Unter dem Begriff Rendite versteht man im Allgemeinen den Ertrag, den man mit einer Geldanlage innerhalb eines Jahres erzielt. Rendite ist also ein wichtiger Faktor zur Messung des Erfolgs einer Kapitalanlagemöglichkeit. Rendite bezieht sich hierbei sowohl auf die Zahlung der Dividende von Aktien, die laufende Verzinsung von Wertpapieren oder auch auf den Zinsertrag einer gewöhnlichen Spareinlage.

Wenn man Geld bzw. Kapital anlegt, so spricht man im Zuge dessen oftmals auch von der Rendite. Auch in den Medien bekommt man oft von dem Begriff der Rendite zu hören. Hier soll geklärt werden, was die Rendite, die Anleger für das Anlegen ihres Geldes bekommen, ist. Viele kennen den Begriff, wissen aber nicht genau, was er genau bezeichnet.

Bruttorendite

Berücksichtigt man bei der Berechnung alle Kosten für die betrachtete Anlage, so spricht man auch oftmals von der Bruttorendite. Diese wird jedoch auch als Effektivverzinsung bezeichnet – dieser Begriff ist einem bestimmt auch schon einmal untergekommen. Betrachtet man hingegen nur den Kurs- oder Zinsgewinn, so spricht man von der Nettorendite. Die Brutto- und Nettorendite wird immer als Prozentsatz angegeben, welcher sich auf das eingesetzte Kapital bezieht.

Man kann den Begriff Rendite aber nicht nur im Zusammenhang mit Kapitalanlagen verwenden, sondern auch im Zusammenhang mit einer direkten Beteiligung verwenden. Hier muss die Beteiligung aber nicht in Form von Kapital erfolgen, auch solche in Form von Arbeit, Rohstoffen und Immobilien sind möglich. Auch hier wird der Ertrag ermittelt, wodurch sich die Rendite berechnen lässt. Die Berechnung bei Beteiligungen, die nicht Kapital betreffen, ist in der Regel komplexer, als die der Kapitalanlagen.

Berechnung der Rendite

Wie berechnet man die Rendite?

Es gibt eine Grundformel, die man zur Berechnung der Rendite verwendet. Diese kann man auch für die Rentabilitätsbewertung einer Anlage heranziehen. Man betrachtet hier, ob sich das Verhältnis zwischen dem eingesetzten Kapital und dem sich daraus resultierenden Ertrag positiv entwickelt. Grundsätzlich kann man die Rendite durch eine Division des Gewinnes durch das eingesetzte Kapital errechnen. So investiert man etwa 7.000 Euro und erzielt einen Gewinn von 8.500 Euro. Daraus würde sich eine Rendite von 21,42% ergeben.

Weitere Informationen:

Es gibt grundsätzlich eine sehr einfache Grundregel, die für beinahe alle Geldanlageformen im Zusammenhang mit der Renditeberechnung gültig ist. So ist die Renditeaussicht umso höher, desto risikoreicher die Anlage für den Anleger ist. Man kann also als Investor darüber entscheiden, ob man ein höheres Risiko eingehen möchte und die Chance auf eine größere Rendite hat oder ob man mehr auf Sicherheit bedacht ist und somit in Kauf nimmt, dass die Rendite nicht so hoch wie bei anderen Anlagemöglichkeiten ausfallen wird.

Im Folgenden werden einige Beispiele angeführt, wo man als Anleger oder Investor eine Rendite erzielen kann. Außerdem wird im Zuge dessen auch geklärt, wie sich die Rendite jeweils zusammensetzt.

Fonds:

Hier erhält man – ähnlich wie bei den Aktien – eine Rendite durch den Verkauf von Fonds. Aber man kann auch eine Rendite in Form einer Dividendenzahlung bei Dividendenfonds erzielen.

Rohstoffe:

Bei Rohstoffen ergibt sich die Rendite aus dem Unterschied zwischen dem An- und Verkaufspreis. Bei der Berechnung der Bruttorendite muss man grundsätzlich Gebühren für die Lagerung oder Verwaltungsgebühren berücksichtigen.

Sparanlagen:

Hier ergibt sich die Rendite aus der Auszahlung nach einer bestimmten, vorab festgesetzten Laufzeit. Die Nettorendite ergibt sich hier in der Regel aus dem Zinsertrag, von welchem etwaige Verwaltungsgebühren abgezogen werden müssen. Außerdem gilt es, die Kapitalertragssteuer zu berücksichtigen.

Aktienmarkt:

Man kann sowohl im Zuge des Verkaufs von Aktien, aber auch in Form der jährlichen Dividendenzahlung eine Rendite erzielen. Die Rendite berechnet sich also aus diesem Dividendenzahlungen und dem Gewinn oder Verlust aus dem Verkauf von Aktien. Für die Bruttorenditen-Berechnung muss man außerdem Gebühren für Verwaltung und Depot, sowie Steuern berücksichtigen.

Edelmetalle:

Auch hier bestimmen die Nachfrage und das Angebot, wie auch bei den Rohstoffen, den Preis des jeweiligen Edelmetalls. Dadurch kann man eine Rendite erzielen.

Immobilien:

Besitzt man Immobilien als Geldanlage, so kann man als Besitzer dieser Immobilien von steigenden Immobilienpreisen profitieren. Damit wird auch die Rendite erhöht. Hier gestaltet sich die Bestimmung der Rendite etwas schwieriger, als bei anderen Anlagemöglichkeiten. Diese hängt hier nämlich von der Marktentwicklung ab, außerdem vom Zustand der Immobilie selbst. Will man die Bruttorendite berechnen, so muss man generell Steuereinsparungen und Investitionen, die in die Bausubstanz gingen, abziehen.

Anleihen:

Die Rendite kann bei solchen Anleihen, die vom Staat ausgegeben werden, durch die Zinszahlung erzielt werden – bei an der Börse gehandelten Anleihen durch den Verkauf dieser.

Wertpapiere:

Beim Einlösen oder Verkauf von Wertpapieren, wie etwa Optionsscheine oder Schuldscheine kann eine Rendite erzielt werden.

Die höchsten Renditemöglichkeiten hat man grundsätzlich bei spekulativen Aktiengeschäften. Hierzu kommt auch noch die Hebelwirkung. Das Risiko eines Totalverlustes der Einlage ist hier sehr hoch, daher eignet sich diese Art von Geschäft nicht für Einsteiger. Aber auch mit Investments in Immobilien kann man oftmals eine sehr hohe Rendite erzielen. Aber auch hier besteht das Risiko, dass die Immobilienpreise fallen und man sein Geld zum Großteil oder zur Gänze verliert.