Pensionserhöhung ab 2027 fix: So hoch steigen die Pensionen an

Die Pensionen werden im kommenden Jahr größtenteils unter der Inflationshöhe angepasst. Nur Mindestpensionen erhalten den vollen Inflationsausgleich. Bis zu einer Bruttopension von monatlich 6.930 Euro gibt es ein Plus von 2,95 Prozent, darüber wird um einen Fixbetrag von 204 Euro pro Monat angehoben. Alle Details inklusive Rechner findet man hier auf Finanz.at.

21.05.2026, 10:53 Uhr von
Pension
Bildquelle: Canva / Finanz.at (Montage) / Pension

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Die Regierung hat sich nun auf die Pensionserhöhung für 2027 geeinigt – und dabei wird klar: Nicht alle Pensionisten verlieren gleich viel Kaufkraft. Während Mindestpensionen vollständig an die Inflation angepasst werden, müssen die meisten anderen mit einer geringeren Erhöhung leben.

Konkret steigt die Ausgleichszulage, also die Mindestpension, im kommenden Jahr um die volle Inflation von 3,3 Prozent. Wer derzeit die Mindestpension von rund 1.308 Euro brutto im Monat bezieht, bekommt damit den vollständigen Teuerungsausgleich.

Für alle Pensionen darüber fällt die Anpassung jedoch geringer aus. Bis zur Höchstbeitragsgrundlage von derzeit 6.930 Euro brutto gibt es nur noch ein Plus von 2,95 Prozent. Sehr hohe Pensionen oberhalb dieser Grenze werden überhaupt nur mehr mit einem Fixbetrag von 204,44 Euro erhöht.

Mit dem Pensionsrechner für 2027 auf Finanz.at kann die Höhe der neuen Bezüge nach der Pensionserhöhung online berechnet werden. Die steuerliche Entlastung durch die teilweise Abschaffung der kalten Progression ist dabei nicht berücksichtigt, da diese noch nicht bekanntgegeben wurde.

Einsparung von 280 Millionen Euro

Damit spart der Staat wie angekündigt rund 280 Millionen Euro ein. Gleichzeitig zeigt die neue Regelung aber auch einen klaren Unterschied zum heurigen Modell. 2026 wurden Pensionen bis 2.500 Euro noch vollständig an die Inflation angepasst, darüber gab es nur einen pauschalen Zuschlag von 67,50 Euro. Nun profitieren höhere Pensionen stärker, weil die Erhöhung bis 6.930 Euro prozentuell erfolgt. Wer also eine hohe Pension bezieht, erhält auch absolut deutlich mehr Geld.

Die Regierung spricht deshalb von einem „ausgewogenen Kompromiss“. Einerseits wollte man Mindestpensionisten vor realen Verlusten schützen. Andererseits argumentierten vor allem ÖVP und NEOS, dass Menschen mit langen Erwerbsbiografien und hohen Einzahlungen nicht zu stark belastet werden sollten.

Reale Kaufkraftverluste

Tatsächlich bedeutet das Modell aber weiterhin Kaufkraftverluste für viele Pensionisten oberhalb der Mindestpension. Denn bei einer Inflation von 3,3 Prozent und einer Erhöhung von nur 2,95 Prozent bleibt real weniger übrig. Besonders spürbar wird das für mittlere Pensionen zwischen etwa 1.500 und 3.000 Euro sein.

Trotz der Einsparungen verweist die Regierung darauf, dass die Pensionserhöhung den Staat auch 2027 noch rund 2,4 Milliarden Euro kosten wird. Die Diskussion über weitere Reformen dürfte damit aber nicht beendet sein – vor allem, weil die Budgetlage auch in den kommenden Jahren angespannt bleibt.

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Daniel Herndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.
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