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Die Regierung will künftig verhindern, dass Strompreise wie während der Energiekrise erneut völlig außer Kontrolle geraten. Deshalb soll noch im Sommer ein neuer Krisenmechanismus starten, der Haushalte automatisch entlastet, sobald die Preise stark steigen.
Kernstück ist eine neue Strompreis-Garantie von 10 Cent netto pro Kilowattstunde. Sobald der durchschnittliche Endkundenpreis über 16,5 Cent pro kWh steigt, greift die Bremse automatisch. Dieser Schwellenwert liegt rund 15 Prozent über dem aktuellen Durchschnittspreis von etwa 14 Cent. Maßgeblich sind dabei die veröffentlichten Daten der E-Control.
So wirkt der Preisdeckel konkret
Für Haushalte bedeutet das konkret: Im Krisenfall werden bis zu 2.900 Kilowattstunden pro Jahr auf 10 Cent netto gedeckelt. Alles darüber hinaus wird weiterhin zum normalen Marktpreis verrechnet. Damit sollen normale Haushalte geschützt werden, gleichzeitig will die Regierung aber vermeiden, dass sehr hoher Stromverbrauch vollständig subventioniert wird.
Wer also durchschnittlich viel Strom verbraucht, dürfte von der Maßnahme deutlich profitieren. Haushalte mit Stromheizung, Pool, Sauna oder generell hohem Verbrauch müssen hingegen weiterhin für einen Teil ihres Stroms den höheren Marktpreis bezahlen. Genau das ist politisch auch gewollt, um den Sparanreiz aufrechtzuerhalten.
Finanziert werden soll der Mechanismus über den bestehenden Energiekrisenbeitrag der Energiekonzerne. Steigen die Strompreise stark an, müssen die Unternehmen automatisch höhere Beiträge leisten. Damit soll verhindert werden, dass die Kosten erneut direkt aus dem Budget bezahlt werden müssen.
Auch Unterstützung für Unternehmen kommt
Parallel dazu plant die Regierung auch Hilfen für Unternehmen. Kleine und mittlere Betriebe sollen ebenfalls unterstützt werden. Zusätzlich wurde ein Industriestrompreis fixiert: Für 50 Prozent des Verbrauchs soll dort ein Preis von maximal 5 Cent pro Kilowattstunde gelten.
Die Regierung setzt damit erstmals auf ein dauerhaftes Kriseninstrument statt auf einzelne Einmalhilfen wie während der Energiekrise 2022 und 2023. Ziel ist vor allem, extreme Strompreise künftig schneller abzufedern und damit auch neue Inflationsschübe zu verhindern.
Mehr Informationen: Strompreisbremse

