Ob aufgrund eines Defekts, veralteter Geräte oder für den Einzug in das eigene Zuhause, Elektrogeräte zu kaufen kann kostspielig sein. Nicht jeder hat ausreichend Geld für eine Barzahlung auf der Seite. Oft fehlt auch die Zeit, um das benötigte Kapital zusammenzusparen, da die Anschaffung von Kühlschrank, Kaffeemaschine, TV, Herd usw. dringend erforderlich ist. Doch nicht nur Personen mit finanziellem Engpass entscheiden sich dazu, Elektrogeräte auf Raten zu kaufen.



Langfristig und sparsam denken

Die Versuchung eine Ratenzahlung vorzunehmen ist in der heutigen Zeit groß, da es Kunden relativ einfach gemacht wird, Produkte wie Elektrogeräte auf Raten zu zahlen. Doch dieser Schritt sollte auch gut überlegt sein. Wer in eine Wohnung einzieht und keine Elektrogeräte besitzt, dem bleibt keine andere Wahl. Auch wer aufgrund eines Blitzschlags defekte Geräte zu Hause stehen und keine entsprechende Versicherung abgeschlossen hat, für den ist der Ratenkauf eine hilfreiche Option. Im Vorfeld sollte jedoch darüber nachgedacht werden, welche monatlichen Raten realisierbar sind.

Außerdem sollten bei geringen Einkommen und vielen Verpflichtungen hohe Anschaffungskosten vermieden werden. Braucht es einen großen und top-aktuellen TV? Kann auf den Wasserkocher verzichtet werden? Tut auch eine preiswerte Spülmaschine ihren Dienst? Das sind Fragen, die sich Personen stellen sollten, bevor sie Elektrogeräte auf Raten kaufen.

Ratenkauf bei Händlern mit kooperierenden Finanzinstituten

Häufig kann direkt über den Händler ein Kreditvertrag für den Ratenkauf abgeschlossen werden. Wird ein solcher Vertrag abgeschlossen, verpflichtet sich der Käufer die festgelegten Raten des Vertrages pünktlich an das vom Händler ausgewählte Finanzinstitut zurück zu bezahlen. Wer ein solches Vorhaben hat, der sollte mit Einkommensnachweis, Kontoauszügen etc. zum Händler gehen, um keine Zeit zu vergolden. Bevor der Ratenkauf gestattet wird, nimmt das mit dem Händler kooperierende Finanzinstitut eine Bonitätsprüfung vor. Verläuft diese positiv, kann die Ware sofort mit nach Hause genommen beziehungsweise an den gewünschten Standort geliefert werden.

Vorsicht bei der 0%-Finanzierung

Besonders verlockend klingen 0%-Finanzierungen, die von manchen Händlern angeboten werden. Kunden sollten jedoch bedenken, dass der Händler als auch die Bank etwas verdienen möchten. Daher wird manchmal der Verkaufspreis der Elektrogeräte erhöht, um Kunden eine zinsfreie Finanzierung zu ermöglichen. Es kann auch sein, dass im Kreditvertrag versteckte Kosten enthält. Dementsprechend sollten Kunden bei diesen Angeboten den Verkaufspreis vergleichen und den Kreditvertrag genau durchlesen.



Finanzierung durch die Bank – darauf sollte geachtet werden

Eine andere Option ist der Ratenkauf von Elektrogeräten durch die Kreditfinanzierung bei der bevorzugten Bank. Diese Art der Finanzierung bietet meist mehr Spielraum in Bezug auf die Laufzeit und Höhe der Raten. Auch spezielle Konditionen können ausgehandelt werden. So sollte darauf geachtet werden, dass eine frühzeitige Sondertilgung möglich ist. Eventuell auch Ratenpausen, die hilfreich sind, wenn ein finanzieller Engpass gegeben ist. Online bietet sich zudem die Möglichkeit, mittels Vergleichsportalen Kreditangebote verschiedenster Finanzinstitute zu vergleichen. Wer die einzelnen Punkte vor dem Kauf der Elektrogeräte auf Raten beachtet, der kann mit gutem Gewissen einen Vertrag für den Ratenkauf abschließen.



Daniel Herndler
Autor:
Chef-Redaktion | Ressorts: Finanzen, Steuern und Wirtschaft
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte als Finanzexperte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
Email: dh@finanz.at | Twitter: @DanielHerndler
Stand: 10.02.2020, 12:00 Uhr | Richtlinien | Über Finanz.at | Kontakt

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