Bei jedem Möbelkauf sollte darauf geachtet werden, dass hier eine solide Finanzierung vorhanden ist. Das gilt vor allen Dingen, wenn eine solche Anschaffung zwar nötig, jedoch aus finanziellen Gründen aktuell nur schwer aus eigenen Mitteln umzusetzen ist. Hierfür gibt es Anbieter, die auch beim Erwerb von Möbeln Ratenkauf anbieten. Hier kann dann der Preis für die Möbel in Raten abgezahlt werden.



Voraussetzungen zur Ratenzahlung

Wenn ein solches Angebot vom Käufer in Anspruch genommen wird, muss bei dieser Finanzierungsart in Österreich eine gute Bonität des Käufers bei der KSV vorliegen. Ebenso ist der Käufer der Möbel an den Ratenkaufvertrag für den dort festgesetzten Zeitraum und die dort vorhandenen Vereinbarungen und Bedingungen gebunden. Deshalb ist es wichtig, diese Bedingungen vor einer Unterschrift genau zu prüfen und darauf zu achten, dass ein solcher Ratensparvertrag den monatlichen finanziellen Rahmen nicht sprengt.

Dabei ist die Laufzeitlänge sowie die Ratenhöhe nicht nur vom Warenwert der Möbel abhängig, sondern bei den Anbietern besteht hier zum Teil auch die Möglichkeit, die monatliche Verpflichtung an die eigenen Möglichkeiten anzupassen. Wenn der Betrag zügiger beglichen werden soll, sollte eine höhere Rate mit einer kürzeren Tilgungszeit ausgewählt werden. Wenn dagegen niedrigere Ratenbeträge vereinbart werden, werden die monatlichen Kosten auch niedriger gehalten.

Ebenfalls spielen die Konditionen für einen solchen Abschluss eine Rolle. Hier geht es vor allen Dingen um die Zinssätze der Anbieter in Österreich. Auch gibt es im derzeitigen niedrigen Zinsumfeld Angebote, bei denen zum Teil keine Zinsen anfallen.

Vor- und Nachteile

Die Vor- und Nachteile von einem Ratenkauf von Möbeln in Österreich:



Vorteile

Ein Vorteil ist, dass die bestellten Möbel direkt nach Abschluss des Ratenkaufvertrages zum Versand kommen und somit sehr kurzfristig zur Verfügung stehen. Das ist dann sehr wichtig, denn diese Teile sehr kurzfristig benötigt werden und eine finanzielle Durststrecke vorliegt.

Wie bereits erwähnt, werden bei einem solchen Ratenkauf teilweise 0-Prozent-Finanzierungen angeboten. Dadurch muss der Käufer nur mit den einzelnen Raten den Warenwert bezahlen.

Nachteile

Durch einen Ratenkaufvertrag wird eine finanzielle Verpflichtung gegenüber dem Verkäufer eingegangen. Hierbei handelt es sich um einen Kredit. Die Gefahr besteht hier grundsätzlich, dass ein Ratenkauf, vor allen Dingen, wenn es um hohe Beträge geht, zu einer zunehmenden finanziellen Belastung werden kann.

Deshalb sollte grundsätzlich immer darauf geachtet werden, dass die Raten pünktlich und in vollem Umfang bezahlt werden. Sonst besteht die Gefahr von Mahnungen und teuren Inkassogebühren bei ausbleibenden Zahlungen, die dann eine 0-Finanzierung aufgrund der erhöhten Kosten für Inkassogebühren dann zunichte machen.



Daniel Herndler
Autor:
Chef-Redaktion | Ressorts: Finanzen, Steuern und Wirtschaft
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte als Finanzexperte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
Email: dh@finanz.at | Twitter: @DanielHerndler
Stand: 10.02.2020, 09:43 Uhr | Richtlinien | Über Finanz.at | Kontakt

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