Frauen profitieren deutlich weniger von Steuerreform

Von der Erhöhung des Familienbonus von 1.500 Euro pro Kind und Jahr auf 2.000 Euro profitieren vor allem Männer. Höhere Einkommen werden durch diese Maßnahme deutlich mehr entlastet. Bei zwei Kindern spricht der Budgetdienst von bis zu 2.230 Euro pro Jahr.

20.01.2022, 10:12 Uhr von
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Bildquelle: Canva / Euro

Die Erhöhung des Familienbonus von derzeit 1.500 Euro pro Kind und Jahr auf 2.000 Euro ab Juli kommt vor allem Männern zugute. Sie profitieren am meisten von dieser Entlastung im Rahmen der Steuerreform.

Höhere Einkommen werden mehr entlastet

Laut Berechnung des Budgetdienstes macht die finanzielle Entlastung für Arbeitnehmer mit einem Kind zumindest 200 Euro jährlich aus. Mit steigendem Einkommen erhöht sich auch der Entlastungsbetrag. Bei einem Kind steigt er auf bis zu 1.730 Euro, bei zwei Kindern sogar bis zu 2.230 Euro pro Jahr.

Wer keine oder zu wenig Lohnsteuer zahlt, kann von dieser Maßnahme nicht profitieren. Für diese Personen wird die Negativsteuer in Form einer Gutschrift zur Rückerstattung von Sozialversicherungsbeiträgen erhöht. Sie wird um 250 Euro steigen und demnach laut parlamentarischem Budgetdienst bis zu 1.050 Euro betragen. Bei Anspruch auf Pendlerpauschale sind es gar maximal 1.150 Euro.

Information

Alle Maßnahmen und Entlastungen der öko-sozialen Steuerreform findet man hier auf Finanz.at.

Männer profitieren mehr als Frauen

Durch die Erhöhung des Familienbonus, der bei höheren Einkommen deutlich mehr Entlastung pro Jahr bringt, werden vor allem Männer profitieren. In den Bereichen mit hohen Einkommen befinden sich nach Angaben des Budgetdienstes deutlich weniger Frauen als Männer. Dabei handle es sich "überwiegend um Väter mit einem hohen Einkommen, deren Partnerin kein oder nur ein geringes Einkommen bezieht", so die Erklärung.

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Mehr Informationen: Steuerreform

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Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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