Je nach Art des Fonds werden in einem Investmentfonds verschiedene Anleihen und/oder Aktien zusammengefasst und von einem Fondsmanager verwaltet. Die Wertpapiere, die im Fonds enthalten sind, werden ständig ausgetauscht. Hauptaugenmerk liegt auf der Gewinnmaximierung.

Was sind Investmentfonds?

Investmentfonds: Die Zusammensetzung des Fondsvermögens ist in den dafür bestimmten Richtlinien festgelegt. Kauft man einen Fondsanteil, ist man auch Miteigentümer des Fonds. Man sollte bei einem Beratungsgespräch unbedingt im Hinterkopf behalten, dass es sich bei den vom Berater vorgelegten Daten um Vergangenheitswerte handelt und man daraus keine garantierte Prognose für die Zukunft abgeben kann. Auch wichtig zu hinterfragen ist der von den Fondsgesellschaften verlangte Aufschlag, der zwischen 0,5 und 5 Prozent liegen kann.

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Was zeichnet diese aus?

Bei den Investmentfonds finden sich verschiedene Unterarten wieder. Diese kann man wie folgt kategorisieren:

  • Geldmarktfonds: Darunter versteht man die Investition in Festgelder, aber auch Anleihen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr. Man kann Geldmarktfonds als sicher ansehen. Ertragsmäßig erzielen diese aber gerade einmal so viel wie ein herkömmliches Sparbuch – wenn überhaupt.
  • Aktienfonds: Diese können auf lange Sicht höhere Erträge einbringen. Veranlagt man aber sein Geld nur auf kurze Sicht, so besteht ein hohes Risiko an Kursschwankungen, was wiederum den Verlust von Geld bedeuten kann. Ganz allgemein sollte man nur dann in Aktienfonds investieren, wenn man sich sicher ist, das Geld nicht in absehbarer Zeit wieder zu brauchen.
  • Rentenfonds: Hierbei legt man sein Geld in Pfand- und Kommunalbriefe, Bundesanleihen oder Anleihen von Unternehmen an. Eine kontinuierliche Wertentwicklung kann in der Regel verzeichnet werden. Dies ist deshalb so, weil Anleihen eine fixe Verzinsung aufweisen und eine stabile Kursentwicklung vorzeigen. Natürlich sind aber auch bei Rentenfonds, wie bei den meisten Fonds, Aktien und Anleihen, negative Kursentwicklungen möglich.
  • Dachfonds: Hier investiert man sein Fondsvermögen nicht in Einzeltitel, sondern Fondsanteile anderer Investmentfonds werden gekauft. So erzielt man eine breite Streuung an Produkten, was wiederum zur Folge hat, dass das Risiko minimiert wird. Es kann jedoch sein, dass durch die große Streuung der Käufe von Dachfonds höhere Kosten entstehen.
  • Gemischte Fonds: Hier wird einerseits in Anleihen, andererseits in Aktien investiert. Damit wird versucht, sowohl die Vorteile von Aktienfonds – den höheren Ertrag - , als auch die der Rentenfonds – stabilere Kursentwicklung – zu vereinen.

Wenn man einen Vor- und Nachteile-Vergleich der Investmentfonds machen möchte, so kann man diese gegenüberstellen. Vorteile sind etwa, dass man die Erfolge eines Großanlegers durch die breite Streuung kleiner Vermögen erzielen kann. Damit ist gemeint, dass man einerseits das Risiko hat, dass die Kurse mancher Anteile fallen, andererseits jedoch auch die Chance, dass anderen Anteils-Kurse wieder steigen. So vermindert das Streuen des Fondsvermögens auf verschiedene Fonds in allen Währungen auf der ganzen Welt das Risiko enorm. Als Nachteil kann gesehen werden, dass es trotz vieler Strategien keine Garantie gibt, dass das investierte Geld nicht verloren geht. Nicht zuletzt ist das wegen des bestehenden Verlustrisikos auf Grund eines Kurseinbruches der Fall. Andere Gründe hierfür können aber auch sein, dass man plötzlich das Geld wieder braucht und seine Anteile vorzeitig verkauft. Zuletzt kann ein weiterer Nachteil in den mitunter oft hohen Kosten gesehen werden. Es ist in der Regel ein Ausgabeaufschlag zu zahlen, eine Depotgebühr bzw. auch Rücknahmespesen im Falle eines vorzeitigen Verkaufes.

Was sollte man bei Investmentfonds beachten?

Folgende Tipps in Bezug auf Fondssparen bzw. Investmentfondssparen sollte man beachten:

  • Bei Investmentfonds fallen im Gegensatz zum Sparbuch Kosten an. Darauf sollte man als Anleger auf alle Fälle achten. Nicht nur der Ausgabeaufschlag, der bereits erwähnt wurde, sondern auch Verwaltungsgebühren gilt es hier zu beachten und zu berücksichtigen.
  • Man sollte auch vor dem Kauf von Investmentfonds seine Risikoeignung prüfen. Damit ist gemeint, man sollte vorab wissen, ob man Wertschwankungen bzw. Verluste finanziell verkraften kann.
  • Da Investmentfonds ein mittel- bis langfristiges Anlageinstrument darstellen, sollte man vorab die Anlagedauer festlegen. Man sollte auch im Vorhinein wissen, ob man für eine gewisse Zeit das Geld, was man investiert hat, nicht brauchen wird.
  • Falls man sich nicht sicher ist, ob man eventuell das Geld früher braucht, als die Laufzeit wäre, sollte man unbedingt vor dem Kauf die Kündigungsfristen vergleichen. Bei bestimmten Fonds gibt es eine vorgesehene Mindesthaltedauer, die man einhalten muss. Wenn man jedoch in reine Investmentfonds investiert, gibt es grundsätzlich keine Kündigungsfristen, man kann also jederzeit seine Anteile verkaufen. Dies geschieht zum aktuellen Rücknahmepreis. Wenn dieser unter dem damaligen Ankaufspreis liegt, erleidet man jedoch einen Verlust.

Im Fondsmanager müssen dem Gesetz nach eine gewisse Anzahl an Wertpapieren in einem Investmentfonds enthalten sein. Es kann auch sein, dass in einem solchen Fonds auch hunderte Positionen enthalten sind. Und genau das ist es, was den Investmentfond so attraktiv macht. Man kann ganz einfach an vielen Wertpapieren beteiligt sein und vermindert damit sein Risiko. Verwaltet werden diese Fonds von diversen Fondsgesellschaften. Nach dem Kauf muss man sich als Anleger um nichts mehr kümmern und kann der Entwicklung des Fonds zusehen.

Vorab Informationen einzuholen ist auf alle Fälle nicht verkehrt und vermeidet Missverständnisse.