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Die Teuerung hat das tägliche Leben in Österreich so stark verteuert wie kaum anderswo in Europa. Laut einer aktuellen Analyse des Momentum-Instituts müssen Haushalte inzwischen deutlich mehr Geld aufwenden, um denselben Lebensstandard wie im Jahr 2020 zu halten.
6.744 Euro Mehrkosten pro Jahr
Im Durchschnitt geben Österreicherinnen und Österreicher 562 Euro pro Monat mehr aus als noch vor fünf Jahren – das entspricht 6.744 Euro jährlich. Der größte Teil der Zusatzbelastung entfällt auf Energie, Wohnen und Lebensmittel, aber auch Freizeit und Gastronomie schlagen deutlich stärker zu Buche.
So setzen sich die Mehrkosten zusammen
Laut Berechnung entfallen monatlich:
- 76 Euro auf Lebensmittel,
- 49 Euro auf Wohnen,
- 69 Euro auf Energie,
- 140 Euro auf Gastronomie und Bewirtschaftung,
- 229 Euro auf sonstige Ausgaben wie Treibstoff, Gesundheit, Freizeit oder Bildung.
Damit liegt Österreich im westeuropäischen Vergleich an der Spitze. In Deutschland fallen für denselben Lebensstandard 470 Euro Mehrkosten pro Monat an, im Euroraum 435 Euro und in der Schweiz nur 139 Euro.
Kritik am Umgang mit der Teuerung
Das Momentum-Institut sieht die hohe Belastung als Folge einer „hausgemachten Inflationspolitik“. Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln seien in Österreich stärker durchgeschlagen, weil wirksame staatliche Eingriffe ausgeblieben seien.
Gefordert werden gezielte Maßnahmen zur Entlastung der Haushalte – etwa eine befristete Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel, eine Abschaffung des sogenannten Österreich-Aufschlags auf Markenprodukte sowie eine Neuausrichtung der Strompreisregulierung.
Österreich zahlt somit europaweit am meisten für denselben Lebensstandard wie vor fünf Jahren – ein Befund, der den politischen Druck auf die Regierung weiter erhöht.

