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Ein großer Brocken der Erhöhungen betrifft den Sozialbereich. Für rund 130.000 Beschäftigte im privaten Pflege-, Gesundheits- und Sozialwesen steigen die kollektivvertraglichen Gehälter um 2,6 Prozent, die tatsächlichen Ist-Gehälter um 2,4 Prozent. Auch Zulagen und Lehrlingseinkommen werden entsprechend angehoben. Damit ist das eine der größten Gruppen, die ab April mehr Geld bekommt.
Ebenfalls betroffen sind die rund 10.000 Beschäftigten der Privatkrankenanstalten. Hier werden die Gehälter bis zu einer Höhe von 3.750 Euro um drei Prozent erhöht, darüber etwas geringer. Auch Zulagen steigen entsprechend mit. Der Abschluss gilt als wichtiger Schritt für eine Branche, die zuletzt unter starkem Druck stand. Mindestens beträgt die Erhöhung somit bis zu 1.022 Euro pro Jahr. Finanz.at hat berichtet.
Die Höhe des neuen Netto-Gehalts und einer Gehaltserhöhung kann mit dem Brutto-Netto-Rechner für 2026 auf Finanz.at berechnet werden.
Unterschiedliche Erhöhungen in der Industrie
In der Industrie fällt das Plus etwas unterschiedlich aus. In der Textilbranche - rund 7.500 Beschäftigte – steigen die Mindestlöhne und Lehrlingseinkommen um 2,9 Prozent, die Ist-Löhne um 2,5 Prozent. Bei den Wiener Kühlhäusern beträgt das Plus ebenfalls 2,9 Prozent, womit der neue Mindestlohn bei über 2.450 Euro liegt.
Auch regionale Betriebe profitieren: Bei der Maschinenring-Service Genossenschaft gibt es sowohl in der Steiermark als auch in Niederösterreich ein Gehaltsplus von 3,3 Prozent. Lehrlinge in Niederösterreich bekommen sogar ein Plus von über 4,5 Prozent.
Ein weiterer Bereich sind Medienunternehmen. Für kaufmännische Angestellte bei Tages- und Wochenzeitungen sowie Online-Ausgaben steigen die Gehälter um 3,2 Prozent. Verhandelt wurde dieser Abschluss im Rahmen des Verband Österreichischer Zeitungen.
Vertreten werden viele dieser Beschäftigten von Gewerkschaften wie der Gewerkschaft GPA und der Produktionsgewerkschaft PRO-GE, die einen Großteil der Abschlüsse ausverhandelt haben.
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Lohnverhandlungen noch nicht abgeschlossen
Trotz dieser Einigungen ist die Lohnrunde noch nicht abgeschlossen. In einigen Branchen wird weiter verhandelt, etwa bei Spedition und Logistik mit rund 20.000 Beschäftigten. Dort liegt das Angebot der Arbeitgeber aktuell bei 2,4 Prozent – aus Sicht der Gewerkschaft zu wenig. Auch in kleineren Bereichen wie bei Konditoren oder bestimmten Forstbetrieben stehen Abschlüsse noch aus.
Unterm Strich zeigt sich: Die Gehälter steigen weiter, aber deutlich moderater als in den Jahren zuvor. Die Abschlüsse liegen meist unter oder nur knapp bei der Inflation. Für viele Beschäftigte bedeutet das zwar mehr Geld am Konto – real bleibt aber oft nur ein kleiner Zugewinn.

