08.10.2019, 13:23 Uhr | von | Wirtschaft

Sofern Kundinnen und Kunden im großen Stil Geld abziehen sollten, sieht die EZB die meisten Kreditinstitute im Euroraum als gut gerüstet an.

Banken gut für Krisenfall aufgestellt
Bild: pixabay.com / Hans

Die Europäische Zentralbank ist der Meinung, dass die meisten Kreditinstitute des Euroraums gut mit einem Krisenfall umgehen können. Vor allem, wenn viele Kundinnen und Kunden auf einmal sehr viel Geld beziehen wollen, sind die meisten Banken der Meinung der EZB nach gut gerüstet. Grundsätzlich kann die Liquiditätssituation als insgesamt komfortabel beschrieben werden, obgleich es einige Verwundbarkeiten gibt. 103 Institute beteiligten sich bei einem Stresstest, der speziell auf diese Thematik ausgelegt ist. Einzelangaben zu den Kreditinstituten gibt es nicht.

Mit der Durchführung wurde folgendes getestet: Wie lange hält es eine Bank im Falle eines Schockes aus, ihren Geschäftstätigkeiten weiterhin nachzugehen, ohne Zugang zu jeglichen Refinanzierungsmärkten. Testergebnisse lassen darauf schließen, dass die meisten Banken mehr als sechs Monate ohne zusätzliches, fremdes Kapital ihren alltäglichen Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten können. Selbst bei vergleichsweise schlechten Ergebnissen lag die Aufrechterhaltungsdauer ohne fremde Hilfe immer noch bei mehr als vier Monaten.

So hätten Kreditinstitute im Falle einer Turbulenz die Zeit, auf diese zu reagieren. Der nun beschriebene Test ist nicht mit dem alle zwei Jahre durchgeführten umfassenden Stresstest zu vergleichen. Bei diesem wurden 48 Banken getestet, wie gut diese für eine schwere Krise gerüstet wären. Dieser Test wird außerdem von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde durchgeführt.

aktualisiert: 08.10.2019, 13:23 Uhr
Richard Baidinger
Email: rb@finanz.at
Redakteur, Ressort Wirtschaft und Finanzen
Experte für Wirtschaft und Finanzen
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Richard Baidinger ist Experte und Redakteur für Bank- und Finanzwirtschaft aus Wien.

Schlagwörter:

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