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Die Zahlen zeigen ziemlich klar, was viele ohnehin spüren: Trotz höherer Gehälter bleibt am Ende weniger übrig. 2025 konnten Haushalte im Schnitt nur noch 9,9 Prozent ihres Einkommens sparen, nach 11,7 Prozent im Jahr davor. Das ist kein kleiner Rückgang, sondern ein deutlicher Einschnitt. Der Grund liegt nicht daran, dass die Menschen plötzlich mehr Geld ausgeben wollen, sondern daran, dass real weniger übrigbleibt.
Einkommen steigt - aber nur auf dem Papier
Nominal ist das verfügbare Einkommen sogar leicht gestiegen. Insgesamt hatten Haushalte rund 292,9 Milliarden Euro zur Verfügung, ein Plus von etwa 1,1 Prozent. Das Problem: Gleichzeitig lag die Inflation bei rund 2,7 Prozent.
Unterm Strich bedeutet das ein reales Minus. Inflationsbereinigt ist das verfügbare Einkommen um 1,6 Prozent gesunken. Genau das ist der entscheidende Punkt: Die Kaufkraft ist zurückgegangen.
Gehaltserhöhungen verpuffen
Auch die Einkommen selbst sind gestiegen. Löhne und Gehälter legten um 3,7 Prozent zu, Sozialleistungen sogar um 5,9 Prozent. Das klingt zunächst positiv, ist aber irreführend.
Denn gleichzeitig sind wichtige Entlastungen weggefallen, etwa der Klimabonus. Zusätzlich sind Einkommen aus Selbstständigkeit und Vermögen sogar gesunken. In Summe bleibt also weniger übrig, obwohl einzelne Komponenten steigen.
Staat greift stärker zu
Ein zentraler Faktor sind die steigenden Belastungen. Die Einkommensteuern sind um 4,9 Prozent gestiegen, die Sozialabgaben sogar um 5 Prozent. Das ist mehr als die meisten Gehaltssteigerungen. Das heißt konkret: Ein Teil der Lohnerhöhung wandert direkt wieder zurück an den Staat.
Parallel dazu steigen die Ausgaben weiter. Der Konsum ist nominell um 3,2 Prozent gestiegen. Real - also nach Abzug der Inflation - bleibt davon aber nur ein minimales Plus von 0,5 Prozent. Das zeigt: Haushalte geben nicht deutlich mehr aus, sondern zahlen einfach mehr für das gleiche Leben.
Mehr Gehalt bringt nicht mehr Wohlstand
Die Entwicklung ist ziemlich eindeutig. Mehr Gehalt bedeutet aktuell nicht mehr Wohlstand. Inflation, höhere Steuern und steigende Fixkosten fressen die Zugewinne auf. Deshalb sinkt die Sparquote - nicht weil die Leute weniger diszipliniert sind, sondern weil schlicht weniger übrig bleibt.

