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Der neue Kollektivvertrag für die Seilbahnbranche wurde bereits vor einigen Wochen fixiert - und fällt im Vergleich zu vielen anderen Abschlüssen 2026 überdurchschnittlich hoch aus. Rund 17.000 Beschäftigte bekommen jetzt ab Mai 2026 spürbar mehr Geld.
Im Schnitt steigen die Löhne und Gehälter um 3,57 Prozent. Zusätzlich wurde ein Sockelbetrag von mindestens 80 Euro vereinbart. Das ist entscheidend, weil damit vor allem niedrigere Einkommen stärker profitieren - nicht nur prozentuell, sondern auch absolut.
Gerade im Vergleich zu anderen Branchen (oft um die 2 bis 3 Prozent) ist das ein relativ solider Abschluss. Von „großem Wurf“ kann man trotzdem nicht sprechen - er liegt ungefähr auf Inflationsniveau.
Bereits seit April erhalten mehr als hunderttausend ArbeitnehmerInnen in Österreich höhere Gehälter. Mindestens 1.022 Euro pro Jahr sind je nach Branche möglich. Finanz.at hat berichtet. Die Höhe des neuen Netto-Gehalts und einer Gehaltserhöhung kann mit dem Brutto-Netto-Rechner für 2026 auf Finanz.at berechnet werden.
Lehrlinge bekommen bewusst mehr
Auffällig ist die klare Schwerpunktsetzung: Lehrlinge erhalten rund 3,74 Prozent mehr. Dahinter steckt kein Zufall, sondern ein strukturelles Problem.
Die Branche kämpft mit Nachwuchs. Ohne ausreichend Fachkräfte wird der Betrieb in Skigebieten mittelfristig schwierig - sowohl technisch als auch sicherheitsmäßig. Höhere Lehrlingsgehälter sind daher ein klassischer Versuch, die Attraktivität zu steigern.
Warum die Branche besonders ist
Die Seilbahnwirtschaft ist kein Randbereich. In Österreich arbeiten zu Spitzenzeiten rund 17.500 Menschen in etwa 250 Unternehmen. Vor allem in Tourismusregionen ist sie ein zentraler Arbeitgeber.
Gleichzeitig ist die Branche stark abhängig von Wetter (schwache Winter drücken Einnahmen massiv), Energiepreisen (Betriebskosten hoch) und der Tourismusentwicklung insgesamt.
Dass trotz dieser Unsicherheiten ein Abschluss über 3,5 Prozent gelungen ist, zeigt vor allem eines: Der Druck, Personal zu halten, ist hoch.
Fazit
Unterm Strich ist das ein solider, aber kein üppiger KV-Abschluss. Gewinner sind klar die unteren Lohngruppen und Lehrlinge.
Für die Branche selbst ist das weniger ein Geschenk als eine Notwendigkeit - ohne bessere Bezahlung wird es zunehmend schwierig, genug Leute für die Arbeit am Berg zu finden.
Mehr Informationen: Brutto-Netto-Rechner

