Die einzelnen Wertpapiere setzen sich bei einem Indexfonds ähnlich oder exakt zusammen wie der in Bezug genommene Index. Der betreffende Index ist oft ein bekannter Börsenindex, wie der DAX oder der ATX. Beträgt die neue Gewichtung des Aktienindex statt 4 nun 5 Prozent, so kauft der Fondsmanager im Zuge dessen auch die entsprechende Aktie um 5 Prozent nach – andere Werte werden mitunter abgestoßen.

Was zeichnet Indexfonds aus?

Man kann Indexfonds grundsätzlich in zwei verschiedene Strategien unterteilen. Diese werden nachfolgend näher erläutert.

  • Indexfonds, die passiv gemanagt werden: Diese versuchen, den Index, auf den es sich bezogen wird, möglichst exakt nachzubilden. Gewinn oder Verlust wird nahezu dem des Aktienindex entsprechen. Die Indexfonds, welche passiv verwaltet werden, verzeichnen grundsätzlich weniger Schwankungen, die Kosten für den Fonds sind hier auch geringer. Diese Strategie ist in den letzten Jahren bei Anlegern durchaus sehr beliebt geworden.
  • Indexfonds, die aktiv gemanagt werden: Diese Indexfonds investieren zwar in die Wertpapiere aus Sicht des Index, wollen diesen jedoch überbieten. Dies gelingt natürlich nicht immer. Wählt man diese Strategie, so kann man schon im Vorhinein mit höheren Kosten für das Fondsmanagement rechnen.

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Die Vor-, aber auch Nachteile, die ein Indexfonds mit sich bringt werden hier schematisch dargestellt.

Vorteile:

  • Passiv verwaltete Indexfonds sind relativ einfach in der Handhabung und zu verstehen, ferner fallen bei diesen Fonds weniger Kosten für Gebühren und dergleichen an, als bei aktiv verwalteten Indexfonds.
  • Indexfonds spielen auch bei der Portfolioerstellung eine wichtige Rolle.

Nachteile:

  • Aktiv verwaltete Indexfonds benötigen mehr Management und das bedeutet für den Anleger einiges mehr an Kosten für den Fondsmanager. Auch andere Gebühren sind bei diesen Indexfonds höher als bei passiv gemanagten. Das macht diese Art von Indexfonds bei vielen Anlegern unbeliebt und kommt in der Regel nicht oft vor. Ein weiterer Punkt, weswegen die Indexfonds, die aktiv gemanagt werden, nicht so beliebt sind oder als Nachteil gesehen werden kann, ist folgender: Ein solcher Fonds versucht immerzu den Börsenindex, an den er sich hält, zu überbieten. Dies geschieht im rund 98 Prozent nicht, daher ist diese Strategie nicht wirklich fruchtend. Manche Fonds schaffen es, den Börsenindex zu überbieten, jedoch ist dieser Zustand meist nicht von Dauer, da sich die Werte der (Börsen-)Indizes ständig ändern.
  • Da passiv gemanagte Fonds jedoch weniger Gebühren bringen, sind diese bei den Banken unbeliebt und werden nicht so oft angeboten.

Was sollte man bei Indexfonds beachten?

Folgende Tipps sollte man vor und beim Kauf von Indexfonds beachten. Diese Tipps gelten mitunter aber auch für andere Fonds oder Wertpapiere. Zunächst sollte man sich ein preiswertes Depot suchen. Ein Vergleich im Vorfeld kann einem über die Jahre gerechnet einige Hundert Euro ersparen – Geld, dass man anlegen kann. Dann sollte beim Kauf darauf achten, dass dieser an der Börse vonstattengeht, damit man sich einen großen Teil oder den gesamten Ausgabeschlag erspart.

Will man etwa 50.000 Euro anlegen, so würden die Ausgabenaufschläge bis zu 2.500 Euro betragen. Des Weiterem sollte man kostengünstige Fonds auf marktbreite Indizes kaufen. Man sollte wissen, dass es bei den Kosten einen enormen Unterschied gibt. Kauft man zu den 50.000 Euro normale, klassische Fonds so würden Gebühren von rund 1.000 Euro pro Jahr fällig werden (natürlich variiert diese Summe je nach Anbieter), bei Indexfonds wäre die jährliche Belastung gerade einmal 150 Euro. Man würde sich also auch hier 850 Euro jährlich sparen, die man wiederum gewinnbringend anlegen könnte. Die Gebühren und Kosten, die zu zahlen sind, können sich bei steigenden Werten der klassischen Fonds über die Jahre hinweg auf eine enorme Summe zusammensummieren.

Positive Entwicklungen und Renditen

Der Index MSCI World, ein weltweiter Index, ist in den letzten Jahren durchschnittlich um 8 Prozent jährlich gestiegen. Geht man wieder von den 50.000 Euro, die angelegt werden, aus, so würde hätte man – trotz Finanzkrise – innerhalb der letzten 15 Jahre eine Summe von rund 155.000 Euro zusammen bekommen. Natürlich gibt es für diese Entwicklung keine Garantie, es war und ist jedoch zu beobachten, dass beispielsweise der MSCI World über die Jahre gesehen keinen Verlust macht. Die Chancen auf einen Gewinn auf einen so langen Zeitraum gesehen, ist also schon vorhanden. Auf Grund der Entwicklung sollte man Indexfonds auf alle Fälle über einen Zeitraum von mindestens 10 bis 15 Jahre anlegen. Das Verlustrisiko ist relativ gering, die Chancen auf einen schönen Gewinn sind vorhanden. Das macht den Charme des Indexfonds aus. Natürlich kann man das auf viele andere, bekannte Indizes auch umlegen, die Nennung des MSCI World war nur eine beispielhafte Darstellung und stellt auch in keinem Falle eine Empfehlung dar.

Ein Vergleich der verschiedenen Strategien und Produkte, der Indizes und deren Entwicklung im Vorfeld kann mitunter sehr hilfreich sein. Auch können einem diese Informationen von einem seriösen, guten Fondsmanager gestellt werden. Auf Grund der dann vorliegenden Informationen kann man entscheiden, ob man in Indexfonds investieren will und wenn ja, in welche und in welcher Form. Man sollte in jedem Fall, wie bei jeder anderen Anlagemöglichkeit auch, alle Möglichkeiten überdenken und dann erst eine Entscheidung treffen.