Fast 700 Euro mehr Jahresnetto - Rückwirkende Gehaltserhöhung für Hunderttausende fix

Für hunderttausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurde eine neue Gehaltserhöhung final beschlossen. Sie erhalten bis zu 696 Euro mehr Netto pro Jahr bzw. 48 Euro monatlich - viele davon rückwirkend ab Jahresbeginn 2026. Alle Details findet man hier auf Finanz.at.

24.02.2026, 07:00 Uhr von
Euro
Bildquelle: Finanz.at / Canva (Montage) / Euro

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Nach vier Verhandlungsrunden steht der neue Kollektivvertrag für rund 150.000 Arbeiterinnen und Arbeiter im österreichischen Handel fest. Die Löhne steigen um 2,55 Prozent, wie die Gewerkschaft vida mitteilte. Für viele gilt somit rückwirkend eine Erhöhung der Gehaltszahlungen mit Jahresbeginn.

Der Abschluss bringt laut Gewerkschaft ein monatliches Plus von etwa 54 bis 63 Euro brutto. Auf das Jahr gerechnet ergibt das zwischen 750 und 880 Euro brutto zusätzlich. Gleichzeitig bleibt das Recht auf Altersteilzeit erhalten. Die Beschäftigten hätten dem Verhandlungsergebnis klar zugestimmt.

Das ergibt im Vergleich zum Vorjahr in der höchsten Lohnstufe ein Netto-Plus von bis zu 48,72 Euro pro Monat bzw. 696,03 Euro jährlich anhand der Lohntafeln für 2026 im Kollektivvertrag. Die Höhe des neuen Netto-Gehalts und einer Gehaltserhöhung kann mit dem Brutto-Netto-Rechner für 2026 auf Finanz.at berechnet werden.

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Gewerkschaft und WKO zufrieden

Für vida-Verhandlungsleiterin Christine Heitzinger handelt es sich um einen „tragbaren Kompromiss“ für die Mehrheit der Betroffenen. Weder Arbeitnehmer noch Konsumenten hätten die wirtschaftlich angespannte Lage verursacht, die diesen Abschluss notwendig gemacht habe. Für künftige Runden erwartet sich die Gewerkschaft mehr Spielraum.

Seitens der Wirtschaftskammer Österreich wird betont, dass die Erhöhung in gleicher Höhe wie bei den Handelsangestellten erfolgt sei. Handelsspartenobmann Rainer Trefelik spricht von einer „guten und fairen Lösung“ vor dem Hintergrund der schwierigen Konjunkturlage.

Der neue Kollektivvertrag tritt mit 01. Januar 2026 in Kraft. In jenen Betrieben, in denen bisher noch keine Anpassung erfolgt ist, gilt die Erhöhung rückwirkend.

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Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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