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Für viele Pensionisten ist 2026 finanziell schlechter gelaufen als erwartet – und zwar trotz offizieller „Erhöhung“. In der Realität bleibt oft weniger übrig. Die „Krone“ hat dazu kürzlich eine neue Berechnung erstellt.
Der Grund liegt in mehreren Entscheidungen gleichzeitig. Zwar wurden Pensionen angepasst, aber nicht vollständig an die Inflation. Nur Bezüge bis 2.500 Euro brutto wurden um 2,7 Prozent erhöht. Darüber gab es einen Fixbetrag von 67,50 Euro. Im Schnitt ergibt das lediglich rund 2,25 Prozent – also weniger als die Teuerung.
Das allein sorgt schon für Kaufkraftverlust. Dazu kommt ein zweiter Effekt, der oft unterschätzt wird: die nur teilweise Abschaffung der „kalten Progression“. Die Steuerstufen wurden nicht vollständig an die Inflation angepasst, sondern nur zu zwei Dritteln. Das bedeutet, dass ein Teil der Pensionserhöhung sofort wieder durch höhere Steuerbelastung aufgefressen wird.
Bis zu 300 Euro Verlust für Pensionen
Die Folgen sind konkret messbar. Je höher die Pension, desto stärker fällt das Minus aus. Während jemand mit rund 1.700 Euro brutto im Jahr etwa 30 Euro verliert, steigt der Verlust bei höheren Pensionen schnell deutlich an. Bei rund 3.500 Euro brutto sind es bereits über 300 Euro weniger im Jahr im Vergleich zu einer vollständigen Inflationsanpassung.
Und damit ist es noch nicht getan. Zusätzlich wurde bereits 2025 der Krankenversicherungsbeitrag für Pensionisten erhöht. Diese Maßnahme wirkt jetzt voll durch und kostet – je nach Pension – nochmals bis zu knapp 300 Euro jährlich.
Real weniger Geld für Pensionisten
Unterm Strich ergibt sich ein klares Bild: Viele Pensionisten haben real weniger Geld zur Verfügung, obwohl die Pension nominell gestiegen ist. Das ist kein Rechenfehler, sondern die Folge mehrerer politischer Entscheidungen gleichzeitig.
Genau deshalb wächst aktuell die Sorge, dass im Zuge des neuen Sparpakets weitere Einschnitte folgen könnten. Fix ist das noch nicht. Sozialministerin Korinna Schumann hält sich bewusst bedeckt und verweist auf laufende Budgetverhandlungen sowie unsichere wirtschaftliche Entwicklungen.
Die Lage ist damit offen – aber eines ist klar: Wenn Pensionen erneut nicht voll an die Inflation angepasst werden, setzt sich der schleichende Kaufkraftverlust weiter fort.

