Neuer Bonus fix: Reform bringt 140 Euro monatlich mehr für Zehntausende

Im Zuge der Pflegereform soll für zehntausende Betroffene der Pflegebonus auf 140 Euro pro Monat erhöht werden. Auch in anderen Bundesländern gibt es ähnliche Zuschüsse. Der bundesweite Betrag wurde heuer abermals erhöht. Alle Details findet man hier auf Finanz.at.

13.03.2026, 07:00 Uhr von
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Bildquelle: Finanz.at / Canva (Montage) / Euro

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In Oberösterreich wird der Pflegebonus weiter ausbezahlt. Die Landesregierung hat im Februar einen entsprechenden Beschluss gefasst, womit tausende Beschäftigte im Pflegebereich auch künftig zusätzliches Geld erhalten. Finanz.at hat berichtet. Von der Maßnahme profitieren rund 32.000 Personen im Bundesland. Anspruch haben unter anderem Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegefach- und Pflegeassistentinnen und -assistenten, Diplom- und Fach-Sozialbetreuer sowie Heimhelfer. Damit richtet sich der Bonus an zentrale Berufsgruppen im Pflege- und Betreuungsbereich.

Aktuell beträgt der Pflegebonus 2.460 Euro brutto pro Jahr. Bei Vollzeitbeschäftigung wird dieser Betrag auf 14 Monatsraten aufgeteilt. Das ergibt 140,57 Euro brutto pro Monat zusätzlich. Wie viel davon netto bleibt, hängt vom jeweiligen Gesamteinkommen ab.

Bundesweite Pflegereform

Eingeführt wurde der Bonus im Zuge der bundesweiten Pflegereform. 2022 gab es zunächst eine Einmalzahlung von 2.000 Euro. Ab 2023 erfolgte die Auszahlung in 14 Teilbeträgen, seit 2024 liegt die jährliche Summe bei 2.460 Euro. Während in anderen Bundesländern über Anpassungen oder die weitere Finanzierung diskutiert wird, hat Oberösterreich nun frühzeitig Klarheit geschaffen.

Weitere Pflege- und Angehörigenboni möglich

Auch in anderen Bundesländern bzw. bundesweit gibt es noch Zuschüsse und Bonuszahlungen in Zusammenhang mit der Pflege. In Niederösterreich gibt es etwa auch heuer wieder den NÖ Pflege- und Betreuungsscheck. Dieser fördert pflegebedürftige Personen mit 1.000 Euro pro Jahr extra. Anträge sind pro Kalenderjahr von 01. Januar bis inklusive 31. Dezember 2025 möglich. Zu den Anspruchsvoraussetzungen zählen neben dem Hauptwohnsitz im Bundesland Niederösterreich auch das Vorliegen bestimmter Pflegestufen und der Bezug des Pflegegeldes, sowie weitere Kriterien. Details dazu findet man u.a. auf der Webseite des Landes Niederösterreich.

Seit Juli 2023 wird in ganz Österreich zudem der sogenannte "Angehörigenbonus" ausgezahlt. Er beträgt in 2026 monatlich 134,40 Euro bzw. jährlich 1.612,80 Euro.

Gleichzeitig wurde, wie auch der Angehörigenbonus, das Pflegegeld mit Jahresbeginn erneut um 2,7 Prozent angehoben. Die Höhe ab 2026 kann auch mit dem Pflegegeld-Rechner online berechnet werden. Dabei wird der monatliche Pflegebedarf anhand der Stundenanzahl eingetragen und das Jahr ausgewählt, für das der Auszahlungsbetrag berechnet werden soll.

Plegestufe Betrag 2025 Betrag 2026 *
Stufe 1
Monatl. Pflegebedarf mehr als 65 Stunden
200,80 Euro 206,30 Euro
Stufe 2
Monatl. Pflegebedarf mehr als 95 Stunden
370,30 Euro 380,30 Euro
Stufe 3
Monatl. Pflegebedarf mehr als 120 Stunden
577,00 Euro 592,60 Euro
Stufe 4
Monatl. Pflegebedarf mehr als 160 Stunden
865,10 Euro 888,50 Euro
Stufe 5
Monatl. Pflegebedarf mehr als 180 Stunden
bei außergewöhnlichem Pflegeaufwand
1.175,20 Euro 1.207,00 Euro
Stufe 6
Monatl. Pflegebedarf mehr als 180 Stunden
bei regelmäßiger Betreuung bei Tag und Nacht
oder dauernder Anwesenheit einer Pflegeperson (24 Stunden)
1.641,10 Euro 1.685,50 Euro
Stufe 7
Monatl. Pflegebedarf mehr als 180 Stunden
wenn keine "zielgerichtete" Bewegungen der Extremitäten möglich
2.156,60 Euro 2.214,90 Euro
* Die Beträge werden um 2,7% angehoben. Die Beträge gelten pro Monat und sich von der Lohnsteuer und Krankenversicherungsbeiträgen befreit.

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aktualisiert: 13.03.2026, 07:00 Uhr
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Mehr Informationen: Angehörigenbonus

Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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