Entlastungsplan: So geht es mit den Bonuszahlungen 2024 weiter

Am Mittwoch lässt Finanzminister Brunner (ÖVP) in einer Presseaussendung über die Pläne der Bundesregierung zu weiteren Entlastungen und Einmalzahlungen gegen die Teuerung aufhorchen. Alle Details zum Defizit, den Staatsausgaben und wie es mit den Bonuszahlungen 2024 weitergehen wird, findet man hier auf Finanz.at.

27.04.2023, 09:46 Uhr von
Euroscheine
Bildquelle: Finanz.at / Euroscheine
Neue Steuerausgleich-App
Mit der neuen App reicht man in wenigen Minuten den Steuerausgleich ein und holt heuer durchschnittlich bis zu 1.000 Euro vom Finanzamt zurück.
4,6 / 5

Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) macht am Mittwoch in einer Pressemitteilung eine klare Ansage zu Hilfsmaßnahmen und Entlastungen gegen die Teuerung. Wie es mit den Bonuszahlungen in Österreich weitergeht, findet man hier auf Finanz.at:

Plan: Defizit halbieren, Staatsausgaben reduzieren

Man peile eine Halbierung des Defizits von derzeit 3,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für 2023 auf 1,6 Prozent in 2024 an. "Mein Ziel ist, dass Österreichs Defizit ab 2024 deutlich unter 3% des BIP liegt", so Brunner. Das wäre ein deutliches Signal für die Einhaltung der europäischen Regeln. Dazu wurde im Ministerrat das Österreichische Stabilitätsprogramm 2022 bis 2026 beschlossen.

Die Schuldenquote solle ebenfalls bis 2026 von 78,4 Prozent des BIP (2022) auf 71,4 Prozent sinken. Laut Brunner haben die "Krisenbewältigungsmaßnahmen der vergangenen Jahre den Staatshaushalt stark belastet". Man müsse bei den Leistungen wieder in den Vorkrisenmodus wechseln. Strukturelle Maßnahmen (Abschaffung kalte Progression, Valorisierung der Sozialleistungen) hätten die Kaufkraft durch höhere Einkommen gestärkt. Das würde auch der Budgetdienst des Parlaments bestätigen. Diese Maßnahmen sollen langfristig Wirkung zeigen, so das BMF.

Tipps
Kostenlose Kreditkarte mit Bestpreisgarantie und 50-Euro-Bonus!
Kreditkarte
Geld vom Finanzamt zurückholen!
Steuerausgleich

Einmal- und Bonuszahlungen seien daher ab 2024 Geschichte. Denn: Man müsse, so Brunner, die "Staatsausgaben bremsen". Die diversen Bonuszahlungen an unterschiedliche Personengruppen haben das Budget seit 2022 stark belastet. Zudem seien sie, so die Kritik vieler Wirtschaftsexperten - allen voran WIFO-Chef Gabriel Felbermayr - auch Inflationstreiber. Demnach könne man davon ausgehen, dass keine neuen Boni ab 2024 geplant werden.

Familienbeihilfe und Co. könnten um über 10 Prozent steigen

Aufgrund der Rekord- Inflation von über 10 Prozent im Durchschnitt könnten die Sozialleistungen und Pensionen ab 2024 um knapp 10 Prozent steigen. Aus heutiger Sicht würde der dafür notwendige Berechnungszeitraum eine durchschnittlich zweistellige Inflationsrate ergeben. Experten rechnen bis Jahresende mit sieben bis acht Prozent.

Dennoch ist klar: die Erhöhung der Familienbeihilfe und weiterer Sozialleistungen wird für das Jahr 2024 deutlich höher ausfallen. 2023 lag die Anhebung (Valorisierung) bei 5,8 Prozent. Auch Pensionen und die Grenzen der Steuertarife der Lohnsteuer bzw. Einkommensteuer wären davon betroffen. (siehe Lohnsteuertabelle)

Diese Bonuszahlungen kommen dennoch in 2023

Im Jahr 2023 gibt es dennoch bereits beschlossene Einmalzahlungen und Geld-Boni, die beantragt werden können bzw. automatisch ausgezahlt werden. Dazu zählt unter anderem der Wohn- und Heizkostenzuschuss bzw. Energiebonus je Bundesland gegen die steigenden Strom- und Heizkosten.

Tipp
Kostengünstiges Wertpapier-Depot
Erste Bank
Erste Bank
Depot

Online-Wertpapierhandel mit Orders rund um die Uhr für Handel von Aktien, Zertifikaten, Optionsscheinen, ETFs, Anleihen & Investmentfonds, sowie Intraday Trading.

Weitere Boni, wie der Angehörigenbonus von 750 Euro ab Juli und der 333-Euro-Pensionsbonus an MindestpensionistInnen im Juni. Letzterer gilt als Fehlerkorrektur aufgrund der zu geringen Auszahlungen im März 2023.

Der im Herbst geplante Klimabonus von bis zu 200 Euro ist freiwillig nicht betroffen. Dieser wurde als Ausgleich zur CO2-Steuer eingeführt und hat grundsätzlich nichts mit der aktuellen Teuerungskrise zu tun.

Steuerausgleich in wenigen Minuten erstellen!
Mit der neuen Steuer-App holen sich ArbeitnehmerInnen in nur wenigen Minuten ihr Geld vom Finanzamt zurück.
4,6 / 5
Finanz.at folgen!
Keine News mehr verpassen und Finanz.at auf Google News folgen:

Mehr Informationen: Inflation

News in Finanzen
Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
Buchhaltungssoftware
Kostenlos Rechnungen, Angebote und mehr erstellen mit der Software von Finanz.at!
Disclaimer (Produktplatzierungen & Werbung)

Viele oder alle der hier vorgestellten Produkte stammen von unseren Partnern, die uns entschädigen. Dies kann Einfluss darauf haben, über welche Produkte wir schreiben und wo und wie das Produkt auf einer Seite erscheint. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf unsere Bewertungen. Unsere Meinung ist unsere eigene.

Kostenlose News und Tipps!
Erhalte aktuelle News und Finanz-Tipps monatlich per E-Mail!
Schlagwörter:
Entlastung
Bonuszahlungen
Teuerung
Anti-Teuerungsmaßnahmen
Mehr Schlagzeilen