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In der Sicherheitsbranche ist ein neuer Kollektivvertrag fix: Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben sich in der dritten Verhandlungsrunde auf ein Gehaltsplus von durchschnittlich 3,08 Prozent für rund 18.000 Beschäftigte geeinigt. Das teilte die Gewerkschaft vida mit. Die Erhöhung ist nicht pauschal, sondern nach einem Gewichtungsmodell gestaltet: In jenen Lohngruppen, in denen besonders viele Beschäftigte tätig sind, fällt das Plus höher aus, während kleinere Gruppen geringfügig darunter liegen.
Neben den Löhnen wurden auch arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen verbessert. Künftig haben Bewacherinnen und Bewacher ohne Betriebsrat länger Zeit, offene Ansprüche geltend zu machen. Die sogenannte Verfallsfrist für nicht ausbezahlte Löhne oder Überstunden wird von bisher neun auf zwölf Monate verlängert. Damit soll verhindert werden, dass Beschäftigte aus formalen Gründen Geld verlieren, das ihnen zusteht.
In der höchsten Lohngruppe steigt der Stundensatz somit von brutto 16,09 Euro auf 16,56 Euro an. Das ergibt ein Plus von rund 52 Euro netto pro Monat bzw. fast 750 Euro pro Jahr. Das neue Netto- Gehalt nach der Erhöhung und Steuerentlastung ab 2026 kann mit dem Brutto-Netto-Rechner auf Finanz.at berechnet werden.
Die Gewerkschaft zeigt sich mit dem Abschluss zufrieden. vida-Verhandlungsleiter Gernot Kopp spricht von einem Ergebnis, das angesichts einer rollierenden Inflation von rund drei Prozent die Kaufkraft sichere und ein klares Signal setze, dass an der Sicherheit nicht gespart werden dürfe. Besonders stark fällt das Plus bei den Veranstaltungsbeschäftigten aus: Ihre Löhne steigen laut vida um 3,4 Prozent.
Der Abschluss gilt als moderat, aber stabilisierend – gerade in einer Branche, in der Personalmangel, unregelmäßige Arbeitszeiten und hohe Belastung seit Jahren zentrale Themen sind.
Auch in anderen Branchen wurden bereits neue Gehaltsabschlüsse für 2026 fixiert. So erhalten etwa die Angestellten im Handel ab Januar ebenfalls mehr Geld. Die neuen Mindestlöhne bringen inklusive Steuerentlastung sogar bis zu 600 Euro mehr Netto ab 2026.
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