Unter Rentenfonds versteht man im Allgemeinen Sondervermögen, deren größter Teil in festverzinsliche Wertpapiere von ausländischen und inländischen Emittenten investiert ist. Anders gesagt, handelt es sich bei Rentenfonds um Investmentfonds, die vorwiegend in festverzinsliche Wertpapiere investieren.

Zu den Wertpapieren in denen bei Rentenfonds investiert wird zählen man im Wesentlichen Bundesanleihen, Staatsanleihen, Länderanleihen, Pfandbriefe, Inhaberschuldverschreibungen, Unternehmensanleihen und Kommunalobligationen. Aber auch Nullkuponanleihen und Anleihen mit variabler Verzinsung sowie Geldmarktanlagen gehören zu den Anlagen, in die im Zuge eines Rentenfonds investiert wird.

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Was zeichnet Rentenfonds aus?

Grundsätzlich unterscheidet man innerhalb der Rentenfonds zwischen Euro-Rentenfonds, Fremdwährungsrentenfonds und Risiko-Rentenfonds. Diese werden im Anschluss näher erläutert und definiert.

Euro-Rentenfonds:

Diese investieren in der Regel in Schuldtitel, die auf Euro lauten. Es handelt sich hierbei um eine sehr konservative Form der Anlage, sofern der Schuldner eine gute Bonität vorzuweisen hat. Die Wertentwicklung ist weitgehend positiv und wird nur durch Zinsänderungen und Kursveränderung bestimmt. Es wurden über einen langen Zeitraum Investmentfonds, besser gesagt Rentenfonds, untersucht und analysiert. Besonderer Bezug wurde hier auf die Euro-Rentenfonds genommen. Bei der Analyse gab es einige Neuerungen, die das Bewertungssystem betreffen. Diese Änderungen beliefen sich unter anderem auf der Neugruppierung von Fondsmärkten.

Die Rentenfonds, die in Euro-Anleihen investieren, werden demnach in Risikogruppen oder -klassen eingeteilt. In der Praxis teilt man die Rentenfonds also in Fonds mit sehr geringem, geringe, mittlerem und mit erhöhtem Risiko ein. Ein Risiko besteht bei Euro-Rentenfonds auch aus dem Grund: Wenn man festverzinste Anleihen besitzt, so kann dies bei einer allgemeinen Kapitalmarktzinserhöhung durchaus negativ für den Anleger sein, da die Zinsen der Anleihe des Anlegers nicht steigen.

Will man seine Anleihen folglich verkaufen, so muss man einen Käufer für diese finden. Dazu muss die Verzinsung mit den neu vergebenen Anleihen annähernd gleich sein. Der Kaufpreis der alten Anleihe muss also sinken – dies bedeutet, dass der Kurswert sinken muss. Der sich daraus resultierende Kursverlust ist umso höher, je länger die Restlaufzeit ist. Um diese Kursschwankungen möglichst zu vermeiden oder zumindest zu minimieren, investieren Rentenfonds vor allem in kurz laufende oder bald auslaufende Euro-Anleihen von Schuldnern mit hoher Bonität.

Fremdwährungsrentenfonds:

Bei Fremdwährungsrentenfonds kommt zu dem Zinsänderungs- und Kursänderungsrisiko auch das Währungsrisiko hinzu. Man kann bei Fremdwährungsrentenfonds gezielt auf die Kursentwicklung einer Währung, beispielsweise dem Dollar oder dem Yen, wetten. Diese Art von Wetten bringen ein hohes Maß an Risiko mit sich und können für die eigene finanzielle Situation gefährlich sein. Dies ist nicht zuletzt deswegen so, da Währungen „machen, was sie wollen“. Man kann Prognosen, für die Wertentwicklung einer Währung anstellen, mit Sicherheit weiß man jedoch nie, in welche Richtung sich eine Währung in Zukunft entwickeln wird.

Die wichtigsten Fremdwährungsrentenfonds setzen auf Anleihen, die in Dollar, Schweizer Franken, japanische Yen oder Pfund ausgegeben werden. Man muss beim Investieren in ein solches Produkt nicht nur die Währungsentwicklung im Auge behalten, sondern obendrein die Zinsentwicklung. Entwickeln sich die Zinsen schlecht und der Wert der Währung verändert sich zu Ungunsten des Anlegers, so kann es zu enormen Verlusten, wenn nicht sogar zu einem Totalverlust kommen. Zusammenfassend kann man sagen, dass man realistischerweise nicht voraussagen kann, in welche Richtung sich eine Währung entwickeln wird und somit Fremdwährungsrentenfonds nichts anderes als Wetten sind. Wetten, die einem im schlechtesten Fall einen Totalverlust bringen.

Risiko-Rentenfonds:

Die Bezeichnung Risiko-Rentenbonds findet man in der Praxis eher nicht. Damit werden Produkte bezeichnet, die in Anleihen zweit- oder drittklassiger Schuldner investieren. Manchmal kommt es sogar vor, dass in sogenannte Junk Bonds (zu Deutsch: „Schrottanleihen“) investiert wird. Das Risiko, dass die Schuldner ihren Zahlungen nicht nachkommen, ist erhöht. Das Ergebnis kann schlussendlich ein Totalausfall der Anleihe sein oder dass diese zu hohen Kosten umstrukturiert werden muss. Es kann jedoch auch sein, dass nichts Negatives passiert. Ist dies der Fall, so bekommt man folglich auch mehr Rendite ausbezahlt, als bei anderen Produkten.

Was sollte man Rentenfonds beachten?

Betrachtet man das Risiko von Rentenfonds im Allgemeinen, kann folgendes Resümee gezogen werden: Das Risiko von Rentenfonds ist grundsätzlich deutlich niedriger als bei Aktienfonds. Euro-Rentenfonds eignen sich für besonders konservative Anleger. Auch aber Rentenfonds können massive Schwankungen aufweisen. Wenn die Zinsen am Kapitalmarkt steigen, führt dies zu Kursschwankungen bzw. Wertverlusten. Davon sind vor allem Anleihen mit einer längeren Restlaufzeit betroffen.

Ein Beispiel für einen Rentenfonds mit einem sehr hohen Risiko kann sein: Dies wäre etwa ein Rentenfonds, der nur in Unternehmensanleihen aus Entwicklungsländer investiert. Diese Unternehmen bringen eine erhöhte Insolvenzgefahr mit sich. Das dadurch erhöhte Risiko bewirkt auch die Chance auf eine höhere Rendite.

Ein Beispiel für einen Rentenfonds mit einem sehr geringen Risiko kann sein: Ein solcher Fonds kann zum Beispiel in österreichische oder deutsche Staatsanleihen investieren. Staatsanleihen gelten als sehr sicher. Das geringere Risiko bringt jedoch auch weniger Renditeversprechen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es innerhalb der Rentenfonds sowohl konservative und relativ sichere Produkte gibt, aber auch sehr spekulative, mit hohem Risiko verbundene. Je nachdem, wie man selbst als Anleger eingestellt ist, welche Erfahrung und Erwartungen man hat, entscheidet sich, für welches Produkt man am geeignetsten ist. Das Einholen von Informationen im Vorfeld ist bestimmt von Vorteil.