Herbstlohnrunde startet: Plus von über 500 Euro pro Monat möglich

Am Montag starten die Herbstlohnrunden mit dem Metaller-KV. Die Forderung der Gewerkschaft lautet: vollständige Inflationsabgeltung mit einer Lohnerhöhung von mindestens 9,6 Prozent. Was das für das Brutto- und Netto-Einkommen bedeutet, findet man hier auf Finanz.at.

24.09.2023, 08:00 Uhr von
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Bildquelle: Finanz.at / Euro
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Am Montag startet die Herbstlohnrunde zwischen ArbeitgebervertreterInnen und Gewerkschaften. Traditionell wird sie auch heuer von den Verhandlungen um den Metaller-KV eingeläutet. Die Gewerkschaft (PRO-GE) fordert weiterhin die volle Abgeltung der rollierenden Inflation und somit eine Lohnerhöhung von 9,6 Prozent.

Immerhin für rund 60 Prozent aller Beschäftigten in Österreich gelten aktuell Kollektivverträge. Die Verhandlungen, die je nach Branche in den nächsten Monaten geführt werden, könnten demnach für einen großten Teil der Bevölkerung eine deutliche Lohnerhöhung bringen.

Mögliche Erhöhungen nach Tätigkeiten

Bereits für das Jahr 2023 wurden die KV-Gehälter der Metallindustrie um 7,1 bis 8,0 Prozent und die Ist-Gehälter um 7,1 Prozent erhöht. Mit einer Lohnerhöhung um 9,6 Prozent würden diese nochmals deutlich ansteigen. Je nach Qualifikation sind zwischen 1.863 Euro und fast 5.800 Euro brutto pro Monat möglich.

Nach der Steuersenkung und Abschaffung der kalten Progression ab Januar 2024 würde das netto ein Plus von 110,84 Euro bis 245,19 Euro monatlich bedeuten. (Brutto Netto Rechner 2024)

Metaller-KV-Lohntabellen 2023 / 2024

von bis
Einfache Tätigkeiten (2023) 1.700,19 Euro 1.910,63 Euro
Einfache Tätigkeiten (2024) * 1.863,41 Euro 2.094,05 Euro

von bis
Qualifizierte Tätigkeiten (2023) 2.373,95 Euro 2.977,96 Euro
Qualifizierte Tätigkeiten (2024) * 2.601,85 Euro 3.263,84 Euro

von bis
Hochqualifizierte Tätigkeiten (2023) 3.750,71 Euro 5.286,88 Euro
Hochqualifizierte Tätigkeiten (2024) * 4.110,78 Euro 5.794,42 Euro

Der neue Brutto-Netto-Rechner für das Jahr 2024 zeigt, wie viel man Netto durch die Steuersenkung mehr bekommen wird. Dabei wird nicht nur die Abschaffung der kalten Progression durch die Anhebung der Grenzwerte der Steuertarife, sondern auch die Senkung der dritten Stufe von 41 auf 40 Prozent berücksichtigt.

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Erhöhung von Lehrlingsentschädigung

Auch die Einkommen für Lehrlinge, die bereits im Vorjahr zwischen 7,4 und 12,4 Prozent erhöht wurden, könnten abermals deutlich steigen.

Lehrjahr 2023 2024 *
1. Lehrjahr 730,00 Euro 800,00 Euro
2. Lehrjahr 925,00 Euro 1.014,00 Euro
3. Lehrjahr 1.125,00 Euro 1.233,00 Euro
4. Lehrjahr 1.600,00 Euro 1.754,00 Euro

* Betrag nach Erhöhung um rollierende Inflation von 9,6 Prozent (Forderung der Gewerkschaft)

Grundlage für weitere Verhandlungen

Die Metaller bilden mit dem Start der Herbstlohnrunde und den in der Regel recht hohen Abschlüssen auch die Grundlage für weitere Kollektivvertragsverhandlungen, etwa auch für den Handel.

Einmalzahlungen lehnt man laut PRO-GE hingegen ab. Diese seien "kein Ersatz für eine dauerhafte Erhöhung". Zudem habe eine Abgeltung mittels Einmalzahlungen statt entsprechender Lohnerhöhung auch Auswirkungen auf die Pensionshöhe.

Dass hohe Lohnabschlüsse auch die Inflation treiben würden, wie man seitens Bundesregierung und ArbeitgebervertreterInnen warnt, widerspricht die Gewerkschaft. So heißt es auf der Webseite der PRO-GE, dass "die Löhne den Preisen folgen, denn die Inflation wird im Nachhinein abgegolten". "Laut Nationalbank war die heimische Inflation 2022 zu 60 Prozent von den Gewinnen getrieben. Löhne haben deshalb einen viel kleineren Einfluss auf die Preissteigerungen", erklärt man weiter.

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Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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