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Die Lage im Nahen Osten schlägt direkt auf die Energiepreise durch. Bereits seit Mitte Februar sind Sprit- und Heizölpreise in Österreich massiv gestiegen. Besonders stark trifft es Haushalte mit Ölheizung. Nun folgt eine regelrechte Preisexplosion, wie u.a. Heute berichtet. Demnach ist zu erwarten, dass zukünftig auch die Inflation wieder ansteigen wird.
Spritpreise deutlich angezogen
Laut Daten der E-Control kostete ein Liter Diesel am 16. Februar im Schnitt noch 1,519 Euro, Super 1,479 Euro. Mit Stand 2. März liegt Diesel bereits bei 1,649 Euro, Super bei 1,569 Euro.
Das bedeutet:
- Diesel: plus 13 Cent pro Liter (+8,6 Prozent)
- Super: plus 9 Cent pro Liter (+6,1 Prozent)
Für Autofahrer ist das unmittelbar spürbar. Eine 50-Liter-Tankfüllung Diesel kostet nun rund 82,45 Euro statt 75,95 Euro – also 6,50 Euro mehr. Bei Super sind es 4,50 Euro mehr pro Tank. Regional fallen die Aufschläge unterschiedlich aus. Besonders stark stiegen die Preise in Oberösterreich, während das Burgenland vergleichsweise moderat betroffen ist.
Mit dem Spritpreisrechner findet man immer die tagesaktuell günstigsten Tankstellen in Österreich.
Rohölpreis als Treiber
Hauptgrund ist der kräftige Anstieg beim Rohöl. Die Nordseesorte Brent, maßgeblich für Europa, kletterte von 68,65 Dollar auf 83,30 Dollar pro Fass. Das entspricht einem Plus von rund 21 Prozent innerhalb kurzer Zeit. Ein Fass umfasst rund 159 Liter. Steigt der Rohölpreis so stark, wirken sich die höheren Beschaffungskosten rasch auf die Endverbraucherpreise aus.
Heizöl explodiert regelrecht
Noch drastischer ist die Entwicklung bei Heizöl. Vor zwei Wochen kosteten 100 Liter durchschnittlich 107,85 Euro. Aktuell sind es 142,88 Euro – ein Anstieg um 35,03 Euro oder 32,5 Prozent.
Für einen Haushalt mit einer typischen Bestellung von 2.000 Litern bedeutet das Mehrkosten von 700,60 Euro im Vergleich zum Preisniveau von Mitte Februar. Binnen weniger Wochen entsteht so eine massive Zusatzbelastung.
Weitere Anstiege möglich
Auch der ARBÖ rechnet mit weiter steigenden Preisen. Der Rohölpreis habe allein innerhalb einer Woche um mehr als neun Prozent zugelegt. Das werde sich voraussichtlich weiter an den Zapfsäulen niederschlagen.
Wer sparen will, sollte Preise vergleichen. In Österreich dürfen Tankstellen ihre Preise einmal täglich um 12 Uhr erhöhen. Erfahrungsgemäß ist Tanken daher am Vormittag tendenziell günstiger.
Unterm Strich zeigt sich: Geopolitische Spannungen schlagen schneller denn je auf die Energiemärkte durch – und treffen Haushalte direkt im Alltag.
Mehr Informationen: Spritpreis

