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In Salzburg ist die Zahl der ausbezahlten Heizkostenzuschüsse im vergangenen Jahr massiv zurückgegangen. Zugleich wurde die Höhe der Auszahlungen gesenkt. In Oberösterreich hingegen wurde erst kürzlich ein neuer 200-Euro-Zuschuss aufgelegt. Auch in anderen Bundesländern gibt es heuer noch Entlastungen und Auszahlungen gegen die gestiegenen Heiz- und Energiekosten. Finanz.at hat berichtet.
Während die Energiepreise laut Statistik Austria 2025 im Jahresdurchschnitt um 11,1 Prozent gestiegen sind, sank die Zahl der BezieherInnen in Salzburg um rund 30 Prozent. Noch deutlicher fiel der Rückgang bei der Gesamtsumme aus: Statt 6,5 Millionen Euro im Jahr 2024 wurden 2025 nur noch 1,8 Millionen Euro ausbezahlt.
Ein wesentlicher Grund dafür ist die Kürzung des Zuschusses selbst. Dieser wurde von 600 auf 250 Euro reduziert. Für 2025 waren ursprünglich 2,45 Millionen Euro budgetiert. Durch die geringere Zahl an Auszahlungen sparte sich das Land rund 650.000 Euro.
Der Rückgang ist kein Einzelfall, sondern Teil eines längerfristigen Trends. 2023 wurde der Zuschuss noch rund 12.000-mal ausbezahlt, was Kosten von 7,2 Millionen Euro verursachte. 2024 gab es 10.900 Auszahlungen in Höhe von 6,5 Millionen Euro. 2025 waren es nur noch 7.400 Fälle. Die meisten Anträge wurden in der Stadt Salzburg bewilligt, nämlich 4.353. Am niedrigsten war die Zahl im Lungau mit 247 Auszahlungen.
In anderen Bundesländern gibt es ebenfalls vergleichbare Zuschüsse - die Einkommensgrenzen und Auszahlungsbeträge unterscheiden sich dabei jedoch deutlich. Ab Mitte März wird zudem in Oberösterreich ein neuer 200-Euro-Heizkostenzuschuss starten. Welche Zuschüsse es je Bundesland in 2026 noch gibt, findet man hier auf Finanz.at.
Zu hohe Einkommen als Ursache
Als Ursachen nennt das Land einerseits einen deutlichen Rückgang bei den Anträgen, andererseits rund 1.500 Ablehnungen, meist wegen zu hoher Einkommen. Die aktuelle Einkommensgrenze für Alleinlebende liegt bei 1.424 Euro und damit unter der Armutsgefährdungsgrenze von 1.600 Euro. Genau hier setzen die Grünen mit ihrer Kritik an. Sozialsprecherin Kimbie Humer-Vogl fordert eine Anhebung der Einkommensgrenzen sowie eine Erhöhung des Zuschusses auf 300 Euro. Zusätzlich solle es eine jährliche Inflationsanpassung geben.
Darüber hinaus schlagen die Grünen vor, den Heizkostenzuschuss automatisch gemeinsam mit der Ausgleichszulage an Mindestpensionisten auszuzahlen, um den Zugang zu vereinfachen und verdeckte Armut besser abzufedern. Soziallandesrat Wolfgang Fürweger (FPÖ) hingegen spricht von einer effizienteren und zielgerichteten Unterstützung.
Mehr Informationen: Heizkostenzuschuss

