreuungsscheck gibt es zudem noch bis Jahresende. Alle Details findet man hier auf Finanz.at.

02.01.2026, 07:00 Uhr von
Pflegegeld
Bildquelle: Finanz.at / Canva (Montage) / Pflegegeld

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Derzeit beziehen rund 475.000 Menschen in Österreich Pflegegeld. Für sie wird der monatliche Auszahlungsbetrag ab kommendem Jahr um 2,7 Prozent erhöht. Eine Erhöhung um fast 58,30 Euro monatlich ist möglich. Pro Jahr sind das 699,60 Euro mehr.

Auch der seit Juli 2023 verfügbare Bonus für pflegende Angehörige wird angehoben. Pro Jahr gibt es um 43,20 Euro mehr. Alle Details, Rechner und Tabellen zur Erhöhung findet man hier auf Finanz.at.

Das Pflegegeld wird in Österreich anhand des Pflegebedarfs (Stunden pro Monat und besonderen Pflegeaufwand) errechnet. Hierfür werden die Personen in bis zu sieben Pflegestufen eingeteilt.

Tabelle zeigt Pflegegeld ab 2026

Wie hoch das Pflegegeld je nach Pflegebedarf im heurigen Jahr und ab 01. Januar 2026 ausfallen wird, zeigt die nachfolgende Tabelle. Finanz.at hat die Beträge exklusiv zuerst berechnet:

Plegestufe Betrag 2025 Betrag 2026 *
Stufe 1
Monatl. Pflegebedarf mehr als 65 Stunden
200,80 Euro 206,30 Euro
Stufe 2
Monatl. Pflegebedarf mehr als 95 Stunden
370,30 Euro 380,30 Euro
Stufe 3
Monatl. Pflegebedarf mehr als 120 Stunden
577,00 Euro 592,60 Euro
Stufe 4
Monatl. Pflegebedarf mehr als 160 Stunden
865,10 Euro 888,50 Euro
Stufe 5
Monatl. Pflegebedarf mehr als 180 Stunden
bei außergewöhnlichem Pflegeaufwand
1.175,20 Euro 1.207,00 Euro
Stufe 6
Monatl. Pflegebedarf mehr als 180 Stunden
bei regelmäßiger Betreuung bei Tag und Nacht
oder dauernder Anwesenheit einer Pflegeperson (24 Stunden)
1.641,10 Euro 1.685,50 Euro
Stufe 7
Monatl. Pflegebedarf mehr als 180 Stunden
wenn keine "zielgerichtete" Bewegungen der Extremitäten möglich
2.156,60 Euro 2.214,90 Euro
* Die Beträge werden um 2,7% angehoben. Die Beträge gelten pro Monat und sich von der Lohnsteuer und Krankenversicherungsbeiträgen befreit.

Die Höhe ab 2026 kann auch mit dem Pflegegeld-Rechner online berechnet werden. Dabei wird der monatliche Pflegebedarf anhand der Stundenanzahl eingetragen und das Jahr ausgewählt, für das der Auszahlungsbetrag berechnet werden soll.

Angehörigenbonus steigt ebenfalls

Seit Juli 2023 wird in Österreich auch ein sogenannter "Pflegebonus" - konkret "Angehörigenbonus" genannt - ausgezahlt. Er beträgt in 2025 pro Monat 130,80 Euro (1.569,60 Euro jährlich). Ab 01. Januar 2026 wird auch dieser Betrag um 2,7 Prozent angehoben. Damit liegt die Höhe für das kommende Jahr bei monatlich 134,40 Euro bzw. jährlich 1.612,80 Euro.

Einen Anspruch darauf haben pflegende Angehörige unter bestimmten Voraussetzungen:

  • Es wird Pflegegeld in Stufe 4 oder höher bezogen.
  • Die Pflege erfolgt überwiegend seit mindestens einem Jahr.
  • Das durchschnittliche Netto-Monatseinkommen betrug im Vorjahr nicht mehr als 1.500 Euro.
  • Der Anspruch auf einen Angehörigenbonus aufgrund einer Selbst- oder Weiterversicherung liegt nicht vor.

1.000 Euro extra als Pflege- und Betreuungsscheck

In Niederösterreich gibt es zusätzlich dazu auch 2025 wieder den NÖ Pflege- und Betreuungsscheck. Dieser fördert pflegebedürftige Personen mit 1.000 Euro pro Jahr extra. Anträge sind pro Kalenderjahr von 01. Januar bis inklusive 31. Dezember 2025 möglich.

Zu den Anspruchsvoraussetzungen zählen neben dem Hauptwohnsitz im Bundesland Niederösterreich auch das Vorliegen bestimmter Pflegestufen und der Bezug des Pflegegeldes, sowie weitere Kriterien. Details dazu findet man u.a. auf der Webseite des Landes Niederösterreich.

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aktualisiert: 02.01.2026, 07:00 Uhr
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Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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