Eine jede Unternehmung sollte detailliert geplant und koordiniert werden, um erfolgreich zu sein und Gewinne zu erwirtschaften. Viele Vorhaben scheitern an einer mangelnden Planung.Die Erstellung eines professionellen Businessplans hilft Gründern eines Startups dabei, die Gründung optimal vorzubereiten.

Wozu benötigt man einen Businessplan?

Ein Businessplan dient dazu, zu überprüfen, ob die Geschäftsidee auch wirklich umsetzbar ist und welches Potenzial dahinter steht, sprich quasi eine Studie zur Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmung. Ein weiterer Bestandteil des Plans sind die elementaren operativen Schritte beziehungsweise Maßnahmen für die ersten Monate nach der Gründung.

Des Weiteren ist ein detaillierter, aufschlussreicher Businessplan ein wichtiges Werkzeug, um bei den Kreditinstituten, Banken und Investoren allgemein attraktive Finanzierungsmodelle für die Realisierung der Unternehmung vorgelegt zu bekommen. Im Grunde genommen ist ein Businessplan eine Zusammenfassung der Geschäftsidee, die in die Tat umgesetzt werden soll. Umso genauer und detaillierter der Businessplan ist, desto besser.

Die Ziele, seien es finanzielle oder andere Ziele, werden stets ausformuliert und genau beschrieben, sodass eine Überprüfung beziehungsweise Messung derselben im Nachhinein möglich ist.

Beispiel (Muster)

Eine Businessplan-Vorlage oder ein -Muster findet man unter www.gruenderservice.at.

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Die Erstellung des Businessplans

Bei der Erstellung eines Businessplans gilt es, stets genau zu arbeiten und detailliert vorzugehen. Im ersten Schritt geht es daran, die (Geschäfts-) Idee zu formulieren. Neben der Formulierung der Geschäftsidee ist es ebenso von Bedeutung die Zielgruppe zu definieren. Der Wirtschaftlichkeit halber sollte auch das Geschäftspotenzial beschrieben werden. Auch wenn es sich beispielsweise um die Eröffnung eines Franchise-Restaurants handelt, der Businessplan darf auch hier nicht fehlen. Die einzelnen Schritte zur erfolgreichen Erstellung eines Businessplans werden in den folgenden Abschnitten vorgestellt und beschrieben.

1. Die Geschäftsidee definieren

Auf der Geschäftsidee basiert der gesamte Businessplan. Aus diesem Grund sollte die Idee klar und deutlich formuliert sein, sodass auch Personen, die nichts mit der Gründung gemein haben, diese problemlos verstehen können. Danach geht es an die Definition der Zielgruppe, sprich derjenigen Konsumenten, die schlussendlich das angebotene Produkt oder die angebotene Dienstleistung kaufen. Je genauer die Zielgruppe definiert beziehungsweise gekannt wird, umso besser. Hierfür können ein Paar simple Fragen gestellt werden, die der Eingrenzung der Zielgruppe dienlich sind.

Es gilt zu klären, welche Bedürfnisse die Zielgruppe hat und zu welchem Zeitpunkt, wo und wie oft die Zielgruppe ein Produkt nutzt. Wichtig ist es, das Kaufverhalten derselben so gut wie möglich zu kennen, um dementsprechend auf die Bedürfnisse eingehen zu können. Weiterer Aspekt ist zu klären, von wem sich die Zielgruppe beeinflussen lässt, sprich es geht darum sogenannte Influencer (Beeinflusser) zu finden. Außerdem wird bereits am Anfang geklärt, ob Privat- oder Businesskunden als Zielgruppe in Frage kommen, also B2C oder B2B.

2. Das echte Geschäftspotenzial der Unternehmung ermitteln

Im Rahme dieses Schrittes sollte ermittelt werden, wieso gerade diese Geschäftsidee den Mitgliedern der vorher definierten Zielgruppe einen Mehrwert oder Nutzen schafft beziehungsweise ein Bedürfnis befriedigt. Auch die Konkurrenz ist hier nicht zu vernachlässigen, denn aus welchem Grund Konsumenten das eigene Angebot anderen vorziehen sollten, das sollte ebenso Teil des Businessplans formen.

Im Rahmen der Beschreibung des Geschäftspotenzials ist es demnach wichtig, dass das geplante Angebot auch auf eine Nachfrage trifft, denn ohne Nachfrage ist ein Angebot sinnlos. In diesem Abschnitt sollte unbedingt festgehalten werden, warum die Geschäftsidee Potenzial hat. Dazu ist es hilfreich die eigene Idee mit ähnlichen Konzepten, die sich bereits auf dem Markt befinden, zu vergleichen und so bewerten zu können. Wie bereits angemerkt sollte auch für Unternehmungen im Franchise-Bereich ein detaillierter Businessplan erstellt werden.

Hier gilt es den jeweils eigenen Fall auf ein mögliches Potenzial zu prüfen, denn dass das Franchise an einer Stelle beziehungsweise einem Ort erfolgreich ist, bedeutet nicht, dass es sich überall erfolgreich durchsetzen und verwirklichen lässt. Hier ist sind der jeweilige Standort zu berücksichtigen.

3. Analyse von Markt und Wettbewerb

Um die Nachfrage für das Produkt oder die Dienstleistung zu ermitteln, müssen im Businessplan eine Markt- und Wettbewerbsanalyse durchgeführt werden. Die Zielgruppe spielt im Rahmen der Marktanalyse eine entscheidende Rolle. Hilfreich ist es hier, den Markt zu beschreiben, um eine detailliertere Vorstellung desselben zu erhalten. Im Verlauf der Analyse müssen die Marktgröße, -dynamik sowie das Marktpotenzial ermittelt werden.

Wird die Marktgröße behandelt, so sollte geklärt werden, wie groß der Markt im Moment ist. Daran werden dann der geplante Umsatz beziehungsweise die abzusetzende Menge in Einheiten pro Periode (meist während eines Geschäftsjahres) festgelegt. Danach geht es daran die zukünftige Entwicklung des Marktes anhand von Wachstumsraten zu beschreiben. Besonders wichtig ist diese Information für mögliche Kapitalgeber. Schlussendlich muss noch ermittelt werden, wie groß der Markt maximal werden kann beziehungsweise wann es zu einer Markt-Sättigung kommen könnte.

4. Die Analyse der Konkurrenz (Wettbewerbsanalyse)

In diesem Schritt geht es darum, die elementaren Eigenschaften des Markts zu analysieren. Hierzu kann das renommierte 5 Forces Modell von Porter genutzt werden. Das Modell veranschaulicht die wichtigsten Faktoren des Marktes: die Verhandlungsmacht der Kunden sowie der wichtigsten Lieferanten, Ersatzprodukte am Markt und der Wettbewerb, die neuen und alten Mitbewerber am Markt. Nach erfolgreicher Analyse dieser Faktoren ist das Ziel die Stärken und Schwächen derselben aufzuzeigen und somit die eigene Position hinsichtlich der Chancen und Risiken besser abschätzen zu können.

5. Rechtliche Rahmenbedingungen und Genehmigungen

Auch rechtliche Rahmenbedingungen sind zu analysieren Hier gilt es festzulegen, welche Rechtsform gewählt und welche Genehmigungen benötigt werden. Auch der Firmenname gilt zu überprüfen. Auch die als Selbstständiger zu tragende Steuerlast gilt es zu ermitteln. Schlussendlich muss noch die passende Rechtsform der Unternehmung entschieden werden.

Ein Businessplan ist von entscheidender Bedeutung für eine erfolgreiche Unternehmung. Alle wichtigen, das Geschäft beeinflussenden Faktoren werden anschaulich aufgeführt und helfen dabei die richtigen Entscheidungen bei der Planung zu treffen, sodass die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs der Unternehmung bedeutend gesteigert werden.