Steuern sparen zum Jahresende - Das sollte man 2021 noch tun

Jeder möchte gerne Steuern sparen und weniger Abgaben leisten müssen. Dabei gibt es unzählige Möglichkeiten, wie man seine Steuerlast reduzieren kann. Auch im Jahr 2021 kann man noch einige Maßnahmen nutzen, um Kosten von der Steuer abzusetzen.

15.12.2021, 11:30 Uhr von
Geld sparen
Bildquelle: Finanz.at / Geld sparen

Wer 2021 noch Steuern sparen und Ausgaben absetzen möchte, um weniger Lohn- und Einkommensteuer an das Finanzamt zahlen zu müssen, hat bis Jahresende noch diverese Möglichkeiten dazu. Einige Möglichkeiten, die man dafür nutzen kann und als Steuerzahler auch unbedingt sollte, findet man hier zum Nachlesen:

Steuerausgleich rückwirkend für 2016 durchführen

Nur noch im Jahr 2021 ist ein rückwirkender Lohnsteuerausgleich bis ins Jahr 2016 möglich. Die Frist beträgt fünf Jahre. Ab 2022 kann das Jahr 2016 nicht mehr veranlagt werden. Trotz der 2017 eingeführten antragslosen Arbeitnehmerveranlagung, die automatisch für alle Steuerzahler durchgeführt wird, sofern sie nicht in die Pflichtveranlagung fallen, bleibt jährlich viel Geld beim Finanzamt liegen. Man sollte vorab immer via FinanzOnline berechnen, ob vom Finanzamt eine Rückerstattung ausgegeben oder eine Nachzahlung für das veranlagte Jahr gefordert wird.

Werbungskosten und Freibeträge

Um Steuern einzusparen ist es wichtig, dass man alle Werbungskosten, die in diesem Jahr angefallen sind - sofern möglich - auch steuerlich geltend macht. Arbeitsmittel, wie etwa Notebooks, Handys oder Arbeitskleidung, die für die Ausübung der beruflichen Tätigkeit notwendig sind, können jedenfalls steuerlich abgesetzt werden. Genaue Informationen zu den Werbungskosten und der Werbungskostenpauschale findet man hier.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) können bis zu 800 Euro sofort abgeschrieben werden. Diese Grenze wird ab 2022 auf 1.000 Euro erhöht.

Auch Freibeträge sollten unbedingt geltend gemacht werden. Dazu zählen unter anderem der Alleinverdienerabsetzbetrag oder der Alleinerzieherabsetzbetrag, der Kinderabsetzbetrag, der Unterhaltsabsetzbetrag und der Kinderfreibetrag, sofern diese nicht bereits im Rahmen der Lohnverrechnung abgesetzt werden. Alle Informationen zu den Freibeträgen findet man hier.

Penderpauschale nicht vergessen

Das Pendlerpauschale ist auch in Zeiten der Corona-Pandemie, in der viele Arbeitnehmer vermehrt im Home-Office arbeiten und daher nicht täglich zur Arbeitsstätte pendeln, beantragbar. Alle Informationen zum Pendlerpauschale und einen Pendlerrechner findet man hier.

Familienbonus Plus beantragen

Der Familienbonus kann seit Januar 2019 für Familien mit Kindern beantragt werden. Die maximale Steuerentlastung beträgt 1.500 Euro je Einkommen. Dieser Familienbonus kann direkt bei der Lohnverrechnung durch den Arbeitgeber oder im Folgejahr rückwirkend eingereicht werden. Alle Familien mit Kindern sollten diese steuerliche Entlastung von 1.500 Euro jährlich unbedingt nutzen.

Gewinnfreibetrag von bis zu 13 Prozent nutzen

Unternehmen oder Selbstständige können jährlich einen Betrag von bis zu 13 Prozent des Gewinns steuerlich als Gewinnfreibetrag absetzen. Möglich ist dabei etwa die Anlage des Betrags in einen Fonds, der nach vier Jahren Laufzeit steuerfrei ausgezahlt werden kann.

Bei einem Gewinn bis zu 175.000 Euro können 13 Prozent, für die nächsten 175.000 Euro sieben Prozent, ab 230.000 Euro 4,5 Prozent geltend gemacht werden. Über 580.000 Euro ist kein Gewinnfreibetrag mehr möglich. Der maximale investitionsbedingte Gewinnfreibetrag beträgt damit 45.350 Euro pro Jahr. Alle Informationen zum Gewinnfreibetrag für Unternehmen findet man hier.

Weitere Hilfen und Informationen zum Steuern sparen findet man auf Finanz.at.

Mehr Informationen: Steuern sparen

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Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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